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Alt 28. Mai 2008, 08:47 Uhr   #11 (Permalink)
hse
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Zitat:
Zitat von Brimborium Beitrag anzeigen
Der Gaspreis ist an den Ölpreis gekoppelt, Aber im Gegensatz zum Öl handelt es sich hier überwiegend um langfristige Liefervertrtäge..............................

.............Erklärbar ist dieses offensichtliche Maß an Verblödung seitens der deutschen Energieversorger nur durch das Fehlen aller darwinistischen Grundstrukturen in dieser Branche.
Langfristige Lieferverträge hat wer??
Wintershall, EON, oder welcher andere Gruoße Lieferant, der groß absahnt?

Kleinere, private-/und/oder/unabhängige müssen ihr Gas sehr wohl von Börsenähnlichen Einrichtungen kaufen.
Schließen sie Lieferverträge mit größeren Versorgern ab, machen sie sich von deren Launen abhängig.
Deine Kentnisse auf diesem Gebiet scheinen sehr einseitig.
Wenn Du das Heil der Privatisierung kennenlernen willst, verfolge bitte die Geschichte der GGEW, oder beobachte Vattenfall in Norddeutschland.

Da erkennt man, daß es zwei Seiten der Medaille gibt.

Im übrigen wird die Forderung nach freieren Netzen durch ignorieren von Tatsachen auch nicht preiswerter.
hse ist offline   Mit Zitat antworten Direkt antworten
Alt 28. Mai 2008, 10:27 Uhr   #12 (Permalink)
Brimborium
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Zitat:
Zitat von hse Beitrag anzeigen
Langfristige Lieferverträge hat wer??
Wintershall, EON, oder welcher andere Gruoße Lieferant, der groß absahnt?

Kleinere, private-/und/oder/unabhängige müssen ihr Gas sehr wohl von Börsenähnlichen Einrichtungen kaufen.
Schließen sie Lieferverträge mit größeren Versorgern ab, machen sie sich von deren Launen abhängig.
Deine Kentnisse auf diesem Gebiet scheinen sehr einseitig.
Wenn Du das Heil der Privatisierung kennenlernen willst, verfolge bitte die Geschichte der GGEW, oder beobachte Vattenfall in Norddeutschland.

Da erkennt man, daß es zwei Seiten der Medaille gibt.

Im übrigen wird die Forderung nach freieren Netzen durch ignorieren von Tatsachen auch nicht preiswerter.

Einseitige Kenntnis - soso... Was soll das denn sein?



85 - 90 % der Gaslieferungen werden durch langfristige Lieferverträge gedeckt.

Für Börsengeschäfte und Spotmarkets baut man keine Pipelines - und sooo viele Gastanker fahren nicht von Hüü nach Hott

Dein Argument - kleiner Anbieter würden sich abhängig machen - egal von was oder wem - ist irrelevant. Denn GENAU darum geht es ja. Gute Verträge aus zu handeln bzw die Unfähigkeit solche zu schließen.

JEDER Kunde egal aus welcher Branche macht sich durch Lieferverträge mehr oder weniger abhängig von seinen Lieferanten - wieso sollte das für die Energieversorger jetzt ein besonderes Problem darstellen?

Niemand zwingt diese nur bei einem Lieferanten zu kaufen und somit "abhängig" zu werden in dem von dir beschriebenen Sinn.

Abgesehen davon dass die Gefahr von irgendwelchen "Launen" abhängig zu sein doch wohl völlig offensichtlich erheblich größer ist, wenn ich auf Spotmärkte setze als als wenn ich auf Lieferverträge setze.

Du verdrehst hier die Realität.

Selbst dein Argument der Netzkosten ist falsch - denn dafür (Erhalt Ausbau etc) ist das Geld aus der Grundgebühr gedacht, dass - na wer wohl? - der Endkunde zahlt.
In der Kalkulation des Gaspreises hat dieser Posten nichts verloren - auch wenn es noch so oft wiederholt wird, bleibt die gegenteilige Behauptung falsch. Augenwischerei und sonst nichts.


