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Alt 14. Nov 2007, 08:37 Uhr   #11 (Permalink)
S. Krellborn
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Beiträge: 472
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Zitat:
Zitat von Meister Brubbel Beitrag anzeigen
@Krellborn

Wenn nur die Dialogfähigen mehrerer Kulturkreise miteinander ins Gespräch kommen, dies doch etwas am Problem vorbeigeht, oder?!
Es denn sei, daß man die "Gemäßigten" und ihren Einfluss auf die Hardliner richtig bewertet und diese den Hardlinern Paroli bieten. Aber selbst die Gemäßigten bleiben Muslime, gottesgläubige Menschen. Können sie es verstehen oder akzeptieren, mit Atheisten ins Gespräch zu kommen ?
So ähnlich dies auch PSL hat ausdrücken wollen (ehe die alte Leier "welcher Bundesminister gebraucht denn noch die "So-wahr-mir-Gott-helfe"" Leier von ihm kommt)
Selbst, wenn das wahr wäre: wo wäre die Alternative?

Du sagst doch, dass der Dialog mit den Gemäßigten im anderen Lager keinen Sinn hat, weil diese nicht erfolgreich auf die Hardliner im eigenen Lager einwirken könnten. Damit entfällt die Alternative, einen Dialog mit den Hardlinern im eigenen Lager zu führen, da dieser ja dann definitionsgemäß ebensowenig erfolgreich sein muss. Bleibt die Möglichkeit, einen Dialog mit den Hardlinern im anderen Lager zu führen; aber wie erfolgreich kann der sein, wenn schon der mit den Hardlinern im eigenen Lager erfolglos bleiben muss?
Damit ist dann jeder Dialog ausgeschlossen. Was bleibt als Alternative zum Dialog? Gewalt.

Du siehst, wer den Dialog mit dem gemäßigten Islam anzweifelt, spielt schon das Spiel der Falken. Aber da es von denen eh schon zuviel gibt, bin ich quasi aus Prinzip Taube (oder Schaf), unabhängig von den Erfolgsaaussichten.
__________________
"Ich hab mein Sach auf mich gestellt." Max Stirner
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Alt 14. Nov 2007, 09:27 Uhr   #12 (Permalink)
Meister Brubbel
Cheeseboiger!
 
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.164
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@Krellborn

Wie dieses schöne alte Sprichwort sinngemäß hiess: wenn die Fahne flattert, der Verstand in der Trompete er steckt ...
Hardliner doch deshalb Hardliner sind, weil nicht auf die Gemäßigten sie hören.
In der Tat erscheint es so, als ob 20 Prozent der Beteiligten (vielleicht noch weniger) die Initiative haben und die anderen 80 Prozent einfach das essen, was ihnen vorgekaut die anderen 20 Prozent servieren. Der Meister befürchtet, daß das Verhältnis Hardliner-Gemäßigte zufällig 20-80 beträgt....
Die interessante Frage es doch jetzt ist, warum sich die große Mehrheit (zumindest wir dies hoffen, daß die Mehrheit es ist) Gemäßigten nicht gegen die wenigen Hardliner durchzusetzen in der Lage ist ? Und das schon im eigenen Lager ?
Der Meister da leider auch eine Befürchtung hat, oder um es mal mit Lord Helmchen zu sagen: "Jetzt siehst Du, warum das Böse immer triumphieren wird - weil das Gute zu blöde ist ..."
Eine Hoffnung wäre zumindest, daß auch wenn die große Masse der Gemäßigten (oder eben auch Uninteressierten) unbeweglich und träge ist, sie so groß ist, daß die Falken tatsächlich nur die Randerscheinung darstellen und nicht gegen die Unbeweglichkeit der Masse des eigenen Lagers ankommen. Und in der Tat in dieser Frage der Meister die Effektivität von Dialog anzweifelt. Nicht an sich und auch nicht die moralische Bedeutung von "Dialog", aber wenn sich hier nicht einmal die Gemäßigten des eigenen Lagers gegen ihre Hardliner ankommen ....
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Stell’ Dir vor es geht und keiner kriegt’s hin
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Alt 14. Nov 2007, 15:33 Uhr   #13 (Permalink)
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Jolandös
 
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Beiträge: 1.025
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Das Problem mit den Hardlinern ist, dass sie sich zumeist besser bewaffnen.
Oder um es sinngemäß nach Dopuglas Adams zu formulieren: "Wir haben gegen sie keine Chance - das sind Fanatiker, ihnen bedeutet es etwas und sie würden dafür sterben".

Softliner hingegen würden dann eher zurückzucken so nach dem Motto: "Lass sie doch, wenn sie solchen Wert darauf legen"...

