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Alt 28. Mai 2008, 14:48 Uhr   #11 (Permalink)
Mark Mallokent
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Man sollte schlicht und einfach das Gesetz von Angebot und Nachfrage walten lassen. Wenn ein Überangebot an Milch besteht, dann fallen eben die Preise.
__________________
Praise the Lord and pass the ammunition.
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Alt 28. Mai 2008, 15:06 Uhr   #12 (Permalink)
Brimborium
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Zitat:
Zitat von Mark Mallokent Beitrag anzeigen
Man sollte schlicht und einfach das Gesetz von Angebot und Nachfrage walten lassen. Wenn ein Überangebot an Milch besteht, dann fallen eben die Preise.
So sollte es sein.

In Wahrheit passiert aber etwas anderes.

Die Preise in den Supermärkten sind gewaltig gestiegen, während man den Bauern immer weniger zahlt.
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Die Geschichte lehrt die Menschen dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
[i](Mahatma Gandhi - Pazifist und Menschenrechtler, 1869-1948)

Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.
(Ingeborg Bachmann - Schriftstellerin, 1926-1973)
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Alt 28. Mai 2008, 17:05 Uhr   #13 (Permalink)
susenn
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Zitat:
Zitat von Brimborium Beitrag anzeigen
So sollte es sein.

In Wahrheit passiert aber etwas anderes.

Die Preise in den Supermärkten sind gewaltig gestiegen, während man den Bauern immer weniger zahlt.

Mal 2 Fragen dazu:

1. war dieser Preisanstieg nicht nur kurzfristig?

Pers. habe ich nicht den Eindruck einer kontinuierlichen Preiserhöhung

2. klappt hier die Wettbewerbsregel - Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis?

Bei geringerer Nachfrage kann ich meine Milchkühe ja schlecht für ein paar Tage abstellen, muß sie weiterhin füttern und pflegen.
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Alt 28. Mai 2008, 17:54 Uhr   #14 (Permalink)
Apollon7
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Zitat:
Zitat von New Model Army Beitrag anzeigen
Miss Marple:

Ich kenne einige Milchbauern. Aber keiner davon geht auf Wochenmärkte. Ganz einfach deshalb, weil sie gar keine Zeit dafür haben. Die betreiben stattdessen alle einen kleinen Verkauf direkt vom Hof weg und das läuft mindestens ebenso gut. Da springt auch einiges bei rum: Die große Masse sind natürlich die Großabnehmer, aber die kleinen Leute zahlen mehr für den Liter.

Von den Wochenmärkten könnten auch nur kleine, die man gemeinhin als Milchbauern bezeichnet, leben. Groß- und Mittelbauern, Agrargenossenschaften, größere Landwirtschaftsunternehmen allgemein, sind auf längerfristige Lieferverträge angewiesen, womit ein Grundumsatz relativ gewährleistet ist.

Man kann natürlich auch einen Traum hegen, in dem alle Bauern Einzelbauern auf ihrer Scholle sind, mit den Kindern, die auf dem Wochenmarkt Eier, Honig, Hausgeschlachtetes und Gemüse verkaufen, der Bauer selbst, der sich um Saat und Ernte kümmert und die Ehefrau, die die Hauswirtschaft erledigt (mag es sogar noch geben). Der Bedarf einer Industriegesellschaft wäre damit jedoch nicht gedeckt.



Zitat:
Zitat von Mark Mallokent Beitrag anzeigen
Man sollte schlicht und einfach das Gesetz von Angebot und Nachfrage walten lassen. Wenn ein Überangebot an Milch besteht, dann fallen eben die Preise.

Wo wird denn wirklich noch etwas nur vom Markt mit seinen Gesetzen geregelt? Bei den Subventionen beginnt die Verzerrung oder Entzerrung...
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Alt 28. Mai 2008, 19:20 Uhr   #15 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von susenn Beitrag anzeigen
2. klappt hier die Wettbewerbsregel - Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis?
nein, die Molkereien bestimmen den Literpreis für die Bauern.

und dann gibt es noch das Milchgesetz.

Zitat:
Nach aktuellen Berechnungen des Instituts für Ernährungswirtschaft erhalten Milchbauern knapp 49 Prozent des Milchpreises, über Mehrwertsteuer und Grünen Punkt gehen zehn Prozent an den Staat, der vielgeschmähte Lebensmitteleinzelhandel bekommt ebenfalls knapp zehn Prozent - und satte 34 Prozent verbleiben bei den Molkereien.