Die Gas Sparten der Energieversorger sind seit Jahrzehnten ohne echten Wettbewerb und dort wurden Abermilliarden verdient, ohne irgendeine bedeutsame unternehmerische Gegenleistung.

Das hat dafür gesorgt, das die Jungs und Mädels dort, zu so etwas offenbar gar nicht mehr in der Lage sind.

Es ist auf Dauer immer schlecht wenn man vor lauter Geldgier das Objekt der Begierde und dessen Bedürfnisse aus den Augen verliert und vergisst das der Kunde die Rechnungen bezahlt.

Sonst würde der zart aufkeimende Wettbewerb doch nicht für so ein Gejaule und Gewimmer sorgen.


Im Übrigen bin ICH sicher nicht für Privatisierungen zu gewinnen. Da üblicherweise von den "gesparten den Staatshaushalt entlastenden Kosten" nichts beim Normalbürger ankommt.
__________________
Die Geschichte lehrt die Menschen dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
[i](Mahatma Gandhi - Pazifist und Menschenrechtler, 1869-1948)

Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.
(Ingeborg Bachmann - Schriftstellerin, 1926-1973)
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Alt 28. Mai 2008, 12:44 Uhr   #13 (Permalink)
hse
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Keine Privatisierung und mehr Wettbewerb?

Wie geht denn das?

Genossenschaftlich, oder wie?
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Alt 28. Mai 2008, 12:51 Uhr   #14 (Permalink)
Brimborium
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Zitat:
Zitat von hse Beitrag anzeigen
Keine Privatisierung und mehr Wettbewerb?

Wie geht denn das?

Genossenschaftlich, oder wie?


Du glaubst gar nicht, wen ich alles verstaatlichen würde, wenn es an mir wäre.

Ich muss mich als Demokrat allerdings mit den Gegebenheiten abfinden.

Daher reichte es völlig aus, wenn die Politik ihrer Schutzpflicht dem Bürger gegenüber nachdrücklich nachkäme.

Ich habe nichts dagegen wenn Unternehmen sich blöd verdienen - aber zusätzlich noch dumm und dämlich, das muss nicht sein.

Gejammer von diesen Seiten wird eigenartiger Weise immer nach gegeben und stets zu Lasten der Bürger.

Wer wie die Energieversorger trotz beidhändiger Geldverschwendung und enormer Dividenden immer noch unverschämt viel Geld verdient, gehört gedeckelt, gemaßregelt und zur Ordnung gerufen, wenn er mit gierigen Augen schon die nächsten unnötigen Preisrunden ankündigt.

Das "wie" kann man sicher in einem anderen Strang erörtern.
__________________
Die Geschichte lehrt die Menschen dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
[i](Mahatma Gandhi - Pazifist und Menschenrechtler, 1869-1948)

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(Ingeborg Bachmann - Schriftstellerin, 1926-1973)
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Alt 28. Mai 2008, 13:37 Uhr   #15 (Permalink)
hse
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Okay, ich fange an zu verstehen, was Du meinst.
Das Internet ist wirklich das genialste Medium sich falsch zu verstehen.

Oder mit anderen Worten:

Früher stritt ich mit den Nachbarn, heute mit der ganzen Welt.

Im Grunde scheinen wir die Sache ja ähnlich zu sehen.
Das einzige, wo ich Dir noch widersprechen möchtze ist der Grundpreis.

Wenn, wie geplant auch das Zählerwesen privatisiert wird, wird der Grundpreis, der dann an den mitbewerbenden Anbieter gezahlt wird, einzig für den Eichwechsel draufgehen.

Die Erschließungskosten und auch die Erhaltunskosten werden dann sehr wohl ein Thema sein, das von allen(den Verbrauchern) zu tragen ist.

