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11. Jan 2008, 21:24 Uhr
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#21 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Mär 2007
Ort: D durch Zufall, Bayern durch die Gnade Gottes
Beiträge: 197
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Zitat:
Zitat von Sosso
Das ist auch als Initiationsritus ins Erwachsenenleben zu verstehen.
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Zum Glück sieht es der Staat anders, und man wird erst später z.B. Voll Geschäftsfähig.
Zitat:
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Und das mit den Geschenken ist nun mal in der Praxis so. Ich selbst war schon als 14jähriger so willensstark diesen Bestechungsversuch zu ignorieren.
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Respekt!
Im Katholischen Bayern spielen auch noch "Gruppenzwang" und "nicht aus der Reihe tanzen wollen" eine Rolle.
Zitat:
Ich seh es auch nicht.
Wenn man nicht gerade plant der Antichrist zu werden, hat die Taufe keinerlei praktische Relevanz. Vermutlich nur ein ganz besonders verbissener Kirchengegner.
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Dann machts auch nix -> Sprech da aus Erfahrung ;o)
Die Taufe an sich ist ja ein Beeindruckendes Ereignis, also die Authentische Version, wo man in den Dreckigen Fluss gedrückt wird, dies soll auf die Vergänglichkeit hinweisen, dem Menschen Bewußt machen, dass er sterben wird, eines Tages, ein rituelles Begräbnis sozusagen, vom Wasser begraben, später von Erde - ok, das muss ich auch nicht haben.
Was nun das befeuchten von Babies mit diesem Ritus zu tun hat entzieht sich allerdings meines Wissens.
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12. Jan 2008, 14:21 Uhr
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#22 (Permalink)
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...jung und unwillig
Registriert seit: Jan 2008
Ort: Österreich
Beiträge: 145
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Zitat:
Zitat von IronColonel
Mit 14 ist man nicht Erwachsen.
Da entscheidet man sich höchstens freien Herzens für die Geschenke, aber für nix anderes.
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Laut katholischer Kirche war ich schon mit 12 oder 13, als meine Firmung statt fand, erwachsen. Im Endeffekt habe ich das weniger wegen den Geschenken gemacht, sondern weil es in meiner Familie einerseits üblich ist, und in der Dorfgemeinschaft, in der ich aufgewachsen bin, ebenfalls, und da mir in diesem Alter noch weniger nach absolutem Aufbegehren gegen Autoritäten war, habe ich es einfach hingenommen und den Akt über mich ergehen lassen.
Ein paar Jährchen später habe ich mich aber dann mit meinem Austritt von diesem Verein distanziert.
__________________
"We must plan for freedom, and not only for security, if for no other reason than only freedom can make security more secure." - Karl Popper
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12. Jan 2008, 16:34 Uhr
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#23 (Permalink)
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Happy happy joy joy
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 64
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Zitat:
Zitat von IronColonel
Zum Glück sieht es der Staat anders, und man wird erst später z.B. Voll Geschäftsfähig.
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Das sowieso.
Im Mittelalter und in der Kirche (die einen großen Teil ihrer Ideen von damals hat) war man da noch anderer Ansicht.
Zitat:
Respekt!
Im Katholischen Bayern spielen auch noch "Gruppenzwang" und "nicht aus der Reihe tanzen wollen" eine Rolle.
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Der sehr profane Grund war eigentlich, dass ich meine Religionslehrerin, mit der ich dann intensiv Zeit verbracht hätte, mehr gehasst habe als ich jede Uhr oder jedes Fahrrad lieben könnte.
Zitat:
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Dann machts auch nix -> Sprech da aus Erfahrung ;o)
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Huch, der Antichrist...
Zitat:
Die Taufe an sich ist ja ein Beeindruckendes Ereignis, also die Authentische Version, wo man in den Dreckigen Fluss gedrückt wird, dies soll auf die Vergänglichkeit hinweisen, dem Menschen Bewußt machen, dass er sterben wird, eines Tages, ein rituelles Begräbnis sozusagen, vom Wasser begraben, später von Erde - ok, das muss ich auch nicht haben.
Was nun das befeuchten von Babies mit diesem Ritus zu tun hat entzieht sich allerdings meines Wissens.
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Die klassische Geschichte eines Ritus der zu einem Habitus wird. Erst beginnt man die Leute immer früher zu taufen, damit sie bei einem unzeitgemäßen Tod nicht im Fegefeuer schmachten müssen, dann beschließt man, dass Kleinkinder deutlich weniger Wasser brauchen und verzichtet auf den Fluss und ganz am Schluss brabbelt ein alter Mann in einem Kleid ein paar schöne Worte während er ein hilfloses Baby gießt.
