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14. Feb 2009, 16:38 Uhr
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#61 (Permalink)
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Walter-Hofer-Clan
Registriert seit: Dez 2007
Ort: In der Stadt, die Wissen schafft
Beiträge: 10.464
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Zitat:
Zitat von Gaucho
Immer dasselbe: "Wenn das der Führer wüßte". oder "Mitarbeiter haben Papst nicht über Williamson informiert."
Unfaßbar, all diese Ahnungslosen an der Spitze.
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Deswegen werden sie ja an die Spitze geschoben! 
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14. Feb 2009, 16:57 Uhr
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#62 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 1.768
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Zitat:
Zitat von Gaucho
Immer dasselbe: "Wenn das der Führer wüßte". oder "Mitarbeiter haben Papst nicht über Williamson informiert."
Unfaßbar, all diese Ahnungslosen an der Spitze.
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Lies doch wenigstens den letzten Satz:
Zitat:
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[...] nicht mehr in der Lage oder willens war, dies gilt es aufzuarbeiten, dagegen vorzugehen.
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14. Feb 2009, 19:10 Uhr
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#63 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Apr 2008
Beiträge: 4.723
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"...nachdem er Kenntnis..." ging dem aber voraus. Das insinuiert, er habe diese Kenntnis zunächst nicht und dann sehr spät erhalten. Genau das ist immer falsch.
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14. Feb 2009, 19:16 Uhr
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#64 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 1.768
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Zitat:
Zitat von Gaucho
"...nachdem er Kenntnis..." ging dem aber voraus. Das insinuiert, er habe diese Kenntnis zunächst nicht und dann sehr spät erhalten. Genau das ist immer falsch.
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Und warum ist dies »immer falsch«?
@Wahnfried
Ein Beleg für die Behauptung, Milosevic strebte ein Großserbien an, könntest Du auch mal nachliefern.
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14. Feb 2009, 19:25 Uhr
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#65 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Apr 2008
Beiträge: 4.723
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Es ist falsch, dass die Bosse immer überhaupt nichts oder nur spät was wissen. Auch Mehdorn wußte von nix. Nicht, dass ich Mehdorn mit Milosevic gleichsetzen möchte, aber immer und überall ist das dieselbe Ausrede.
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14. Feb 2009, 19:56 Uhr
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#66 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 1.768
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Zitat:
Zitat von Gaucho
Es ist falsch, dass die Bosse immer überhaupt nichts oder nur spät was wissen. Auch Mehdorn wußte von nix. Nicht, dass ich Mehdorn mit Milosevic gleichsetzen möchte, aber immer und überall ist das dieselbe Ausrede.
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Es geht nicht um eine Ausrede, sondern um die Feststellung, ob Milosevic vorsätzlich, also wissentlich und willentlich, agierte oder nachdem er von bestimmten Vorfällen erfuhr, inkonsequent handelte. Es müsste belegt werden, dass er Kriegsverbrechen absichtlich herbeiführen wollte.
Geändert von Apollon (14. Feb 2009 um 19:58 Uhr Uhr).
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17. Feb 2009, 12:49 Uhr
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#67 (Permalink)
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Dem König treu
Registriert seit: Feb 2009
Ort: zwischen München und Starnberg
Beiträge: 3.453
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Zitat:
Zitat von Apollon
Es geht nicht um eine Ausrede, sondern um die Feststellung, ob Milosevic vorsätzlich, also wissentlich und willentlich, agierte oder nachdem er von bestimmten Vorfällen erfuhr, inkonsequent handelte. Es müsste belegt werden, dass er Kriegsverbrechen absichtlich herbeiführen wollte.
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Kriegsverbrechen haben eine Eigendynamik, sind jedoch beherrschbar.
Milosevic duldete diese Kriegsverbrechen, dies sollte eigentlich reichen.
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17. Feb 2009, 12:57 Uhr
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#68 (Permalink)
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Walter-Hofer-Clan
Registriert seit: Dez 2007
Ort: In der Stadt, die Wissen schafft
Beiträge: 10.464
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Zitat:
Zitat von Apollon
@Wahnfried
Ein Beleg für die Behauptung, Milosevic strebte ein Großserbien an, könntest Du auch mal nachliefern.
