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Alt 02. Apr 2008, 13:08   #1 (Permalink)
Ximus
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Registriert seit: 13.07.2007
Ort: In einem wunderschönen Freistaat.
Beiträge: 2,918
Standard Für Atheisten ist Religion ein Gift.

Einen sehr interessanten Text fand ich in der FAZ.

Zitat:
Doch der Versuch, die Religion abzuschaffen, führt nur dazu, dass sie in grotesker und entstellter Form wiederauftaucht. Ein unkritischer Glaube an die Weltrevolution, an universale Demokratie beleidigt die Vernunft weit mehr als die Mysterien der Religion, und sehr lange wird er sich vermutlich nicht halten. Der viktorianische Dichter Matthew Arnold schrieb von Gläubigen, die das Zurückweichen des Glaubensmeers als schmerzlichen Verlust erleben. Heute verebbt der säkulare Glaube, und es sind die Apostel des Unglaubens, die mit leeren Händen dastehen.
Debatten - Feuilleton - FAZ.NET - Religionskritik: Was führen die Atheisten im Schilde?

Erleben wir womöglich das Ende des Atheismus?
__________________
"Was unser Land heute braucht, ist ein hartes und energisches Durchsetzten deutscher Interessen gegenüber dem Ausland.
Wer von Ihnen dem jetzt innerlich zustimmt, hat soeben nach Ansicht der Verfasser dieser Studie eine rechtsextreme Einstellung gezeigt." Kristina Köhler - Rede im Plenum - 23.03.2007
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Alt 02. Apr 2008, 14:13   #2 (Permalink)
Scotty
Hup Oranje!
 
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Registriert seit: 13.02.2007
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Beiträge: 1,280
Standard

Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Erleben wir womöglich das Ende des Atheismus?
Nö, ich hab mich dem Zwang des Glaubens entzogen, da werde ich doch jetzt nicht wieder damit anfangen.
__________________
Alles wird galaktisch gut
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Alt 02. Apr 2008, 14:32   #3 (Permalink)
Ximus
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Zitat:
Zitat von Scotty Beitrag anzeigen
Nö, ich hab mich dem Zwang des Glaubens entzogen, da werde ich doch jetzt nicht wieder damit anfangen.
Von welchem Zwang sprichst Du genau?
__________________
"Was unser Land heute braucht, ist ein hartes und energisches Durchsetzten deutscher Interessen gegenüber dem Ausland.
Wer von Ihnen dem jetzt innerlich zustimmt, hat soeben nach Ansicht der Verfasser dieser Studie eine rechtsextreme Einstellung gezeigt." Kristina Köhler - Rede im Plenum - 23.03.2007
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Alt 02. Apr 2008, 14:55   #4 (Permalink)
Wahnfried44
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Beiträge: 3,801
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Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Erleben wir womöglich das Ende des Atheismus?
nein, die Bewegung der Aufklärung ist nicht mehr zu stoppen!

Zitat:
Für Atheisten ist Religion ein Gift.
nein kein Gift, nur uninteressant....
__________________
der Wahrheit verpflichtet, der Provokation erlegen
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Alt 02. Apr 2008, 15:03   #5 (Permalink)
AlterEgo
 
Beiträge: n/a
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Ich weiß nicht was andere Atheisten "im Schilde" führen aber mir persönlich ist es ein Herzenswunsch den Religionen die gesetzlichen Sonderrechte (§166 StGB) zu entziehen und sie vom Tropf der allgemeinen Steuermilliarden abzuschneiden.
Danach können sie tun was sie wollen solange sie sich - wie alle anderen freiwilligen Gruppierungen vom Karnickelzüchterverein bis zum Sportverein - an die allgemein gültigen Gesetze halten.

Das wird aber leider nicht gelingen da sich die Atheisten - im Gegensatz zu den Religionen - nur mangelhaft organisieren und selbst aus den eingenen Reihen (von den sog. Agnostikern) immer wieder behindert werden ("...ab da man nichts mit Sicherheit sagen kann wäre es unzulässig, geradezu noch dogmatischer als alle Religionen, Gott zu mit Sicherheit leugnen zu wollen, das ersetzt die Religion nur durch noch wesentlich intolerantere Ideologien blablablabla").
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Alt 02. Apr 2008, 15:22   #6 (Permalink)
Ximus
futuristisch, reaktionär
 
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Registriert seit: 13.07.2007
Ort: In einem wunderschönen Freistaat.
Beiträge: 2,918
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
nein, die Bewegung der Aufklärung ist nicht mehr zu stoppen!
Bitte lies den Artikel, er ist sehr interessant.
__________________
"Was unser Land heute braucht, ist ein hartes und energisches Durchsetzten deutscher Interessen gegenüber dem Ausland.
Wer von Ihnen dem jetzt innerlich zustimmt, hat soeben nach Ansicht der Verfasser dieser Studie eine rechtsextreme Einstellung gezeigt." Kristina Köhler - Rede im Plenum - 23.03.2007
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Alt 02. Apr 2008, 15:39   #7 (Permalink)
Wahnfried44
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Ort: In der Stadt, die Wissen schafft
Beiträge: 3,801
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Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Bitte lies den Artikel, er ist sehr interessant.
Natürlich können "Religiöse" Werbung für ihre Sache machen, nur das ist nicht mein Herzensthema:

dazu zwei Sätze, die mir gefallen:

Zitat:
Pragmatischer Atheismus:
Dieser behauptet, dass eine Erklärung der Welt auch ohne Annahme von Göttern auskomme. Die Existenz von Göttern wird zwar nicht ausgeschlossen, aber die Vorstellung, sie würden existieren, wird als unnötig oder unnütz bezeichnet.

