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Alt 08. Feb 2010, 12:54 Uhr   #11 (Permalink)
Kaffeehaus
Trinker
 
Registriert seit: Okt 2008
Ort: Port Ellen
Beiträge: 571
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Zitat:
Zitat von Curtis Newton Beitrag anzeigen
Wenn in einem Land vor über 100 Jahren die Bevölkerung zwangsmissioniert wurde, wäre sie heute christlich, und es käme zu keinen Christenverfolgungen.
Gleiches gilt für die klassische Mission durch Predigten.

Also besteht da wohl kein Zusammenhang.
Religionsfreiheit und Christentum haben miteinander soviel zu tun wie Teufel und Weihwasser. Das erste was das Christentum nach seiner Institutionalisierung unter Kaiser Konstantin und seinen Nachfolgern tat war die Auslöschung aller Konkurrenzreligionen soweit wie möglich aller innerchristlichen Konkurrenten (was bis zur großen Reformation auch gelang). Daß es in den westlichen Staaten religiöse Toleranz gibt verdanken wir der Aufklärung und der französischen Revolution, rechtliche Gleichstellung der Juden gab es selbst im Deutschen Gesamtreich erst 1871, in Teilstaaten ein paar Jahre vorher, laut Definition der Zeitrechnung also etwa 1800 Jahre nach dem Hinscheiden des Erlösers und 1500 Jahre nach der Institutionalisierung des Christentums.
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"Jürgen rennt nicht!"

Geändert von Kaffeehaus (08. Feb 2010 um 12:57 Uhr Uhr).
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Alt 08. Feb 2010, 12:57 Uhr   #12 (Permalink)
ophrys
Berlinerin
 
Registriert seit: Apr 2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.018
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Zitat:
Zitat von Curtis Newton Beitrag anzeigen
Wenn in einem Land vor über 100 Jahren die Bevölkerung zwangsmissioniert wurde, wäre sie heute christlich, und es käme zu keinen Christenverfolgungen.
Gleiches gilt für die klassische Mission durch Predigten.

Also besteht da wohl kein Zusammenhang.
Teile der Bevölkerung in zwangschristianisierten Ländern sind ja auch bis heute christlich. Andere besinnen sich auf ihre vorchristlichen Mythen bzw. Religionen, Bräuche usw. und wenden sich vom Christentum wieder ab. Es gibt auch Mischformen ...
Aber darüber steht in dem Artikel für diesen Strang auch einiges ...
__________________
Geduld ist die Brücke zur Freude!
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Alt 08. Feb 2010, 13:39 Uhr   #13 (Permalink)
Václav Ximus
etiam si omnes, ego non
 
Benutzerbild von Václav Ximus
 
Registriert seit: Mai 2009
Ort: auf verlorenem Posten
Beiträge: 3.555
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Zitat:
Zitat von Tschak Beitrag anzeigen
Ja, da auch.



Wie kommt wohl das Christentum nach Afrika und Südamerika und in den Pazifik?
Weil christliche Missionare aus den Kolonialmächten hier ihr Unwesen trieben. Kopfprämie mal anders. Da bauen sie Schulden und Krankenhäuser genau so selbstverständlich wie Kirchen und Missionshäuser.
Gebildet und behandelt wird nur, wer auch an Gott glaubt.
Das ist heute genau so wie vor 100 Jahren, mittlerweile gibt es allerdings auch Hilfsorganistionen, die das nicht so eng sehen.

Guggst Du mal die Liste der Namhaften Missionare durch, was haben die eigentlich gemacht in ihrer Laufbahn? Da sind noch mehr.
Ich denke die Begründung Deinerseits ist unzureichend. Gefragt wurde nach der Zwangsmissionierung, Du antwortest mit Beispielen zur Missionierung. Der einzige Zusammenhang in Deinem Link verweist auf die Sachsenkriege Karls des Großen, davon hattest Du allerdings nicht gesprochen.
__________________
Wahrscheinlich finden Völker, die einmal eine Revolution durchgemacht haben, nie mehr zurück zur Normalität. Völker, die zweimal hintereinander einen Krieg verloren haben, vermutlich auch nicht.

Edgar L. Gärtner
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Alt 08. Feb 2010, 13:45 Uhr   #14 (Permalink)
VIERCH
wurmist und morolog
 
Benutzerbild von VIERCH
 
Registriert seit: Dez 2007
Ort: Vertriebener
Beiträge: 7.549
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natürlich erfolgte beispielsweise die christianisierung der aus Afrika eingereisten sklaven in Nordamerika auf völlig freiwillger basis.

was nun pferde angeht, warte ich gespannt auf weitere informationen.
__________________

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"Lasst die nette Frau Kolmar frey, sofort"
ich










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Alt 08. Feb 2010, 13:55 Uhr   #15 (Permalink)
Curtis Newton
Senior Member
 
Registriert seit: Nov 2009
Beiträge: 917
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Zitat:
Zitat von Kaffeehaus Beitrag anzeigen
Religionsfreiheit und Christentum haben miteinander soviel zu tun wie Teufel und Weihwasser. Das erste was das Christentum nach seiner Institutionalisierung ... Daß es in den westlichen Staaten religiöse Toleranz gibt verdanken wir der Aufklärung und der französischen Revolution, ...
Ich glaube nicht, dass die Verfolgung von Christen eine Rache für Konstantin sein soll.
Und wenn, ist die heutige Verfolgung von Christen wegen früherer Missionierung von Christen vllt. auch ein bisschen spät, um noch halbwegs gerechtfertigt zu sein, oder?
Und die Französische Revolution zeigt, wie man den Teufel durch Beelzebub austreibt - Staatsterrorismus statt religiöser Verfolgung.

