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Alt 29. Apr 2008, 19:18 Uhr   #41 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von AlterEgo Beitrag anzeigen
Komisch, man konnte über Jahrtausende Heringe fangen ohne "alle aufzuessen". Die Ausrottung ganzer Spezies begann immer erst als die Anzahl der hungrigen Mäuler rapide zu steigen begann ****
Zitat:
Komisch, ab etwa 1500 verminderten sich stetig die Heringsschwärme in der Ostsee, bis sie Mitte des 16. Jahrhunderts fast völlig ausblieben. Mit der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung des Nordseeherings ab dem Ende des 15. Jahrhunderts begann der Aufstieg der niederländischen Generalstaaten und der Abstieg der Hanse.
(wiki)

Die Ausrottung begann schon eher; der Hering als "Arme-Leute-Essen" wurde überfischt oder war das Klima schuld?
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Alt 29. Apr 2008, 19:33 Uhr   #42 (Permalink)
Meister Brubbel
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zumal er auch das vielleicht bedeutendste handelsgut der hanse wurde ...
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Alt 29. Apr 2008, 19:39 Uhr   #43 (Permalink)
MissMarple
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Also so schlimm ist es mit der Überfischung der Heringe nicht mehr, Wahnfried. Dagegen hat man mit Erfolg etwas unternommen. Sie vermehren sich rasant und wachsen auch schnell.

Darauf zu achten ist allerdings beim Heringsverzehr auf Ostseeheringe, weil die schadstoffbelastet sind. Aber wer weiss das schon, woher sein Hering kommt, wenn er zubereitet wird.......
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Alt 30. Apr 2008, 07:48 Uhr   #44 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von AlterEgo Beitrag anzeigen
Komisch, man konnte über Jahrtausende Heringe fangen ohne "alle aufzuessen". Die Ausrottung ganzer Spezies begann immer erst als die Anzahl der hungrigen Mäuler rapide zu steigen begann ***
Komisch, die Ausrottung der Spezies begann mit der Industrialisierung des Fischfanges und hat mit Umweltschützern nichts zu tun; denn die gab es in den 70er Jahren noch gar nicht.

Zitat:
Gegen 90 Millionen Tonnen Fisch im Verkaufswert von gegen 100 Milliarden Franken werden derzeit jährlich gefangen und anschliessend verarbeitet – eingelegt und eingedost, filetiert, paniert oder mariniert, zu Schlemmerfilets und Fischstäbchen verarbeitet. Kein Wunder, hält die Welternährungsorganisation (FAO) 70 Prozent der kommerziellen Fischbestände für überfischt oder gar erschöpft. Was die ganze Sache noch massiv verschlimmert, ist der so genannte Beifang, also Tiere, die ins Netz gehen, aber von den Fischern nicht genutzt werden: Rund 30 Millionen Tonnen Meerestiere – darunter auch Delfine, Haie und Schildkröten – werden weltweit jedes Jahr tot über Bord ins Meer geworfen.
Zitat:
Immer weiter hinaus und immer tiefer hinab dringen die Fischer. Grundschleppnetze erlauben es, bis in Tiefen von 1500 Meter zu fangen. Und diese Art von Fischerei hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit Angeln zu tun: Die Schiffe ziehen bis zu 200 Meter lange Netze hinter sich her, die durch tonnenschwere Eisengewichte am Grund gehalten werden. Zusätzlich werden Scherbretter über den Meeresboden gezogen, die den Boden richtiggehend umpflügen, um Fische, die sich dort verstecken, ins Netz zu scheuchen. Jedes dieser Scherbretter wiegt bis zu 10 Tonnen und vernichtet alles Leben – Fische, Schnecken, Muscheln und Korallen. Besonders in den Gebieten der Seamounts wird diese Technik angewandt, da deren Gipfel und Hochplateaus relativ weit nach oben unter die Wasseroberfläche reichen.


Es sind nur ganz wenige Länder, die derart zerstörerisch in die Artenvielfalt der Tiefsee eingreifen und einen immensen Schaden hinterlassen: Spanien, Russland, Portugal, Norwegen, Estland, Dänemark, Japan, Litauen, Island, Neuseeland und Lettland waren im Jahr 2001 für 95 Prozent des Fischfangs mit Grundschleppnetzen verantwortlich. Spanien kommt dabei eine traurige Spitzenposition zu: Dieses Land bringt allein rund 40 Prozent des weltweiten Tiefseefangs ein. Und es ist eines der skrupellosesten Fischereiländer, das im Übrigen auch nicht davor zurückschreckt, in der Antarktis illegalen, unkontrollierten Fischfang zu betreiben.
greenpeace schweiz: Das Meer wird leer

Zitat:
Zitat von MissMarple Beitrag anzeigen
Also so schlimm ist es mit der Überfischung der Heringe nicht mehr, Wahnfried. Dagegen hat man mit Erfolg etwas unternommen. Sie vermehren sich rasant und wachsen auch schnell.
Die Ostsee ist ein kleines Binnenmeer und die fischenden Anrainerstaaten haben alle die gleichen Interessen, aber nicht wenn sie vor der Küste Westafrikas ihre Raubzüge durchführen.

Übrigens,
beteiligen sich heute Binnenländer am Raubbau der Meere, Mongolei u.ä., die früher den Fischfang nicht kannten.
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Alt 30. Apr 2008, 08:55 Uhr   #45 (Permalink)
AlterEgo
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
(wiki)

Die Ausrottung begann schon eher; der Hering als "Arme-Leute-Essen" wurde überfischt oder war das Klima schuld?
Und?

Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
Komisch, die Ausrottung der Spezies begann mit der Industrialisierung des Fischfanges und hat mit Umweltschützern nichts zu tun; denn die gab es in den 70er Jahren noch gar nicht.
Was ein riesengroßer Unfug. Bewussten Umweltschutz gibt es mindestens seit dem 19. Jahrhundert als man durch die Forschung begann die Natur in immer größerem Umfang zu begreifen. Ein anderes willkürliches Beispiel: Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde exakt 1970 ausgewiesen.

Genauso wie die Ausrottung ganzer Spezies schon edlen Wilden, Naturvölkern, Römern und mittelalterlichen Trappenjägern gelang. Es war als aller erstes immer der Nahrungsmittelkonkurrent oder die Nahrung selbst die durch Dummheit ausgerottet wurde bevor durch die fortschreitende Besiedlung der Lebensraum schlussendlich völlig zerstört wurde. Und dieses Problem lässt sich nur durch eine aktive Bevölkerungspolitik lösen, denn auch der anspruchloseste Veganer muss irgendwo leben und irgendwo hinscheißen.

Geändert von AlterEgo (30. Apr 2008 um 08:55 Uhr Uhr). Grund: Doppelpost zusammengeführt
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Alt 30. Apr 2008, 08:56 Uhr   #46 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von AlterEgo Beitrag anzeigen
Und?
nicht verstanden? deine Behautptung ist falsch:

Zitat:
Zitat von AlterEgo
Komisch, man konnte über Jahrtausende Heringe fangen ohne "alle aufzuessen". Die Ausrottung ganzer Spezies begann immer erst als die Anzahl der hungrigen Mäuler rapide zu steigen begann ****
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Alt 30. Apr 2008, 11:11 Uhr   #47 (Permalink)
AlterEgo
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
nicht verstanden? deine Behautptung ist falsch:
Nur wenn man sie bösen Willens liest. Ein lokaler Bevölkerungsanstieg hat schon immer auch zur lokalen Ausrottung von Nahrungsmittelkonkurrenten und zur lokalen Lebensraumzerstörung geführt (daher gibt es bspw. in Deutschland nur noch 100 Großtrappen und in Spanien oder Russland noch einige 1000) wie eben jetzt der globale Bevölkerungsanstieg zur globalen Vernichtung ganzer Arten führt.
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Alt 30. Apr 2008, 11:18 Uhr   #48 (Permalink)
Meister Brubbel
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Zitat:
Zitat von AlterEgo Beitrag anzeigen
Bewussten Umweltschutz gibt es mindestens seit dem 19. Jahrhundert als man durch die Forschung begann die Natur in immer größerem Umfang zu begreifen.
falls auf die forstwirtschaft anspielen du tust - dein vergleich, er hinkt. man hat sich ansatzweise (und das erst im späten, wenn nicht ende des 19. jahrhunderts) für den wald wissenschaftlich zu interessieren begonnen. aber auch das nur, um mehr herauszuholen. denn zwischen der steinzeit und der zeit von kohle und stahl, hat die menschheit grösstensteils in der "hölzernen zeit" gelebt. die produktmenge aus metallen war noch bis hinein ins 20. jahrhundert minimal.
also, mehr und besser gewachsenes holz durch waldumbau und gezielte aufforstung mit fremdlingen (pflanzentechnische fremdlinge), niederhaltung des wildbestands, um den baumverbiss zu unterbinden usw.
das ist alles andere, aber kein umweltschutz, wie wahnfried ihn meinte ...
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Alt 30. Apr 2008, 11:52 Uhr   #49 (Permalink)
AlterEgo
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Zitat:
Zitat von Meister Brubbel Beitrag anzeigen
falls auf die forstwirtschaft anspielen du tust - dein vergleich, er hinkt. man hat sich ansatzweise (und das erst im späten, wenn nicht ende des 19. jahrhunderts) für den wald wissenschaftlich zu interessieren begonnen. aber auch das nur, um mehr herauszuholen. denn zwischen der steinzeit und der zeit von kohle und stahl, hat die menschheit grösstensteils in der "hölzernen zeit" gelebt. die produktmenge aus metallen war noch bis hinein ins 20. jahrhundert minimal.
also, mehr und besser gewachsenes holz durch waldumbau und gezielte aufforstung mit fremdlingen (pflanzentechnische fremdlinge), niederhaltung des wildbestands, um den baumverbiss zu unterbinden usw.
das ist alles andere, aber kein umweltschutz, wie wahnfried ihn meinte ...
Das meinte ich auch nicht. Wahnfried kann sich zum Aufwärmen ja mal mit John Muir beschäftigen und mir danach erklären wie es zu einem Nationalpark Bayerischer Wald kommen konnte obwohl der Umweltschutz in den 70ern noch nicht erfunden war.

Wenn man unter Umweltschutz natürlich eine Ökosteuer versteht von der die größten Umweltverschmutzer befreit sind, gut, DAS gab es damals wirklich noch nicht.
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Alt 30. Apr 2008, 12:18 Uhr   #50 (Permalink)
Scotty
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Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Ich wiederhole nocheinmal, es ging um die Frage ob man Walfleisch essen würde. Von Ausrottung hat niemand außer Dir gesprochen. Fangquoten ignorierst Du vehement.
Fangquoten? Auf wie viele Länder willst du die Fangqoten erhöhen?
Oder willst Du den bereits jetzt jammernden Walfangländern die Fangquoten kürzen?
Der Spruch mit dem Bauern und seinem unbekanntem Essen mag zwar zutreffen.
Nur sind die meisten hier wohl keine Bauern. Ich brauch mir keinen künstlichen Bedarf von Walfleisch einreden oder einreden lassen.
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Member IG Whisk(e)y
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