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22. Okt 2007, 12:41 Uhr
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#1 (Permalink)
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Team-Bot
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 874
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»Ich bin Dein Gore«: Der Klimatismus als neue weltliche Religion
?und Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.« Der Klimatismus als neue weltliche Religion
Weiterlesen...
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22. Okt 2007, 14:00 Uhr
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#2 (Permalink)
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Chuzpe
Registriert seit: Jul 2007
Ort: In einem wunderschönen Freistaat.
Beiträge: 3.437
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Zitat:
"Zitieren wir Karl Popper, der’s wiederum von Aristoteles und David Hume hat: »Alle Theorien sind Hypothesen, alle können umgestoßen werden. Das Spiel der Wissenschaft hat grundsätzlich kein Ende. Wer beschließt, die wissenschaftlichen Sätze nicht weiter zu überprüfen, der tritt aus dem Spiel aus.« "
Ein sehr guter Artikel. 
__________________
"Der Staat ist an einem Punkt angelangt, von dem aus er nur noch kleiner werden darf." Dirk Friedrich.
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22. Okt 2007, 16:29 Uhr
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#3 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Apr 2007
Ort: Münster
Beiträge: 362
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Doch, der gefällt mir auch 
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22. Okt 2007, 20:57 Uhr
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#4 (Permalink)
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Profillos
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.051
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Hmm, schlecht finde ich den Artikel auch nicht, aber ein paar Punkte stören mich doch.
Der Vergleich mit Religion mag ja in einigen Fällen zutreffen, ist hier aber doch übertrieben. Ein einzelnes Zitat von Al Gore in dem "Buße" vorkommt belegt noch nicht, dass er ein Sektenführer ist, sondern nur, dass er sich u.a. auch einer religiösen Sprache bedient. Das findet man aber fast überall wo jemand versucht die Gesellschaft zu ändern (hmm, vielleicht sollte man mal eher darüber nachdenken ob die ganzen Propheten nicht eher politische Gestalten waren als Religiöse).
Zitat:
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Da kommt die Erlösung aus dem Verzicht, was in Wahrheit auch ein religiöser Topos ist. Wie grollt doch Jesaja? »Ihr habt den Weinberg geplündert, eure Häuser sind voll von dem, was ihr den Armen geraubt habt.« Die moderne Entsprechung ist die »Ausbeutung der Dritten Welt«. Übt euch in Demut, »jeder Mann muss sich beugen«, sonst wird euch der »Herr den Schmuck wegnehmen, die Armspangen«, warnt der Prophet.
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Hier werden dann auch verschiedene Themen undifferenziert in einen Topf geworfen. Auch wenn es keine Klimakathastrophe gibt ist die Weltarmut ein Riesenproblem. Und wenn dann Konzerne die auf der einen Seite Milliarden für Werbung ausgeben Gewerkschaftsmitglieder, die ein bisschen bessere Arbeitsbedingungen fordern, umbringen lassen, dann sollte man denen eigentlich ganz schnell "Armspangen" verpassen (am besten gleich mit der passenden Fußkette).
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22. Okt 2007, 21:14 Uhr
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#5 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Apr 2007
Beiträge: 472
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Zitat:
Zitat von dichterDenker
Der Vergleich mit Religion mag ja in einigen Fällen zutreffen, ist hier aber doch übertrieben. Ein einzelnes Zitat von Al Gore in dem "Buße" vorkommt belegt noch nicht, dass er ein Sektenführer ist, sondern nur, dass er sich u.a. auch einer religiösen Sprache bedient. Das findet man aber fast überall wo jemand versucht die Gesellschaft zu ändern (hmm, vielleicht sollte man mal eher darüber nachdenken ob die ganzen Propheten nicht eher politische Gestalten waren als Religiöse).
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Es ist ja noch schlimmer: auch Popper redet religiös daher, und das auch noch zu Recht! Denn wenn man nicht veri-, sondern nur falsifizieren kann, dann kann man auch nicht wissen was ist, sondern nur was nicht ist. Wissenschaft ist die Suche nach dem, was ich nicht weiß; die Suche nach der Wahrheit ist der Philosophie und Theologie vorbehalten.
Wer also sagt, was Sache ist, der predigt.
Und so ist es ja auch mit den Sätzen à la:
Zitat:
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Das Spiel der Wissenschaft hat grundsätzlich kein Ende. Wer beschließt, die wissenschaftlichen Sätze nicht weiter zu überprüfen, der tritt aus dem Spiel aus.
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Besonders perfide: das "nicht weiter" im letzten Satz.
Denn natürlich sind alle, die an Gott glauben, jederzeit bereit, ihre Überzeugung überprüfen zu lassen. Das Problem ist nur: den Wissenschaftlern fällt kein vernünftiger "Test auf Gott" ein.
Sind sie jetzt raus aus dem Spiel? Mitnichten: die anderen sind es!
Sagen die Wissenschaftler, und die müssen es ja wissen. Geschafft!
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22. Okt 2007, 23:56 Uhr
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#6 (Permalink)
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Cheeseboiger!
