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17. Aug 2008, 19:57 Uhr
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#21 (Permalink)
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Guest
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Zitat:
Zitat von susenn
Zum Glück gibt es Menschen, die ein (eigenes) Kind als großes Glück betrachten und mit großem Engagement für den Erhalt von Natur und unserer Mitgeschöpfe eintreten- diese Mischung finde ich sehr sympathisch.
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Das ist ja auch nur eine Variante von vielen, die doch im Grunde bestätigt, dass es keine allgemein gültige Regel für "den Sinn des Lebens" gibt und sich jeder Einzelne seinen Sinn selbst sucht. Für manche besteht der Sinn des Lebens auch darin, Zeit ihres Lebens nach dem Sinn zu suchen.
Zitat:
Zitat von susenn
Leider ist dieses Überleben m.E. eine traurige Daseinsform, in der sich aber immer mehr Menschen befinden - sehr traurig.
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Na ja, nicht umsonst ist der Überlebensinstinkt der stärkste. Sicherlich ist das traurig, aber diesen Menschen aus ihrer Misere rauszuhelfen, ist auch nur dann möglich, wenn sie ihren Blickwinkel verändern und dem Leben auch auf andere Weise einen neuen Sinn geben möchten und können.
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17. Aug 2008, 20:43 Uhr
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#22 (Permalink)
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Humorvampir
Registriert seit: Feb 2007
Ort: München
Beiträge: 3.227
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Zitat:
Zitat von dichterDenker
Der Sinn deines Lebens ist Kinder zu machen. Der Sinn der Kinder ist Kinder zu machen. Der Sinn der Kindeskinder ist Kinder zu machen.
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Genau darin sehe ich meine Willensfreiheit, denn Sinn des Lebens anders zu definieren als nur eine reine Reproduktionseinheit zu sein.
Wir sind heute ja in der Lage den Sinn selbst bestimmen zu können, unabhängig von diversen biologischen Taktraten.
__________________
Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz?
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18. Aug 2008, 21:34 Uhr
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#23 (Permalink)
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Kämpft um Bobo
Registriert seit: Mär 2007
Ort: Deutschland
Beiträge: 189
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Zitat:
Zitat von Brimborium
Lebewesen sind keine Maschinen - der Vergleich ist daher in diesem Zusammenhang nutzlos.
Das der Sinn des Lebens die Vermehrung (der eigenen Linie) ist, kannst du bereits bei jeder Bakterie beobachten. Alles Andere ist dem untergeordnet. Egal für wie sinnlos du oder ich das halten.
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Zur Willensfreiheit:
Deinem ersten Satz stimme ich gern zu. Aber impliziert er nicht eine klare Aussage zugunsten der Willensfreiheit? Oder anders formuliert: Was unterscheidet Lebewesen von Maschinen, wenn man sie in einer restlos determinierten Welt als Materieklumpen betrachtet, also rein materialistisch?
Zum Sinn des Lebens:
Beobachten kann ich, daß Bakterien sich vermehren. Daß dies sinnvoll ist, stellt in meinen Augen bereits eine (m.E. durchaus zulässige) Wertung dar, die ich keineswegs (objektiv) beobachten kann. Ich kann beobachten, daß der Mensch Leben beenden aber (bisher?) nicht schaffen kann und daraus wertend den Schluß ziehen, daß das Leben von einer gewissen Kostbarkeit ist. Insgesamt bezweifle ich aber, daß man einen Sinn des Lebens postulieren kann, ohne in irgendeiner Form eine Wertung vorzunehmen.
Grüße
John
__________________
"Oooh, so Mother Nature needs a favor?! Well maybe she should have thought of that when she was besetting us with droughts and floods and poison monkeys! Nature started the fight for survival, and now she wants to quit because she's losing. Well I say, hard cheese."
C. Montgomery Burns
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18. Aug 2008, 23:39 Uhr
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#24 (Permalink)
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Guest
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Zitat:
Zitat von John Donne
Ich kann beobachten, daß der Mensch Leben beenden aber (bisher?) nicht schaffen kann und daraus wertend den Schluß ziehen, daß das Leben von einer gewissen Kostbarkeit ist.
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Öhm. der Mensch kann kein Leben schaffen? Du siehst mich verwirrt. Mal abgesehen von der althergebrachten Fortpflanzung zum Zwecke der Erhaltung der eigenen Spezies fallen mir da auch Fälle ein, in denen Schafe geklont wurden, diverse, ursprünglich bereits ausge(rottete?)storbene Tierarten durch Rückzüchtung wieder unter uns weilen, sowie das Ding mit der Wiederaufforstung von Nutz- und Regenwäldern.
Oder meintest Du damit, der Mensch ist nicht in der Lage, eine völlig neue Lebensform zu entwickeln? Selbst da bin ich doch eher skeptisch. Sonst gäbe es wohl kaum den Begriff der "biologischen Kampfstoffe", die in dieser Form vielleicht nicht von selbst entstanden wären.
