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Alt 26. Sep 2007, 15:10 Uhr   #11 (Permalink)
MorganLeFay
milkaholic
 
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Ort: Dundee
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Das Euthanasie-Dingens habe ich auch eben nachgeschlagen.

Nur: Verurteilt die katholische Kirche diese extrem passive Sterbehilfe? Wenn der Sterbende unmittelbar vorher mitteilt, dass er nicht an Schlaeuchen haengen will?
Es geht hier nicht um das Aufdrehen des Morphiums, sondern um einen recht natuerlichen Tod durch Verhungen/ Schwaeche - ich tue mich schon schwer damit das als Sterbehilfe zu verstehen, weil es ein schlichtes Unterlassen ist.
Was sagt die katholische Kirche zu genau diesem schwachen, schwaechsten Szenario?
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Alt 26. Sep 2007, 15:16 Uhr   #12 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Im Endeffekt ist die Kirche ja der Meinung, dass der Wille Gottes über den Tod entscheiden soll. "Wenn es passiert, dann passiert es halt."
Entsprechend wären lebensverlängernde Maßnahmen, wenn gar keine Chance auf Heilung besteht, eigentlich eher eine Verletzung des Willen Gottes als das Zulassen des Todes.
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Alt 26. Sep 2007, 16:48 Uhr   #13 (Permalink)
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Jolandös
 
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Korrekt.
Ich habe das Thema letzte Woche in der Saarbrücker schon einmal als Breicht aufbereitet gelesen.

Lächerlich, da machen sich ein paar Leutchen aus angeblichen Aussagen und nicht gesicherten Erkenntnissen über das zu späte Einsetzen der Magensonde Gedanken.

Wenn JPII die Sonde lange ablehnte, dann ist dies aus seinem Glauben auch gut so gewesen. Und das zu späte Einsetzen oder das Verweigern anderer Medikamente als Sterbehilfe zu interpretieren, ist dann doch etwas sehr gewagt.
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Alt 26. Sep 2007, 17:06 Uhr   #14 (Permalink)
Doc01
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Zitat:
Zitat von Amanda Beitrag anzeigen
Es gibt ja verschiedene Formen der Sterbehilfe, die aktive und die passive Sterbehilfe.

Die Einstellung der Ernährung fällt unter Passiv.


Insofern hat man dem Papst tatsächlich Sterbehilfe gegeben, in dem man ihn hat einfach sterben lassen.
Nennt man das nicht unterlassene Hilfeleistung? Im Übrigen ist die Multilevelmarkitingorganisation katholische Kirche so undurchsichtig in ihrem Handeln, dass es eigentlich egal ist, sich darüber Gedanken zu machen. Auch falls man gläubig ist. Man glaubt doch nicht an die Kirche, sondern an einen Gott, oder?
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Alt 26. Sep 2007, 17:19 Uhr   #15 (Permalink)
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Jolandös
 
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Das würde ich als Viertelwissen bezeichnen, Doc.

Das Credo der christlichen Kriche ist:

Ich glaube an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt
unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater (und dem Sohn) hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet
und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, katholische*
und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe
zur Vergebung der Sünden.
Ich erwarte die Auferstehung der Toten
und das Leben in der kommenden Welt. Amen.

* Das entstammt dem Urcredo der katholischen Kirche, ich denke, dass die Protestanten da etwas anders beten werden
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Geändert von comment (26. Sep 2007 um 17:24 Uhr Uhr). Grund: Doppelpost zusammengeführt
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Alt 26. Sep 2007, 17:30 Uhr   #16 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.483
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Das "katholisch" bezieht sich in dem Fall eigentlich nicht auf die römisch-katholische Kirche, sondern entstand aus der ursprünglichen Bedeutung des Wortes "allgemein". Genau so wird es in protestantischen Bekenntnissen dann auch übersetzt.
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Alt 26. Sep 2007, 17:37 Uhr   #17 (Permalink)
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Jolandös
 
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Merci, Siran.

Wieder eine Wissenslücke weniger.
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Alt 26. Sep 2007, 18:23 Uhr   #18 (Permalink)
MorganLeFay
milkaholic
 
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Ort: Dundee
Beiträge: 2.823
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Zitat:
Zitat von comment Beitrag anzeigen
und die eine, heilige, katholische*
und apostolische Kirche.
Wir sagen "heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen", aber unser's ist eh kuerzer.
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Alt 26. Sep 2007, 20:18 Uhr   #19 (Permalink)
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Jolandös
 
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(Vielleicht sollte ich auch mal wieder einen Kirchgang einlegen)
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Alt 27. Sep 2007, 09:58 Uhr   #20 (Permalink)
Doc01
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Zitat:
Zitat von comment Beitrag anzeigen
Das würde ich als Viertelwissen bezeichnen, Doc.

Das Credo der christlichen Kriche ist:
Viertel"wissen"???? Und christliche Kirche? Du meinst Glauben und katholische Kirche.

Wenn das, was Du da geschrieben hast, das katholischen Glaubensbekenntnis ist, sind die Jungs noch viel merkwürdiger, als ich dachte. Wer an eine Kirche glaubt (Menschenwerk), ist meiner Ansicht nach nicht ganz dicht!

Selbst falls es ein gottähnliches Wesen geben würde, hätte ich ein Problem damit, da im Namen dieses merkwürdigen Wesens mehr Müll auf diesem Planeten passiert ist, als durch andere Dinge.

Ich sehe es so, wie weiland Feuerbach:
1. Religion ist nicht nur eine historische oder transzendente Tatsache, sondern vor allem eine Leistung des menschlichen Bewusstseins, also der Einbildungskraft bzw. Phantasie.

2. alle Religionen unterscheiden sich nur ihrer Form nach, haben aber eines gemeinsam: sie spiegeln die unerfüllten Bedürfnisse der menschlichen Natur wider – Gott und alle religiösen Inhalte sind nichts anders als psychologische Projektionen, die ihre materiellen Ursachen in der Natur des Menschen besitzen.

Ich bin Agnostiker (im Gegensatz zum Atheisten):

Der grundsätzliche Unterschied zwischen Agnostizismus und Atheismus besteht darin, dass es beim Agnostizismus um die prinzipielle rationale Erkennbarkeit Gottes, beim Atheismus dagegen um den tatsächlichen Glauben an Gott geht. Daher ist der Agnostizismus vor allem eine philosophische Grundsicht, während sich der Atheismus vor allem als Gegenpol zum Theismus sieht. Der Unterschied erscheint zunächst gering, weshalb auch die Begriffe Agnostizismus und (schwacher) Atheismus oft (fälschlicherweise) synonym gebraucht werden.
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