@Ophrys: Mischformen sind eher selten. Und das z.B. Kastenlose in Indien freiwillig Christen werden, kommt mir doch sehr logisch vor.
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Alt 08. Feb 2010, 14:04 Uhr   #16 (Permalink)
ophrys
Berlinerin
 
Registriert seit: Apr 2009
Ort: Berlin
Beiträge: 1.018
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Es gibt insbesondere in Südamerika viele Völker, die christliche Bräuche und ihre althergebrachten religiösen Riten inzwischen gleichzeitig pflegen. Die gehen z.B. in die Kirche, um zu beten und vertrauen sich bei Krankheiten wieder ihren Schamanen und deren Riten an. Sie tragen ein Kreuz und danken gleichzeitig irgendeinem regionalen Fruchbarkeitsgott für die Ernte oder die eigenen Kinder ...

Wenn jemand freiwillig Christ wird, ist das doch okay. Jeder kann glauben, woran er will.
Dennoch: Die Zwangschristianierung zu leugnen, ist einfach dumm. Weil jeder, der sich mit der Geschichte des Christentums und/oder der Kolonialzeit beschäftigt, weiß, dass es sie gab. Und ich sehe auch keinen Sinn darin, Zwangschristianisierungen abzustreiten.
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Alt 08. Feb 2010, 14:10 Uhr   #17 (Permalink)
Mark Mallokent
Senior Member
 
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Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 5.259
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Zitat:
Zitat von Tschak Beitrag anzeigen
Ja, da auch.



Wie kommt wohl das Christentum nach Afrika und Südamerika und in den Pazifik?
Weil christliche Missionare aus den Kolonialmächten hier ihr Unwesen trieben. Kopfprämie mal anders. Da bauen sie Schulden und Krankenhäuser genau so selbstverständlich wie Kirchen und Missionshäuser.
Gebildet und behandelt wird nur, wer auch an Gott glaubt.
Das ist heute genau so wie vor 100 Jahren, mittlerweile gibt es allerdings auch Hilfsorganistionen, die das nicht so eng sehen.

Guggst Du mal die Liste der Namhaften Missionare durch, was haben die eigentlich gemacht in ihrer Laufbahn? Da sind noch mehr.
Wir redeten über Zwangsmissionierung. Daß es Missionierung gegeben hat, bestreite ich nicht, aber solange da kein Zwang ausgeübt wird, ist doch nichts dagegen einzuwenden.
Und die Behauptung, da wären nur Gläubige behandelt worden, halte ich für schlicht falsch. Lies mal bei Wiki unter Albert Schweitzer.
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Alt 08. Feb 2010, 14:15 Uhr   #18 (Permalink)
Tschak
Guest
 
Beiträge: n/a
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Nun muß man vielleicht einmal definieren, was unter Zwangschristianisierung eigentlich zu verstehen jeder Bereit ist.
Ich verstehe darunter die scheinheilige Politik der Missionare der letzten Jahrhunderte, den armen Eingeborenen nur zu helfen, wenn diese ihre Naturreligionen gegen das Christentum eintauschen.
Das sieht man immer wieder in den alten Afrika-Filmen, die netten Kreuze in den Schulen der Eingeborenen.

Geändert von Tschak (08. Feb 2010 um 14:18 Uhr Uhr).
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Alt 08. Feb 2010, 14:15 Uhr   #19 (Permalink)
Isegrim
support Geert Wilders
 
Benutzerbild von Isegrim
 
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 487
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Äh, mal ne Frage zwischendurch: Wo wird im Hier und Heute Zwangschristianisiert?
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Alt 08. Feb 2010, 14:17 Uhr   #20 (Permalink)
Václav Ximus
etiam si omnes, ego non
 
Benutzerbild von Václav Ximus
 
Registriert seit: Mai 2009
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Beiträge: 3.555
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Zitat:
Zitat von ophrys Beitrag anzeigen
Dennoch: Die Zwangschristianierung zu leugnen, ist einfach dumm. Weil jeder, der sich mit der Geschichte des Christentums und/oder der Kolonialzeit beschäftigt, weiß, dass es sie gab. Und ich sehe auch keinen Sinn darin, Zwangschristianisierungen abzustreiten.

Wenn man die Zwangschristanisierung leugnen kann, sollte man sie auch an Beispielen deutlich machen können.
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Wahrscheinlich finden Völker, die einmal eine Revolution durchgemacht haben, nie mehr zurück zur Normalität. Völker, die zweimal hintereinander einen Krieg verloren haben, vermutlich auch nicht.

Edgar L. Gärtner
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