Das Milchgesetz und seine absurden Folgen

An denen nämlich kommt keiner vorbei. Das liegt vor allem an dem deutschen Milchgesetz, das jeden Bauern verpflichtet, seine Frischmilch pasteurisieren, also erhitzen und damit keimfrei machen zu lassen. Die überwiegend genossenschaftlich organisierten Molkereien nehmen die Milch der Bauern ab und verhandeln hinterher über den Preis - und das nicht immer zugunsten der Landwirte.
Das Absurde daran ist: Selbst wenn der Verbraucher bewusst teure Milch kauft, unterstützt er damit nicht unbedingt den Bauern - sondern verhilft den Molkereien zu mehr Gewinn.

Milchpreise: Teuer ist's, wenn es Landliebe ist
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der Wahrheit verpflichtet, der Provokation erlegen
Ignore: Pius XII, alle Illuminaten und Johannes Paul II
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Alt 28. Mai 2008, 19:50 Uhr   #16 (Permalink)
Mark Mallokent
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
nein, die Molkereien bestimmen den Literpreis für die Bauern.

und dann gibt es noch das Milchgesetz.



Das Absurde daran ist: Selbst wenn der Verbraucher bewusst teure Milch kauft, unterstützt er damit nicht unbedingt den Bauern - sondern verhilft den Molkereien zu mehr Gewinn.

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Logische Folgerung: Abschaffung des Milchgesetzes und der Subventionen.
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Alt 28. Mai 2008, 19:59 Uhr   #17 (Permalink)
Siran
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Also bei uns sind die Preise für Milch, Sahne, etc. vor ein paar Wochen wieder gesunken. Diese Preiserhöhung war wohl nur vorrübergehend.
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Alt 28. Mai 2008, 20:17 Uhr   #18 (Permalink)
Brimborium
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Zitat:
Zitat von Siran Beitrag anzeigen
Also bei uns sind die Preise für Milch, Sahne, etc. vor ein paar Wochen wieder gesunken. Diese Preiserhöhung war wohl nur vorrübergehend.
Diese Preise sind aber nicht wieder zurück auf das alte Niveau gesunken - sagt meine Frau -

"Früher" lag vor einem halben Jahr haben die Bauern in Durchschnitt 36 Cent/l erhalten. der VK lag bei irgendwelchen 59 Cent.

Der Witz an der Sache ist doch (wie Wahnfried schon bemerkte) das Genossenschaftliche Molkereien ebenso wie Andere die Preise für die Bauern gesenkt für den Verbraucher aber erhöht haben.

Die Bearbeitungskosten je liter Milch werden irgendwo im Bereich von LIDL Brötchen liegen.

Der Gewinn wird maximiert und Erzeuger und Verbraucher zahlen mal wieder die Zeche.


Genossenschaftliche Betriebe die ihre Besitzer" die Bauernschaft" derart unverschämt ausbluten gehören reguliert, aufgelöst und/oder bestraft.
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Alt 28. Mai 2008, 20:24 Uhr   #19 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von Mark Mallokent Beitrag anzeigen
Logische Folgerung: Abschaffung des Milchgesetzes und der Subventionen.
1930 tritt das erste "Milchgesetz" in Kraft

..... das unter anderem die Pasteurisierung, also die Erhitzung und damit Haltbarmachung der Milch vorsah. Damit war ausgeschlossen, dass von Tuberkulose-infizierten Milchkühen der Erreger auch auf den Menschen übertragen wurde.

Planet Wissen - Milch - Dokument Milchgesetz [www_planet-wissen_de]

Welche Subventionen in der Milchwirschaft?

M.E. müsste der gesamte Agrarsektor der EU grundlegend reformiert werden.
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Alt 28. Mai 2008, 20:50 Uhr   #20 (Permalink)
Brimborium
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Zitat:
Zitat von susenn Beitrag anzeigen
Mal 2 Fragen dazu:

1. war dieser Preisanstieg nicht nur kurzfristig?

Pers. habe ich nicht den Eindruck einer kontinuierlichen Preiserhöhung

2. klappt hier die Wettbewerbsregel - Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis?

Bei geringerer Nachfrage kann ich meine Milchkühe ja schlecht für ein paar Tage abstellen, muß sie weiterhin füttern und pflegen.


1.) habe ich schon nach meiner Meinung beantwortet.

2.) nein - klappt nicht.

Wer erinnert sich noch an Milchsee und Butterberg? Entstanden durch völlig verfehlte Subventionspolitik der EU

In diese Reihe gehört auch noch die "Russlandbutter" welche tausende Tonnen EU Butter bezeichnete die seinerzeit alljährlich an die UDSSR verhökert wurde, weit unter dne Preisen zu denen EU Bürger ihre Butter kaufen konnten.

Der Butterberg wurde bis 2007 abgebaut - (erhöhte Nachfrage) es gibt also zur Zeit keine Überproduktion die es rechtfertigen würde den Erzeugern die Preise zu kürzen.

Butterberg – Wikipedia
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