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kein Problem:
Zitat:
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Auf dem Kongress der Sozialistischen Partei Serbiens von Slobodan Milošević, die in Peć (Kosovo) am 9. Oktober 1991 stattfand, beschrieb der Vizepräsident der Partei, der Philosoph Mihailo Marković, das neue serbische bzw. großserbische Konzept sehr genau: Im neuen jugoslawischen Staat sollte es zumindest drei föderale Einheiten geben: Serbien, Montenegro und eine vereinigte Region Bosnien-Knin (also ein Gebiet, das serbische autonome Gebiete in Bosnien und Kroatien umfassen sollte).
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Großserbien - Wikipedia
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17. Feb 2009, 21:13 Uhr
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#69 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 1.768
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44
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Verwechselst Du »großserbisch« mit jugoslawisch? Vielleicht bringst Du aber auch noch das angeblich nationalistische, großserbische Konzept Markovics als Quelle.
Markovic äußerte sich 2000 in einem Interview zum Nationalismus:
Zitat:
Nationalismus? Ich habe eine kritische Einstellung zum Nationalismus in dem Sinne, daß Nationalismus immer eine einseitige Auffassung eines Problems bedeutet, wobei nur die nationale Dimension gesehen wird. So wird alles im Licht nationaler Beziehungen, nationaler Interessen gesehen. Dazu verhalte ich mich kritisch. Aber selbst dabei haben Sie zwei Arten von Nationalismus. Sie haben den »verträglichen« Nationalismus, der, wie gesagt, eben nur in seiner Einseitigkeit besteht. Aber Chauvinismus, den ich den »bösartigen« Nationalismus nennen würde, ist etwas völlig anderes. Chauvinismus, das ist der Haß auf andere Nationen, das Nicht-Geltenlassen anderer Nationen - das ist etwas absolut Negatives. Leute, die nicht zwischen diesen beiden Arten von Nationalismus unterscheiden wollen oder können oder nicht einmal einen Unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus sehen, sind einfach nicht gebildet genug. Sie sehen die Problemstellungen unserer Zeit eben nicht in allen ihren Nuancen, sondern gehen oberflächlich an die Dinge heran. Sie sehen dort, wo Abstufungen von Grau sind, nur Schwarz und Weiß.
(...)
Es ist gänzlich ungerechtfertigt zu behaupten, daß die SPS von irgendeiner Form von Nationalismus angesteckt sei; und Milosevic kann nicht als Nationalist bezeichnet werden.
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Selbstverständlich ist auch diese Aussage kritisch zu bewerten. Ich möchte nicht so verstanden werden, dass ich einen durchaus vorhandenen serbischen Nationalismus generell leugne.
Jedoch halte ich Milosevic nicht für einen Nationalisten. Man möge mir nur eine Aussage von ihm bringen, die der Linie seiner Amselfeldrede (1989) widerspricht:
Serbien ist heute vereint, gleichberechtigt mit den anderen Republiken und bereit, alles zu tun, um das materielle und gesellschaftliche Leben aller seiner Bürger zu verbessern. Wenn es Harmonie, Kooperation und Ernsthaftigkeit gibt, wird es darin auch erfolgreich sein. Daher ist der Optimismus, der heute in Serbien mit Blick auf seine Zukunft vorherrscht, realistisch, umso mehr, da er auf der Freiheit begründet ist, die es allen Menschen ermöglicht, ihre positiven, schöpferischen, humanen Fähigkeiten für die erfolgreiche Entwicklung des gesellschaftlichen und des eigenen Lebens auszuprägen.
Niemals in der Geschichte war Serbien nur von Serben bewohnt. Heute mehr als jemals zuvor leben hier Bürger aller ethnischen und nationalen Gruppen. Dies ist kein Handikap für das Land. Ich bin aufrichtig davon überzeugt, daß dies sein Vorzug ist. In diesem Sinne ändert sich die nationale Zusammensetzung fast aller und besonders der entwickelten Länder der gegenwärtigen Welt. Immer mehr und immer erfolgreicher leben Bürger verschiedener Nationalitäten, unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Rassen zusammen.
Der Sozialismus als eine progressive und gerechte demokratische Gesellschaftsform darf eine Trennung nach Nationalität und Religion im Zusammenleben nicht erlauben.
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17. Feb 2009, 22:49 Uhr
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#70 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Apr 2008
Beiträge: 4.723
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Was einer redet und wie einer handelt, muss nicht zusammenpassen. Milosevic hat "ethnische Säuberungen" mindestens geduldet. Mindestens.
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