Berliner Umschau - Deutsche Unternehmen verlagern Arbeitsplätze zurück
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Mit dem Schreckgespenst Outsourcing war und ist die massenhafte Verlagerung deutscher Arbeitsplätze in Billiglohnländer verbunden. Doch mittlerweile kehren Firmen wieder verstärkt nach Deutschland zurück. Während die Auslagerung von IT-Dienstleistungen relativ wenig Probleme verursacht, sind produzierende Unternehmen von der Situation weit weniger begeistert. (...)
Die nicht einkalkulierten Schwierigkeiten sind dabei enorm und vielfältig. Liefertermine werden zum Beispiel oft nicht eingehalten, die Qualität der Produkte ist zumeist mangelhaft.(...)
Dazu kommen allerdings in vielen Ländern auch Zollprobleme, die Lieferungen tagelang blockieren können. Eine schlechte Infrastruktur und mangelnde Ausbildung der Mitarbeiter sind auch nicht selten. Niedrige Löhne und günstigere Steuern machen diese vielen Probleme nicht wett.(...)
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Nun ja, bestimmte Bereiche könnten immer noch von Ostverlagerungen profitieren - aber gerade für produzierende Betriebe habe ich das Chaos selber erfahren dürfen.
Wenn Koordination mangels gleicher Sprache krankt, "Führungskräfte" in osteuropäischen Betrieben nicht selten die dreifache Menge Mitarbeiter führen sollen und dann auch noch die jeweilige Mentalität für Probleme sorgt, fressen die Fehler- und Folgekosten schnell jeden angeblichen Standortvorteil auf.
Kommen dann noch doppelte Logistik und Overheads dazu, kann sich hier jeder ausrechnen, wohin die Ostverlagerung geführt hat...
Und damit habe ich die stetig ansteigenden Löhne in den Ostbetrieben ebenso wenig mit aufgeführt wie Produktpiraterie, die eben nicht nur in China, sondern gerade in Rumänien, Polen und Slowenien immer wieder vorkommen.
Nicht falsch verstehen: Ich bin ein Befürworter der Ostöffnung der EU. Aber eben nur genau deswegen, dass sich nun der Ostmarkt nicht mehr nur über "billiger" platzieren kann.
Eine der wenigen guten Nachrichten der letzten Zeit - oder etwa nicht?
Viel Spaß bei der Diskussion...
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