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.164
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Wittgenstein doch riet, über das, worüber keine vernünftigen Aussagen gemacht werden können, doch besser zu schweigen.
Und ja, jeder hat so seine Wahrheit. Manche Leute (aus der religiösen Branche etwas mehr) verwechseln das mit vielerlei. Unter anderem: "meine Wahrheit ist die einzige", "meine Wahrheit ist auch die Realität" und "Wahrheiten brauchen nicht auf den Prüfstand".
Deswegen sollte sich Religion nicht unbedingt in die Wissenschaft einmischen und Wissenschaft nicht in die Religion. Denn wissenschaftlicher "Glaube" ist der Zweifel, religiöser Glaube ist die Überzeugung. Beides tunlichst nicht vermengen man sollte.
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Stell’ Dir vor es geht und keiner kriegt’s hin
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23. Okt 2007, 12:02 Uhr
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#7 (Permalink)
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SCHLEMMER!!!!
Registriert seit: Mär 2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.170
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Durch Falsifizierung nähert sich die Wissenschaft der Wahrheit an.
Keine andere Methode und schon gar nicht Glaube und Religion kommt auch nur im Entferntesten so nahe an die Wahrheit ran.
Und wenn ich mir anschaue was damit bisher erreicht wurde, kann ich gut damit leben nie die Wahrheit zu kennen.
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“Religion is an insult to human dignity. With or without it, you’d have good people doing good things and evil people doing bad things, but for good people to do bad things, it takes religion.”
Steven Weinberg, Nobel Laureate in physics.
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23. Okt 2007, 17:16 Uhr
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#8 (Permalink)
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Profillos
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.051
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Zitat:
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Zitat von Deutscher Jäger
Durch Falsifizierung nähert sich die Wissenschaft der Wahrheit an.
Keine andere Methode und schon gar nicht Glaube und Religion kommt auch nur im Entferntesten so nahe an die Wahrheit ran.
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Ja und nein. In der Theorie wenn wir die Zeit für die Forschung gegen unendlich gehen lassen mit Sicherheit, aber in der Praxis kann es theoretisch  auch passieren, dass man eine beinahe richtige Theorie verwirft und eine schlechtere Theorie annimmt weil die aus bestimmten Gründen (Symetrischer, erklärt mehr, "einfacher") gerade besser erscheint.
Das Hauptproblem ist allerdings, dass die wissenschaftliche Methode eben nur sehr eingeschränkt einsatzfähig ist. Die meisten Alltagsfragen lassen sich damit nicht beantworten (wie willst du wissenschaftlich herausfinden ob ich gestern nacht zigaretten gekauft habe?). Außerdem kannst du dann die Meßergebnisse wieder ganz schlecht wissenschaftlich überprüfen (wenn dir dein Assistent sagt, dass er, während du grade den Kaffee gemacht hast, 5 Elektronen durch die Röhre geflogen sind, wie findest du heraus ob das stimmt?).
Da braucht man dann halt irgendwo schon wieder eine Wahrheit um überhaupt mit der Arbeit anfangen zu können (und wie stets mit der Wahrheit von Aussagen wie: "die Wissenschaft ... nähert sich der Wahrheit an"?).
Da bleibt auch ein gewaltiger Spielraum für Glauben, weil sich viele religiöse Fragen nicht mehr wissenschaftlich beantworten lassen. Die Methode einfach glauben was der Papst sagt ist zwar vielleicht schlecht, aber solang ich das nicht muss ist es auch nicht mein Bier.
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24. Okt 2007, 00:24 Uhr
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#9 (Permalink)
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Cheeseboiger!
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.164
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@dD
Wobei der Beweis "ich habe gestern nacht 5 Zigaretten geraucht/gekauft was auch immer" durch den Glauben erbracht den Meister doch interessieren würde. Oder anders gefragt: was hat diese Frage mit der Unvereinbarkeit von Glauben und Wissenschaft zu tun ?
Es den MEister schon beruhigt, daß elektrische Entladungen in der Athmosphäre (gemeinhin als Blitz bekannt) auf physikalische Gesetzmäßigkeiten man zurückführen kann. Anstatt auf geschleuderte Hämmer irgendwelcher germanischer Gottheiten oder rachsüchtiger alttestamentarischer Götter. Beim ersten hat man zumindest eine Idee, wie man nicht selbst von so einer göttlichen Unmutsäußerung getroffen wird (es ist besser, nicht das höchste Objekt seiner näheren Umgebung zu sein). Beim zweiten wüsste man nicht so genau, wie die Laune des Gottes gerade so ist ....
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Stell’ Dir vor es geht und keiner kriegt’s hin
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24. Okt 2007, 19:36 Uhr
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#10 (Permalink)
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Profillos
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.051
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Sage ich ja garnicht, dass der Glaube den Beweis erbringt.
Das war ja nur ein Beispiel dafür, dass Wissenschaft nicht alles kann. Wo sie es kann, da bin ich auch dafür sie zu benutzen.
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