Deswegen wäre ein Dialog zwischen den Softlinern sinnvoll...
__________________
Wer auszog, um Geschichte zu schreiben, darf sich nicht beschweren, wenn sie dann auch geschrieben wird.
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Alt 15. Nov 2007, 11:27 Uhr   #14 (Permalink)
S. Krellborn
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Registriert seit: Apr 2007
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Entscheidend ist das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Hard- und Softlinern innerhalb der einzelnen Lager. Deswegen ist es von entscheidender Bedeutung, der Vermehrung von Hardlinern im eigenen Lagern entgegen zu wirken. Insofern dient der Dialog auch als Signal an die Schankenden, dass die harte Linie nicht allgemein anerkannt ist. Deswegen versuchen ja die Hardliner immer, im Krisenfall die eigenen Leute entweder mundtot zu machen oder in ihre Reihen zu locken ("Jetzt kenne ich keine Parteien mehr, jetzt kenne ich nur noch Deutsche") oder zu nötigen ("Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!"). Je später man dagegen Widerstand übt, desto schwerer und gefährlicher wird er.
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Alt 23. Nov 2007, 16:26 Uhr   #15 (Permalink)
S. Krellborn
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Registriert seit: Apr 2007
Beiträge: 472
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Zitat:
Oh, wie ich es hasse: Immer habe ich Recht! (Ace Ventura)
Heute in der Welt:

Zitat:
23. November 2007, 04:00 Uhr Von Till-Reimer Stoldt
Deutsche Muslime von Islamisten bedroht
Video einer Al-Qaida-Freundesgruppe veröffentlicht - Verbände alarmiert

Düsseldorf - Erstmals sind deutsche Muslime in einem Video islamistischer Extremisten mit dem Tode bedroht worden. In dem Vi-deo einer Al-Qaida-Freundesgruppe wurde unter anderem Aiman Mazyek, der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime (ZMD), als Feind des Islams bezeichnet. Der Film der "Globalen Islamischen Medienfront" wurde am Mittwoch im Internet eingestellt. Die Extremisten werfen Mazyek vor, er sei "ein Freund der Juden und Christen". Zudem vertrete er "die Religion der Demokratie". Aus diesen Gründen sei Mazyek, dessen Kopf in dem Video eingeblendet wird, kein Muslim mehr.

Neben dem ZMD wurde auch der deutsch-türkische Muslimenverband Ditib als Organisation bezeichnet, die nicht dem Islam folge. Die Globale Islamische Medienfront gilt als Übersetzerin von Botschaften der Terrororganisation al-Qaida ins Deutsche. Das Bundeskriminalamt (BKA) stuft die Bedrohung dennoch nicht als so konkret ein, dass derzeit erhöhte Sicherheitsmaßnahmen nötig seien. Allerdings gab das BKA nicht an, was passieren müsse, damit die Bedrohung ausreichend konkret werde.

ZMD-Generalsekretär Mazyek wundert sich daher über "diese lauwarme Reaktion des BKA", schließlich lebe er in Sorge um seine Familie. Dennoch kann er der Drohung etwas Gutes abgewinnen. "Wenn man in solch einer Situation überhaupt etwas Positives sehen kann, dann ist es die Botschaft des Videos: Es gibt keinen Graben zwischen Islam und Westen. Es gibt nur friedliche Menschen unterschiedlichen Glaubens auf der einen Seite, und Gewalt anbetende Extremisten auf der anderen." Diese Botschaft versuche er zwar schon seit Jahren zu verbreiten, aber vielleicht könne dieses Ereignis dabei helfen.

Besorgt stimme ihn auch, dass manche Muslime im deutschen Sprachraum so heftig mit der Gewalt flirteten. Zwar nehme nicht die Zahl der Extremisten zu, wohl aber ihre Aggressivität. Auch Ibrahim El-Zayat, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland (IGD), warnt nun vor einem Anwachsen extremistischer Tendenzen unter Muslimen im Land. "Manche Muslime bekommen hierzulande den Eindruck, die friedlichen islamischen Verbände seien erfolglos und nutzlos. Das treibt sie in die Radikalität wahhabitisch-saudischer Prägung", so El-Zayat. Auch er selbst müsse sich inzwischen als Weichling beschimpfen lassen. Das ist bemerkenswert, schließlich wurde der IGD-Vorsitzende von Verfassungsschützern als Islamist eingestuft, weil er Kontakte zur internationalen Muslimbruderschaft besitzt.
Quelle: Deutsche Muslime von Islamisten bedroht - Nachrichten welt_print - WELT ONLINE (Fr., 23.11.2007, 16:22 Uhr)
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Alt 28. Nov 2007, 20:59 Uhr   #16 (Permalink)
Dr. Seltsam
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Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Zitat:
"Die Traditionen des Muslim sind zu achten. Über Ramadan darf man keine Witze machen. Ein europäischer Muslim hat das Recht, dem einen Gott auf seine Weise zu dienen und ihm auch zu huldigen. Ich habe wenig Verständnis, wenn Menschen sagen, in europäischen Städten dürften keine Moscheen gebaut werden. Ich habe aber kein Verständnis dafür, wenn diese Moschee größer sein soll als die Kirche nebenan, oder wenn bombastische Vorstellungen entwickelt werden, die dann keine religiöse, sondern eine politische Aussage sind."
Die Tagespost - „Der Dialog mit dem Islam geht nur über das Christentum“

Es ist nie verkehrt Europa aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Wenn das wahr ist, was der Herr dort von sich gibt, dann ist ein friedliches Zusammenleben mit dem Islam in Europa nicht möglich.

