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Alt 21. Apr 2008, 13:48 Uhr   #1 (Permalink)
MorganLeFay
milkaholic
 
Benutzerbild von MorganLeFay
 
Registriert seit: Feb 2007
Ort: Dundee
Beiträge: 2.837
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Zitat:
Zitat von dichterDenker Beitrag anzeigen
Danke für die Erklärung.
Aber im großen und ganzen ist das alleine noch kein Problem.
Geringere Produktivität bei niedriger Arbeitslosigkeit ist immerhin besser als höhere Produktivität bei hoher Arbeitslosigkeit, solange die Wirtschaftsleistung gleich bleibt.
Jain. Das mag kurzfristig betrachtet so sein. Allerdings bedeutet eine hoehere Produktivitaet langfristig auch eine hoehere Wirtschaftsleistung, die wiederum Leute durch Einkommensmultiplikatoren (Einkommen kreiert weiteres Einkommen) besser dastehen oder in Lohn und Brot bringen kann.

Zitat:
Das fettmarkierte möchte ich dann aber noch anzweifeln.
Z.B.: Ein Kind braucht eine lebensrettende OP.
Der Vater, der die nicht bezahlen kann, bettelt einen Millionär an und der antwortet darauf, dass er für sein Geld lieber seiner Frau eine Schönheitsop spendiert.
Vollkommen richtig. Allerdings ist das eine Mikrobetrachtung. Meine Aussage bezog sich auf die Makroebene: Wenn man den Markt entscheiden laesst wird er - wiederum langfristig - "gute" Arbeit belohnen. So wird sich ein Land irgendwo immer spezialisieren und nciht versuchen, autark alles selber zu machen, weil das mit insgesamt hoeheren Kosten verbunden ist.

Dein Beispiel mit dem Kind ist ein Fall von Marktversagen. Und da bin auch ich der Meinung, dass der Staat regelnd eingreifen muss, um moeglichst derartige Situationen zu verhindern.
__________________
So when you're asked to fight a war that's over nothing, it's best to join the side that's going to win.
MorganLeFay ist offline   Mit Zitat antworten Direkt antworten
Alt 21. Apr 2008, 19:37 Uhr   #2 (Permalink)
dichterDenker
Profillos
 
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.074
Standard

Zitat:
Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
Vollkommen richtig. Allerdings ist das eine Mikrobetrachtung. Meine Aussage bezog sich auf die Makroebene: Wenn man den Markt entscheiden laesst wird er - wiederum langfristig - "gute" Arbeit belohnen. So wird sich ein Land irgendwo immer spezialisieren und nciht versuchen, autark alles selber zu machen, weil das mit insgesamt hoeheren Kosten verbunden ist.

Dein Beispiel mit dem Kind ist ein Fall von Marktversagen. Und da bin auch ich der Meinung, dass der Staat regelnd eingreifen muss, um moeglichst derartige Situationen zu verhindern.
Hmm, inwiefern kann man die Mikro- und Makroebenen überhaupt trennen?
Mikro=kurzzeitig und regional beschränkt?
Makro=langfristig und weit?
Wo fängt Makro und wo Mikro. Und wenn was im Mikro allgemein so läuft, wie kann es im Makro anders laufen?
Aber mir fallen auch Makro-Beispiele ein:
Um bei der Medizin zu bleiben - was ist mit Medikamenten, die hier entwickelt und patentiert werden, aber nie dorthin kommen, wo sie benötigt werden, weil die Leute sie sich nicht leisten könnten.
Was ist mit Umwelt, z.B. Wäldern? Die sind nicht nur für die Landwirtschaft eines Landes wichtig werden aber teilweise einfach niedergewalzt um an das wenige Holz zu kommen, dass einen "Wert" hat.

Ich meine das grundlegende Problem ist doch, dass die Theorie überhaupt nicht den Fall einberechnet, dass jemand der für etwas wichtiges (sei das jetzt zum überleben oder um ein "tolles" neues Produkt zu entwickeln) eine Ware braucht u.U. weniger Geld hat um sie zu bezahlen, als irgendjemand, der damit nur was ziemlich unwichtiges (oder gar bösartiges - z.B. Jamba-Klingeltöne komponieren) anfängt.

Zitat:
Jain. Das mag kurzfristig betrachtet so sein. Allerdings bedeutet eine hoehere Produktivitaet langfristig auch eine hoehere Wirtschaftsleistung, die wiederum Leute durch Einkommensmultiplikatoren (Einkommen kreiert weiteres Einkommen) besser dastehen oder in Lohn und Brot bringen kann.
Hmm...
Gut, soweit können wir auf jeden Fall übereinkommen - mehr Produktivität ist besser.
Aber wird den dieser Vorteil auch wirklich ausgenutzt? Momentan scheint die Arbeitslosigkeit ja eher Probleme zu schaffen, als Einkommensmultiplikatoren.
dichterDenker ist offline   Mit Zitat antworten Direkt antworten
Alt 22. Apr 2008, 00:39 Uhr   #3 (Permalink)
Meister Brubbel
Cheeseboiger!
 
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.299
Standard

zu hoffen, dass der mensch sich bei etwas beschränkt, was aber ausgenutzt einen wert hätte .... nun ja, dies ein unerfülltes hoffen es bleibt.
__________________
es geht um den sinn.
es geht um die syntax.
was zwischen den zahlen steht, das ist wichtig!
Meister Brubbel ist offline   Mit Zitat antworten Direkt antworten
Alt 22. Apr 2008, 08:33 Uhr   #4 (Permalink)
senchi
Sehender
 
Benutzerbild von senchi
 
Registriert seit: Jan 2008
Ort: wo ich mich zu Hause fühle
Beiträge: 1.802
Cool

Zitat:
Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
Allerdings bedeutet eine hoehere Produktivitaet langfristig auch eine hoehere Wirtschaftsleistung, die wiederum Leute durch Einkommensmultiplikatoren (Einkommen kreiert weiteres Einkommen) besser dastehen oder in Lohn und Brot bringen kann.
Das ist absolut richtig und ein Grundgesetz wirtschaftlicher Entwicklung.
Daran können weder mikro- noch makroökonomische Betrachtungen rütteln.
__________________
Links oder Rechts zu sein, ist ein Zeichen einer halbseitigen politischen und geistigen
Lähmung.
(Ortega Y Gasset)
senchi ist offline   Mit Zitat antworten Direkt antworten
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