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Alt 09. Jan 2008, 11:40 Uhr   #11 (Permalink)
SAINT-JUST
Für Notschlachtung
 
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Ort: lichtdurchflutetes Elysium
Beiträge: 1.306
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Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Darum geht es, von Preissteigerungen ist niemand ausgenommen. Es ist deshalb absolut einseitig und falsch auf die "Armut" von Hartz-Beziehern hinzuweisen wenn man dabei alle anderen außer Acht läßt.
Preissteigerung für alle wäre ein anderes Thema; niemand behauptet, dass dies nicht für alle gelten sollte.
Würde es deine Freunde denn so sehr jucken, wenn der Differenzbetrag bei H4-Betroffenen um 80€ gegenüber ihrem Betrag schmelzen würde ? Auch deine Freunde haben Aufstockungsmöglichkeiten.


Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Wir können gerne auch über den Geist der Weihnacht reden oder willst Du mir erklären wie man Glück materiell aufwiegen kann?
Aha, die "Glücklich ohne Geld"- Schiene. Darin stimme ich mit dir sogar überein, man kann sicher auch ohne viel Geld glücklich sein und ich bin mir sicher, dass viele, die nicht arbeiten und wenig Geld haben, ein glücklicheres Leben führen als welche, die arbeiten und etwas mehr Geld haben.
Aber: Wiegen denn deine arbeitenden Freunde ihr Glück materiell auf ? Wieso sollen die denn was dagegen haben, wenn Menschen, die noch Einiges weniger bekommen, etwas mehr bekommen ? (aber deswegen noch lange nicht das Einkommensniveau deiner Freunde erreichen).
Andererseits ist es auch unschön, wenn man sich und anderen nichts kaufen kann, bei jeden Lebkuchen oder kleineren Dingen den Cent umdrehen muss. Unterschätz das nicht


Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Das betrifft andere ebenso. Und die müssen zusätzlich noch selbst z. Bsp. fürs Alter vorsorgen.
Altersvorsorgung ist in gewissem Sinne Luxus, H4-Betroffene können sich das schon mal gar nicht leisten.
__________________
ALLES WOLLEN ENTSPRINGT AUS BEDÜRFNIS, ALSO AUS MANGEL. DAUERNDE BEFRIEDIGUNG KANN KEIN ERLANGTES OBJEKT DES WOLLENS GEBEN. DAS SUBJEKT DES WOLLENS LIEGT BESTÄNDIG AUF DEM DREHENDEN RADE DES IXION, SCHÖPFT IMMER IM SIEBE DER DANAIDEN, IST DER EWIG SCHMACHTENDE TANTALUS
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Alt 09. Jan 2008, 11:51 Uhr   #12 (Permalink)
Ximus
Am Israel Chai!
 
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Beiträge: 3.580
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Zitat:
Zitat von SAINT-JUST Beitrag anzeigen
Aber: Wiegen denn deine arbeitenden Freunde ihr Glück materiell auf ? Wieso sollen die denn was dagegen haben, wenn Menschen, die noch Einiges weniger bekommen, etwas mehr bekommen ? (aber deswegen noch lange nicht das Einkommensniveau deiner Freunde erreichen).
Die entscheidende Frage nach der Finanzierung wird überhaupt nicht gestellt. Der Fokus liegt primär auf der "Armut" von Hartz-Beziehern, es scheint fast so als willst Du diejenigen die Widersprüche haben von Anfang an als Unmenschen abstempeln. Ma sollte den Sozialisten auch einmal zuhören wenn sie nach mehr Geld forden, im Nebensatz erwähnte Lafonaine, daß er die Steuer erhöhen will um selbiges zu finanzieren. Trotzdem klatschen die Leute - paranoid, oder weil sie ganz genau wissen das sie als Leistungsempfänger die Zeche nicht bezahlen brauchen!

Zitat:
Altersvorsorgung ist in gewissem Sinne Luxus, H4-Betroffene können sich das schon mal gar nicht leisten.
Stichwort Riester. Kann ein Hartz-Bezieher sogar beim Amt als Vorsorgeaufwand geltend machen.
__________________
"Das was gerade in Hessen passiert finde ich sehr spannend, es ist auch mal schön, wenn Politik nicht immer von Profis gemacht wird." Dieter Nuhr.
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Alt 09. Jan 2008, 12:21 Uhr   #13 (Permalink)
Fokker
Letitreztuneb
 
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Registriert seit: Mai 2007
Beiträge: 280
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Wenn bestimmte Kosten nach Bedarf übernommen werden, hat eine Familie am Ende auch mehr Geld, Saint-Just. Welche Kosten übernommen werden sollten, müsste man noch klären - Aufwendungen für die Bildung der Kinder stehen hierbei für mich außer Frage. Damit kommt man mMn gerade Kindern aus der "Unterschicht" entgegen, indem man ihnen so zumindest alle (materiellen) Möglichkeiten in der Schule bietet!