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12. Jan 2008, 18:12 Uhr
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#24 (Permalink)
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Linksliberale(r) Grüne(r)
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 104
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Ich habe mehr ein Problem mit der Beschneidung oder sonstigen körperlichen Verstümmelung von Babies. Das dieser Slowake ein Problem mit einem rein symbolischen Akt hat, der keinerlei Narben oder Spuren hinterlässt, kann ich ehrlich nicht verstehen.
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12. Jan 2008, 19:09 Uhr
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#25 (Permalink)
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...jung und unwillig
Registriert seit: Jan 2008
Ort: Österreich
Beiträge: 145
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Zitat:
Zitat von Felidae
Ich habe mehr ein Problem mit der Beschneidung oder sonstigen körperlichen Verstümmelung von Babies. Das dieser Slowake ein Problem mit einem rein symbolischen Akt hat, der keinerlei Narben oder Spuren hinterlässt, kann ich ehrlich nicht verstehen.
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Ich kann aber bei ihm durchaus verstehen, dass er sich von der Religion so weit als möglich distanzieren will.
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"We must plan for freedom, and not only for security, if for no other reason than only freedom can make security more secure." - Karl Popper
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12. Jan 2008, 19:31 Uhr
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#26 (Permalink)
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Happy happy joy joy
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 64
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Zitat:
Zitat von Felidae
Ich habe mehr ein Problem mit der Beschneidung oder sonstigen körperlichen Verstümmelung von Babies. Das dieser Slowake ein Problem mit einem rein symbolischen Akt hat, der keinerlei Narben oder Spuren hinterlässt, kann ich ehrlich nicht verstehen.
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Das ist natürlich richtig.
Wie besagter Slowake als Jude reagieren würde, deren Geburtsritus ja dann doch sehr viel deutlichere Spuren hinterlässt, kann man sich schwer vorstellen.
Wenn er etwas gegen die Taufe hat, so soll er sie einfach bei seinen Kindern unterlassen.
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12. Jan 2008, 19:36 Uhr
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#27 (Permalink)
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Linksliberale(r) Grüne(r)
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 104
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Zitat:
Zitat von Sosso
Das ist natürlich richtig.
Wie besagter Slowake als Jude reagieren würde, deren Geburtsritus ja dann doch sehr viel deutlichere Spuren hinterlässt, kann man sich schwer vorstellen.
Wenn er etwas gegen die Taufe hat, so soll er sie einfach bei seinen Kindern unterlassen.
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Es soll Möglichkeiten geben, das Abgeschnittene wiederherzustellen, aber ich kann es mir nur schwer vorstellen. Wobei ich den Leuten, die ihre Religion ändern und unter der Verstümmelung, die ihnen aus religiösen Gründen angetan wurde leiden, durchaus das Recht auf Schadenersatz zugestehen würde, gegen ihre Eltern.
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12. Jan 2008, 19:44 Uhr
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#28 (Permalink)
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Happy happy joy joy
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 64
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Zitat:
Zitat von Felidae
Es soll Möglichkeiten geben, das Abgeschnittene wiederherzustellen, aber ich kann es mir nur schwer vorstellen. Wobei ich den Leuten, die ihre Religion ändern und unter der Verstümmelung, die ihnen aus religiösen Gründen angetan wurde leiden, durchaus das Recht auf Schadenersatz zugestehen würde, gegen ihre Eltern.
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Das ist natürlich eine recht herzlose Sache, die eigenen Eltern anzuklagen, aber ich kann mich dunkel erinnern, dass das bereits gemacht wurde.
Der Anklagepunkt war Körperverletzung und Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.
Wurde am Frankfurter Oberlandesgerichtshof entschieden.
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12. Jan 2008, 19:51 Uhr
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#29 (Permalink)
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Linksliberale(r) Grüne(r)
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 104
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Zitat:
Zitat von Sosso
Das ist natürlich eine recht herzlose Sache, die eigenen Eltern anzuklagen, aber ich kann mich dunkel erinnern, dass das bereits gemacht wurde.
Der Anklagepunkt war Körperverletzung und Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.
Wurde am Frankfurter Oberlandesgerichtshof entschieden.
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Es ist noch herzloser von den Eltern, ihr Kind überhaupt verstümmeln zu lassen. Und alles nur wegen überkommener Riten von vor 5000 Jahren.
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12. Jan 2008, 19:57 Uhr
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#30 (Permalink)
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Happy happy joy joy
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 64
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Zitat:
Zitat von Felidae
Es ist noch herzloser von den Eltern, ihr Kind überhaupt verstümmeln zu lassen. Und alles nur wegen überkommener Riten von vor 5000 Jahren.
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Das sehen wir so, weil wir an den ganzen transzendentalen Unsinn, das Jachwe unsere Vorhäute fordert, nicht glauben.
Ich gesteh den Eltern schon so weit zu, dass sie das für das beste halten, was sie für ihre Kinder tun (oder vermutlich nicht sehr viel drüber nachdenken)
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