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Alt 22. Mär 2008, 09:45 Uhr   #11 (Permalink)
Wahnfried44
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Ort: In der Stadt, die Wissen schafft
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[quote=dichterDenker;75950]Nunja, es wird halb aber nach wie vor real verbraucht.[quote]

Natürlich wird die Wassermenge real verbraucht, aber der Verbrauch wird virtuell addiert. Bei der Berechung des virtuellen Wasserverbrauchs für 1 kg Brot zählt auch der anteilige Wasserverbrauch mit für die Papiertüte, der Hersteller (Maschine u. Mensch), der Transport mit dem LKW, die Lagerung als Weizen und als Brot, usw. die gesamte Herstellungskette.

Zitat:
Und der eigentlich wichtige Punkt ist hier m.E. auch untergegangen.
Wasser wird nicht "verbraucht", es wird bestenfalls verschmutzt.
nun, in der Landwirtschaft, bei der künstlichen Bewässerung, nehmen die Pflanzen das Wasser auf, und es verdunstet an derren Oberfläche.


Zitat:
Die 2000 Liter, die ich für ein T-Shirt brauche kann ich genausogut für das zweite auch hernehmen.
Für das zweite T-shirt muss ein Betrag x an mehr Baumwolle angepflanzt werden, was den Wasserverbrauch wiederum erhöht.

Zitat:
Ein richtiges Modell muss halt das alles berücksichtigen - vielleicht eher so im Sinne von "Wasserumsatz" gegen Wasserregeneration.
Das ist genau der Ansatz für das Modell "virtuelles Wasser", den gesamten quantitativen und qualitativen Kreislauf zu erfassen.

Zitat:
Einfach nur "Absolutverbrauchswerte" aufzuschreiben halte ich für Augenwäscherei.
Es handelt sich bei den virtuellen Wassereinheiten um relative Bezugswerte.
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Alt 23. Mär 2008, 07:01 Uhr   #12 (Permalink)
MissMarple
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und zum "virtuellen" Wasserverbrauch hier nun ein Beitrag zur "realen" Wasserverschwendung:

Wassermangel: Tausende Kinder sterben täglich - Wissenschaft - stern.de

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Alt 23. Mär 2008, 10:36 Uhr   #13 (Permalink)
Wahnfried44
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Ort: In der Stadt, die Wissen schafft
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Zitat:
Zitat von MissMarple Beitrag anzeigen
und zum "virtuellen" Wasserverbrauch hier nun ein Beitrag zur "realen" Wasserverschwendung:

Wassermangel: Tausende Kinder sterben täglich - Wissenschaft - stern.de

und hier ein längeres Beispiel, wie Wassermangel vermieden werden kann, wenn man die Regeln des "virtuellen Wasser" berücksichtigt:

Zitat:
Ägypten ist ein arides Land welches sich am Mittelmeer im Nordosten Afrikas befindet. Die einzige Wasserquelle ist der Nil und das Grundwasser, welches jedoch aufgrund der geringen Niederschläge, nur sehr begrenzt als Quelle von Frischwasser geeignet ist, das es bei zu hoher Ausschöpfung der Grundwasserressourcen, gerade ist küstennahen Gebieten, zur Infiltration von Meerwasser aus dem Mittelmeer und dem Golf von Sues in das Grundwasser kommen kann, was zur Versalzung führen würde und somit das Grundwasser unnutzbar machen würde. Wohl auch aus diesem Grund ist Ägypten eines
der stärksten Importländer von virtuellem Wasser.5 Zur Zeit des römischen Imperiums exportierte Ägypten Getreide nach Rom. Zu dieser Zeit war der Getreideanbau am Nil einer der effizientesten in der damals bekannten Welt. Es wurde Jahrelang eine große Menge virtuelles Wasser nach Rom exportiert. Da die Bevölkerung Ägyptens seitdem gewachsen ist, reichen die vorhandenen Überschwemmungsflächen des Nils heutzutage nicht mehr aus. Heute jedoch ist dieser Prozess invertiert. Der Mittlere Osten und Nordostafrika importieren jährlich 50 Millionen Tonnen Getreide. Müssten diese Länder diese Mengen an Getreide selbst produzieren, würden sie die gesamte Wassermenge benötigen, die jährlich durch den Nil fließt, also den Nil vollständig entleeren. Das entspricht einer Wassermenge von 50³ Kilometern Wasser. (Merrett, Allen, Lant) Die Importe aus Europa und Nordamerika machen es möglich in den ariden Gebieten der Welt die ansässigen Menschenmassen, ohne Ausbeutung der Wasserressourcen. Durch die Importe werden also die heimischen Wasserressourcen geschont und können so anderen Zwecken zugeführt werden. Das so freigestellte Wasser, kann zum beispiel für weniger
Wasserintensive Produkte genutzt werden, oder als Trinkwasser für die Menschen genutzt werden. Ein großes Problem der Islamisch geprägten Staaten ist, dass auf Wasser kein Preis erhoben werden kann, da das Recht auf Wasser im Koran verankert ist. Somit ist es ein schweres Unterfangen den Bürgern solcher Länder einen sparsamen Umgang mit ihrem Wasser beizubringen. In der westlichen Welt wird dieses Bewusstsein durch die
Kosten für Trinkwasser gefördert, da jeder einzelne seine Ausgaben relativ gering halten will.

http://www.hydrology.uni-kiel.de/leh...tual_water.pdf
siehe auch:
Unesco: http://www.unesco-ihe.org/vmp/articl
Neben dem Handel mit CO2-Zertifikaten wird es bald auch eine Börse geben, an der "virtuelle Wassereinheiten" gehandelt werden.
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Alt 24. Mär 2008, 01:07 Uhr   #14 (Permalink)
dichterDenker
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Beiträge: 1.044
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Zitat:
Zitat von Wahnfried
Neben dem Handel mit CO2-Zertifikaten wird es bald auch eine Börse geben, an der "virtuelle Wassereinheiten" gehandelt werden.
Bloß nicht...
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