Außerdem glaube ich nicht, dass eine Erhöhung um 73 EUR, wie vom Threadersteller gefordert, alle Probleme löst. Die Leute die jetzt mehr Geld fordern werden es dann immer noch tun.
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Alt 09. Jan 2008, 13:02 Uhr   #14 (Permalink)
SAINT-JUST
Für Notschlachtung
 
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Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Die entscheidende Frage nach der Finanzierung wird überhaupt nicht gestellt. Der Fokus liegt primär auf der "Armut" von Hartz-Beziehern, es scheint fast so als willst Du diejenigen die Widersprüche haben von Anfang an als Unmenschen abstempeln. Ma sollte den Sozialisten auch einmal zuhören wenn sie nach mehr Geld forden, im Nebensatz erwähnte Lafonaine, daß er die Steuer erhöhen will um selbiges zu finanzieren. Trotzdem klatschen die Leute - paranoid, oder weil sie ganz genau wissen das sie als Leistungsempfänger die Zeche nicht bezahlen brauchen!
Ich stemple doch jene nicht als Unmenschen ab !! Finde es aber in Ordnung, wenn die Reichen mehr zur Kasse gebeten werden.
Wenn du schon den Kirchenmausmenschen entgegenschleuderst, dass Geld nicht glücklich macht, musst du das auch jenen entgegenschleudern, die trotz Arbeit jeden Cent scheinbar umdrehen müssen.
Die klatschenden Leute sind beileibe nicht alles Menschen, die selbst nicht betroffen sind (zur Kasse beten), sondern Menschen u.a., die selbst wissen, wie es sein kann oder einfach Menschen, die eine Legitimation dieser Diskrepanz als Ungerechtigkeit empfinden.




Zitat:
Zitat von Fokker Beitrag anzeigen
Wenn bestimmte Kosten nach Bedarf übernommen werden, hat eine Familie am Ende auch mehr Geld, Saint-Just. Welche Kosten übernommen werden sollten, müsste man noch klären - Aufwendungen für die Bildung der Kinder stehen hierbei für mich außer Frage. Damit kommt man mMn gerade Kindern aus der "Unterschicht" entgegen, indem man ihnen so zumindest alle (materiellen) Möglichkeiten in der Schule bietet!
Das ist ja soweit in Ordnung, Fokker, aber damit vergisst man die, die jetzt unten stehen und die, die wegen irgendwelcher Gründe in der Zukunft unten stehen werden.
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Alt 09. Jan 2008, 13:10 Uhr   #15 (Permalink)
Fokker
Letitreztuneb
 
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Welche Personen meinst du damit und wieso werden die durch bedarfsabhängige Zuschüsse nicht berücksichtigt?
Es muss ja ein gewisser Anreiz bestehen, wieder eine Arbeit aufzunehmen und sei es nur ein Ein-Euro- oder Mini-Job.
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Alt 09. Jan 2008, 13:23 Uhr   #16 (Permalink)
SAINT-JUST
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Bei dir muss noch geklärt werden und deine durchaus überdenkenswerten Vorschläge sind ja prophylaktischer Natur. Es wird aber immer Menschen geben, die durchs Raster fallen und es gibt die, die jetzt an der Armutsgrenze leben.
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Alt 09. Jan 2008, 13:29 Uhr   #17 (Permalink)
Fokker
Letitreztuneb
 
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C'mon, als wenn schon alles bei einer generellen Erhöhung des Regelsatzes geklärt wäre.
Menschen, die durchs Raster fallen wird es immer geben.
Wieviel Geld versackt bei uns im Staat, weil man nach dem Gießkannen-Prinzip vorgeht?
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Alt 09. Jan 2008, 13:55 Uhr   #18 (Permalink)
SAINT-JUST
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Zitat:
Zitat von Fokker Beitrag anzeigen
Menschen, die durchs Raster fallen wird es immer geben.
Wieviel Geld versackt bei uns im Staat, weil man nach dem Gießkannen-Prinzip vorgeht?
Eben und darum sollten die, die durchs Raster fallen, menschenwürdiger abgesichert werden und dieses "menschenwürdige" ist bei anhaltenden Preissteigungen kaum mehr gegeben.

Und das "Gießkannenprinzip" ist nur vordergründig ein Gleichheitsgießen.
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Alt 09. Jan 2008, 14:13 Uhr   #19 (Permalink)
Fokker
Letitreztuneb
 
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Aber das Gießkannenprinzip würde man mit einer generellen Erhöhung der Bezüge wiederum nutzen.
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Alt 09. Jan 2008, 14:38 Uhr   #20 (Permalink)
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Wenn man die bisherige Form vom Gießkannenprinzip anwendet, wirds natürlich nichts. Diese Form müsste noch reformiert werden.
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