Zitat:
Zitat von Chri
Dann sollten Firmen, die Gewinn machen, Leute einstellen, auch wenn sie diese nicht benötigen?
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Nicht unbedingt. Es stellt sich nur die Frage, wieviele unbezahlte, aber dennoch erforderliche Überstunden von den Tarif- und AT-Angestellten abgeleistet werden. Unnütze Doppelbesetzungen sollten vermieden werden, denn diese sind ein Kostenfaktor mit wenig Nutzen. Aus einer Fusion (oder wie auch immer im Einzelfall das Konstrukt dann heisst) ergibt sich in manchen Bereichen tatsächlich ein rechnerischer Personalmehrbedarf.
Ich erinnere mich noch lebhaft an das Zusammenwerfen einer deutschen und einer österreichischen Firma.
Für die betroffenen deutschen Arbeiter hiess das, dass jede Frage zum Lohnzettel ein Auslandsgespräch war, da die Gesamtpersonalabteilung im südlichen Kärnten angesiedelt war. Weiterhin haben die Österreicher sich zwar tapfer den deutschen Tarifbedingungen gestellt, aber geklappt hat das nie. Jeden Monat Chaos, getoppt im Winter - in A hat man die Kollegen einfach entlassen und nach 3 Monaten wieder eingestellt, in D ging das natürlich nicht so einfach von jetzt auf gleich, da galten und gelten verschiedene Tarifleistungen, die die Minderstunden im Winter abdecken sollen.
Man hat dann irgendwann eingesehen, dass es doch sinnvoller ist, für die mehreren tausend deutschen Mitarbeiter eine Personalstelle in D einzurichten (nachdem alle entlassen worden waren - Vermeidung kostenintensiver Doppelbesetzung), und für die österreichischen Kollegen eine zweite Anlaufstelle.