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19. Aug 2008, 12:55 Uhr
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#25 (Permalink)
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Blickdicht
Registriert seit: Jan 2008
Ort: der schöne linke Niederrhein
Beiträge: 2.470
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Zitat:
Zitat von John Donne
Zur Willensfreiheit:
Deinem ersten Satz stimme ich gern zu. Aber impliziert er nicht eine klare Aussage zugunsten der Willensfreiheit? Oder anders formuliert: Was unterscheidet Lebewesen von Maschinen, wenn man sie in einer restlos determinierten Welt als Materieklumpen betrachtet, also rein materialistisch?
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Das weiß ich nicht - diese Frage stellt sich mir nicht, da ich Menschen nicht in ihrer Eigenschaft als Materieklumpen betrachte.
Was Menschen von Maschinen unterscheidet ist - egal wie man es betrachtet, die Beseeltheit, die Maschinen auch in absehbarer Zeit noch nicht erringen werden.
Ehrlich gesagt finde ich diese Mensch / Maschinen Vergleiche wenn es um die Debatte über Willensfreiheit geht nach wie vor nutzlos. Da kann man auch Vergleiche zwischen Menschen und Steinen konstruieren, die sind genauso nutzlos.
Betrachte ich den Menschen nur als Materieklumpen, bin ich auf den selben Niveau wie diejenigen die durch das Wiegen von Leichen das Gewicht der Seele ermitteln wollten. Sackgasse ist Sackgasse.
Zitat:
Zum Sinn des Lebens:
Beobachten kann ich, daß Bakterien sich vermehren. Daß dies sinnvoll ist, stellt in meinen Augen bereits eine (m.E. durchaus zulässige) Wertung dar, die ich keineswegs (objektiv) beobachten kann. Ich kann beobachten, daß der Mensch Leben beenden aber (bisher?) nicht schaffen kann und daraus wertend den Schluß ziehen, daß das Leben von einer gewissen Kostbarkeit ist. Insgesamt bezweifle ich aber, daß man einen Sinn des Lebens postulieren kann, ohne in irgendeiner Form eine Wertung vorzunehmen.
Grüße
John
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Oooch ich kann Leben schaffen - zumindest übe ich täglich - (Sorry der musste sein....
Das Postulat des "kostbaren Lebens" Bedarf doch gar keiner Wertung. Nur mit einer einfachen - nach Möglichkeit nicht wertenden - Definition lässt sich dieses auch auf Massenmörder etc anwenden.
WERTUNG führt zu Relativierungen.
Diese sind imo nicht bei der Debatte um den Sinn des Lebens relevant, sondern (siehe mein allererster Post in diesem Strang) - eher bei der Debatte mit welcher Qualität man die Zeit zwischen Werden und Vergehen füllt.
__________________
Die Geschichte lehrt die Menschen dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
[i](Mahatma Gandhi - Pazifist und Menschenrechtler, 1869-1948)
Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.
(Ingeborg Bachmann - Schriftstellerin, 1926-1973)
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19. Aug 2008, 18:33 Uhr
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#26 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.680
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Die Frage nach dem freien Willen müßte korrekt folgendermaßen lauten: Sind wir frei, das zu wollen, was wir wollen? Oder anders: Warum wollen wir das, was wir wollen? 
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Praise the Lord and pass the ammunition.
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19. Aug 2008, 18:55 Uhr
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#27 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 655
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Zitat:
Zitat von Mark Mallokent
Oder anders: Warum wollen wir das, was wir wollen? 
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Es klingt apologetisch, aber ist so: Weil das Sein das Bewusstsein bestimmt.
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20. Aug 2008, 07:16 Uhr
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#28 (Permalink)
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Guest
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Zitat:
Zitat von Mark Mallokent
Oder anders: Warum wollen wir das, was wir wollen? 
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Wie sagte Hannibal Lecter so schön: "Wir beginnen das zu begehren, was wir jeden Tag sehen!"
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20. Aug 2008, 07:17 Uhr
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#29 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.680
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Zitat:
Zitat von Saoirse
Wie sagte Hannibal Lecter so schön: "Wir beginnen das zu begehren, was wir jeden Tag sehen!"
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Es gibt reichlich Sachen, die ich jeden Tag sehe, ohne sie im geringsten zu begehren. 
__________________
Praise the Lord and pass the ammunition.
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20. Aug 2008, 07:35 Uhr
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#30 (Permalink)
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Guest
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Zitat:
Zitat von Mark Mallokent
Es gibt reichlich Sachen, die ich jeden Tag sehe, ohne sie im geringsten zu begehren. 
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Es heisst ja nicht, dass man beginnt, ALLES zu begehren, das man jeden Tag sieht. Ein Kind, das noch nie ein Flugzeug gesehen hat, wird aber sicherlich nicht auf die Idee kommen, Pilot werden zu wollen.
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