Postulatorischer Atheismus:
Dieser meist von Wissenschaftlern selbst vertretene Atheismus geht davon aus, zunächst einmal Götter aus dem System der Erkenntnisse (ergo Wissenschaft) herauszulassen, also keine Götter zu postulieren im Gegensatz zur Theologie.
(aus wiki)
__________________
der Wahrheit verpflichtet, der Provokation erlegen
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Alt 02. Apr 2008, 15:46   #8 (Permalink)
Ximus
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Beiträge: 2,918
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
Natürlich können "Religiöse" Werbung für ihre Sache machen, nur das ist nicht mein Herzensthema:

dazu zwei Sätze, die mir gefallen:

(aus wiki)
Das trifft eigentlich nicht den Kern der Aussagen des Artikels. Von Werbung ist doch auch keine Rede, es ist auch ein etwas zu pauschaler Vorwurf. Ich könnte Dir ebenso unterstellen Werbung für den Atheismus zu machen, nur ist das wie gesagt nicht das Thema.

Es geht viel eher um die Frage ob der Atheismus, so wie er real gelebt wird, nicht an der Seite von Christentum und Islam eine weiter monotheistische (Ersatz-)Religion darstellt.
__________________
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Alt 02. Apr 2008, 16:05   #9 (Permalink)
AlterEgo
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Das trifft eigentlich nicht den Kern der Aussagen des Artikels. Von Werbung ist doch auch keine Rede, es ist auch ein etwas zu pauschaler Vorwurf. Ich könnte Dir ebenso unterstellen Werbung für den Atheismus zu machen, nur ist das wie gesagt nicht das Thema.

Es geht viel eher um die Frage ob der Atheismus, so wie er real gelebt wird, nicht an der Seite von Christentum und Islam eine weiter monotheistische (Ersatz-)Religion darstellt.
Der Artikel verwendet das beliebte "Stilmittel" die Voraussetzung in den Beweis zu schreiben. Aufgrund dieser Voraussetzung (Religion ist "ein zutiefst menschliches Bedürfnis") beweist die FAZ dass Religionsfeinde im Prinzip Menschenfeinde sind. Und da aufgrund dieser Voraussetzung das "zutiefst menschliche Bedürfnis" irgendwie ja auch in den Atheisten wirksam sein muss ist der Atheismus also die Ersatzreligion der Religionslosen. "Als schrieben unsere Zeitungen Idioten", wie Deschner so schön sagte.

Atheismus ist schon allein deshalb keine Religion weil er die Grundannahme aller Religionen nicht teilt, nämlich die Existenz irgendwelcher nicht in der Natur beobachtbaren Wesen oder Substanzen, Götter, Geister, Karma etc. Außerdem fehlt dem Atheismus das so wichtige öffentliche, standardisierte Ritual mit dem sich die Religionen voneinander und vom Aberglauben abgrenzen und mit dem sie die ihre "Wirkung" auf die Gläubigen festigen.
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Alt 02. Apr 2008, 16:24   #10 (Permalink)
Ximus
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Beiträge: 2,918
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Zitat:
Zitat von AlterEgo Beitrag anzeigen
Der Artikel verwendet das beliebte "Stilmittel" die Voraussetzung in den Beweis zu schreiben. Aufgrund dieser Voraussetzung (Religion ist "ein zutiefst menschliches Bedürfnis") beweist die FAZ dass Religionsfeinde im Prinzip Menschenfeinde sind.
Das sehe ich anders wenn der Atheismus sich als Ersatzreligion äußert, um dieses Streben nach Religiösität zu befriedigen, bedeutet das schlußendlich auch das Atheisten ein Art Gläubige sind. siehe hier:

Zitat:
Für fanatische Atheisten steht außer Frage, dass ein besseres Leben möglich ist, wenn nur jeder Mensch ihre Sicht der Dinge akzeptiert, und dass eine bestimmte Lebensweise - ihre eigene, entsprechend ausgeschmückt - für jedermann das Beste ist.


Zitat:
Und da aufgrund dieser Voraussetzung das "zutiefst menschliche Bedürfnis" irgendwie ja auch in den Atheisten wirksam sein muss ist der Atheismus also die Ersatzreligion der Religionslosen. "Als schrieben unsere Zeitungen Idioten", wie Deschner so schön sagte.
Es ist kein Grund sich angegriffen zu fühlen.

Zitat:
Atheismus ist schon allein deshalb keine Religion weil er die Grundannahme aller Religionen nicht teilt, nämlich die Existenz irgendwelcher nicht in der Natur beobachtbaren Wesen oder Substanzen, Götter, Geister, Karma etc. Außerdem fehlt dem Atheismus das so wichtige öffentliche, standardisierte Ritual mit dem sich die Religionen voneinander und vom Aberglauben abgrenzen und mit dem sie die ihre "Wirkung" auf die Gläubigen festigen.
siehe obiges Zitat.
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