Nochmal kurz zu den bindenden Fristen bei Gaslieferverträgen.
In Südhessen hat ein Versorger einen ganz cleveren Liefervertrag mit einem US-amerikanischen Lieferanten geschlossen.
Der stellte zu Golfkriegszeiten die Lieferungen aus dem Golf von Mexico ein.
Plan B ist dann aus dem Ringverbundnetz der Nachbarschaft Gas einzukaufen, und weiterzuverhökern.

Da in diesem Falle keine großen Abnahmemengen garantiert und verhandelt werden diktiert der Verkäufer(in diesem Falle EON) den Preis, und der ist richtig hoch.

Und das ist nur eine Episode.
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Alt 28. Mai 2008, 13:48 Uhr   #16 (Permalink)
Brimborium
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Zitat:
Zitat von hse Beitrag anzeigen
..........

Wenn, wie geplant auch das Zählerwesen privatisiert wird, wird der Grundpreis, der dann an den mitbewerbenden Anbieter gezahlt wird, einzig für den Eichwechsel draufgehen.
So wird es wohl kommen - das ist aber nur ein Symptom für die schon erkannte Erkrankung.

FRÜHER hat man als Verbraucher sein Gas und die Zählergebühr bezahlt. Für das Versorgungsunternehmen war das eine Gesamtkalkulation.

Wird jetzt privatisiert bis in die letzte Darmzotte, muss auf einmal der Zählerputzer Gewinne erwirtschaften, der Groß- Einzel- und Zwischenhändler, der Spotmarkt Trader, dessen Friseur, die finazierenden Banken und natürlich auch stets deren Aktionäre.

Die Instandhaltungskosten für das Netz zahlt NATÜRLICH möchte man sagen - der Verbraucher.

Für mich ist das so als ob mein Eismänneken mir im Sommer das Eis aus Kostengründen flüssig überreicht - aber teurer als früher.
__________________
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Alt 31. Mai 2008, 22:42 Uhr   #17 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von Brimborium Beitrag anzeigen
Wer wie die Energieversorger trotz beidhändiger Geldverschwendung und enormer Dividenden immer noch unverschämt viel Geld verdient, gehört gedeckelt, gemaßregelt und zur Ordnung gerufen, wenn er mit gierigen Augen schon die nächsten unnötigen Preisrunden ankündigt.

Das "wie" kann man sicher in einem anderen Strang erörtern.
Zum "wie" :

RWE kapituliert vor der EU-Kommission

Zitat:
Für die Brüsseler Wettbewerbshüter ist es ein großer Erfolg: Der Energieriese RWE beugt sich dem Druck und will sein deutsches Ergasnetz an einen Dritten verkaufen. Der Konzern will so einem jahrelangen Rechtsstreit entgehen - und mögliche Bußgelder vermeiden.
Verkauf des Gasnetzes: RWE kapituliert vor der EU-Kommission - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten

und einige behaupten immer die EU tauge nichts!
Wenn ich permanent lese, welche Höhe an Bußgeldern Brüssel
an deutsche (und andere) Konzerne verhängt hat,
das wäre im nationalen Rahmen überhaupt nicht möglich.
__________________
der Wahrheit verpflichtet, der Provokation erlegen
Ignore: Pius XII, alle Illuminaten und Johannes Paul II
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Alt 01. Jun 2008, 10:05 Uhr   #18 (Permalink)
hse
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Ort: Südhessen
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Moin

Das ist Augenwischerei.
Das Fernleitungsnetz übernehmen dann Beteiligungen der RWE.
Die RWE ist an fast jedem Stadtwerk-/Energierversorger beteiligt, so wie EON auch, wenn nicht selbst, dann über Wintershall, oder die Thügas.

Nicht anders würde die Sache, holte man sich ausländische Investoren.
Auch, oder besonders die unterlegen einem Gewinnversprechen an dritte, ich erkenne keinen Unterschied

Warten wir mal ab, was das an Preisnachlass bringt.

Momentan wird , wie schon oft leeres Stroh gedroschen, weil es das Thema hergibt.

stefan
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