Ich bin selbst gläubiger Christ, aber der Atheist, der Agnostiker und diverse Minderheiten gehören in Europa nunmal zur traditionell angestammten Bevölkerung. Wenn nun Muslime sagen, dass sie ja evtl. bereit sind, den Dialog mit gläubigen Christen zu suchen, sie aber andere DIalogpartner ablehnen, ist das ein Eingeständnis, dass sie mit einem Teil der hier lebenden Menschen garkein friedliches Miteinander suchen.

Wer nicht grundsätzlich bereit ist, mit jeder anderen Religion, die nicht völlig im Widerspruch zu unseren Gesetzen steht, in den Dialog zu treten, dem kann man allemal mangelnden Respekt vor anderen Weltanschauungen nachsagen.
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Alt 29. Nov 2007, 10:09 Uhr   #17 (Permalink)
Meister Brubbel
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Welcher überzeugte Christ denn von sich aus den Dialog mit Atheisten, Agnostikern und Co. sucht ?
Der Muslim gehört ausgepeitscht, wenn nicht mit "Ungläubigen" er konferieren möchte, aber der Papst bekommt für Protestanten-Bashing einen Nobelpreis.

Verrückte Welt.
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Alt 29. Nov 2007, 10:46 Uhr   #18 (Permalink)
Dr. Seltsam
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Zitat:
Zitat von Meister Brubbel Beitrag anzeigen
Welcher überzeugte Christ denn von sich aus den Dialog mit Atheisten, Agnostikern und Co. sucht ?
Der Muslim gehört ausgepeitscht, wenn nicht mit "Ungläubigen" er konferieren möchte, aber der Papst bekommt für Protestanten-Bashing einen Nobelpreis.

Verrückte Welt.
Vielleicht wären die ein oder anderen im Forum gut beraten, ihre Papst Paranoia mal bei einem guten Psychiater untersuchen zu lassen. Es ist ein so unglaublicher Schwachsinn, der hier tagtäglich verzapft wird, dass man sich manchmal fragt, ob nicht vielleicht eine Freischlatung per SMS nicht manche Vorzüge hat, es bestünde immerhin die Hoffnung, dass manchem der Stuss peinlich wäre.

Du kannst dir wenigstens einer Sache sicher sein, Meister Brubbel, wenn diese beschränkten Beiträge über den Papst, die man hier auf dem Planeten an der Tagesordnung wären, wenn die Hassprediger gegen Katholiken wie Ferenc etc., die hier frei rumkotzen eine große Zahl der Atheisten repräsentieren würden, dann wäre es in der Tat lächerlich, über die Dialogbereitschaft der Muslime zu reden.

Dann sollte man sich auf die Frage konzrentrieren, wie man Atheisten ein Minimum von Toleranz zumindest im Rahmen der Verfassung abverlangen kann und wie ein freidliches Zusammenleben mit Atheisten aussehen könnte.

Da es sich bei den Katholikenhassern im Forum aber um eine kleine ignorante Minderheit handelt, die im Prinzip ähnlich denkt, wie religiöse Fanatiker, fokussiert sich die Mehrheit da eher auf die Muslime. Sollten irgendwann mal Fanatiker, die so denken wie viele Katholikenhasser hier im Forum im gesellschaftlichen Leben eine ernste Rolle zu spielen, bin ich der erste, der dir Recht gibt, dass der Hass vieler Muslime gegen die westliche Welt dagegen harmloser erscheint und man die fehlende Dialogbereitschaft ganz anderer Kreise mal unter die Kupe nehmen sollte.

Bisher habe ich aber im realen Leben eher Atheisten oder Agnostiker kennengelernt, die mit metaphysischen Vorstellungen einfach ihre Probleme haben aus ganz nüchternen persönlichen Gründen, gerade andere Typen als die, die sich irrationalem Hass auf Menschen hingeben, mit denen sie sich nicht beschäftigen wollen, vor denen sie aber eine diffuse Angst verspüren.
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Alt 29. Nov 2007, 10:48 Uhr   #19 (Permalink)
Meister Brubbel
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Vielleicht kommst Du einfach mal zum Thema, anstatt hier den Torquemada zu spielen, aber vielleicht ist eine SMS Freischaltung wirklich mal angebracht ....
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Alt 29. Nov 2007, 11:01 Uhr   #20 (Permalink)
Amanda
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Persönliche Angriffe sind hier nicht angebracht, Dr. Seltsam
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