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Umfrageergebnis anzeigen: Organspende, freiwillig oder automatisch
Freiwillig, wie bisher 8 57,14%
Automatisch mit Ausschlussausweis 6 42,86%
Keine Meinung 0 0%
Teilnehmer: 14. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 05. Jun 2007, 12:51 Uhr   #11 (Permalink)
MorganLeFay
milkaholic
 
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Beiträge: 2.824
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Prinzipiell finde ich die Idee des Negativ-Ausschlusses nicht schlecht, habe aber aehnliche Vorbehalte wie Siran.

Da ich persoenlich Organ- und Koerperspender bin, habe ich damit null Probleme, verstehe aber, wenn andere Menschen das nicht wollen oder koennen.

Gerade die Koerperspende verdeutlicht das, glaube ich. Mir ist es schnurz, was mit meinem Koerper passiert. Wenn noch was nuetzliches dabei rauskommt, fein.
Allerdings gibt es bei der Koerperspende nichtmal eine Beerdigung fuer eine laengere Zeit - und da muss auf jeden Fall gesichert sein, dass die Hinterbliebenen oder der Verstorbene (zu Lebzeiten) da volle Kontrolle haben. Ein Negativ-Prinzip ist dann unmoeglich - man kann ja ueberfahren werden, bevor man die Weigerung unterschrieben hat.

Ich bin fuer eine Freigabe des Organhandels - was leider auch unmoeglich ist momentan in einer globalisierten Gesellschaft.
__________________
So when you're asked to fight a war that's over nothing, it's best to join the side that's going to win.
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Alt 05. Jun 2007, 14:02 Uhr   #12 (Permalink)
Scotty
Hup Oranje!
 
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Beiträge: 1.649
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Zitat:
Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
man kann ja ueberfahren werden, bevor man die Weigerung unterschrieben hat.
Das ist verständlich. Aber eventuell kann dadurch ein Leben gerettet werden. Ist das nicht höher zu bewerten?
Vielleicht sollte man bei den Befürwortern der freiwilligen Lösung nach den Gründen der "Mein Körper gehört mir" Einstellung fragen.
Könnten religiöse Grüne mitspielen? Das wäre meine Vermutung gewesen.
__________________
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Alt 05. Jun 2007, 14:25 Uhr   #13 (Permalink)
MorganLeFay
milkaholic
 
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Beiträge: 2.824
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Zitat:
Zitat von Scotty Beitrag anzeigen
Das ist verständlich. Aber eventuell kann dadurch ein Leben gerettet werden. Ist das nicht höher zu bewerten?
Vielleicht sollte man bei den Befürwortern der freiwilligen Lösung nach den Gründen der "Mein Körper gehört mir" Einstellung fragen.
Könnten religiöse Grüne mitspielen? Das wäre meine Vermutung gewesen.
Nicht unbedingt. Ich kenne tiefreligioese Menschen, die sich spenden und umgekehrt.
Fuer "moderne" Christen kann ich mir sogar vorstellen, dass die koerperliche Unversehrtheit eine relativ untergeordnete Rolle spielt.

Wem soll denn mein Koerper gehoeren, wenn nicht mir?
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Alt 05. Jun 2007, 14:27 Uhr   #14 (Permalink)
Amanda
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Zu Lebzeiten sehr wohl, Morgan.
Aber die Organe werden bei einer Organspende ja normalerweise erst entnommen wenn man schon verstorben ist.
__________________
Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz?
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Alt 05. Jun 2007, 14:28 Uhr   #15 (Permalink)
MorganLeFay
milkaholic
 
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Zitat:
Zitat von Amanda Beitrag anzeigen
Zu Lebzeiten sehr wohl, Morgan.
Aber die Organe werden bei einer Organspende ja normalerweise erst entnommen wenn man schon verstorben ist.
Das meine ich. Wer, wenn nicht ich, darf entscheiden, wie und ob ich unter die Erde komme?
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Alt 05. Jun 2007, 14:35 Uhr   #16 (Permalink)
Amanda
Humorvampir
 
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Da ist dann die Frage: Wer macht das schon?
Wer beschäftigt sich freiwillig mit seinem eigenen Tod? Das sind nun mal die wenigsten.
Die allermeisten dürften das weit von sich drängen, nur um nicht daran erinnert zu werden.
__________________
Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz?
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Alt 05. Jun 2007, 14:47 Uhr   #17 (Permalink)
Scotty
Hup Oranje!
 
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Zitat:
Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
Nicht unbedingt. Ich kenne tiefreligioese Menschen, die sich spenden und umgekehrt.
Fuer "moderne" Christen kann ich mir sogar vorstellen, dass die koerperliche Unversehrtheit eine relativ untergeordnete Rolle spielt.

Wem soll denn mein Koerper gehoeren, wenn nicht mir?
Ok, wie gesagt, war nur eine Vermutung.
Klar, "mein Körper gehört mir" und ich kann eine Verfügung abgeben, daß das auch so bleibt.
Wenn ich das nicht tue, weil ich nicht daran denke, oder zu faul bin.... dann hab ich Pech gehabt.
Dann kommt ein nicht mehr ganz vollständiger Körper ins Grab oder die Urne.
Das sollte logischwerweise gewährleistet sein, so wie es jetzt bei den freiwilligen Spendern auch ist.
ABER: Wenn ich dagegen bin und bis zu meinem Ableben keine Verfügung abgegeben habe, dann betrifft es mich nicht mehr. Weil ich es nicht mehr erlebe, buchstäblich.
Aber es kann ein anderes Leben gerettet werden.
Die Aufregung, was mit dem Körper geschieht entsteht jetzt, mit dem Nachdenken über dieses Thema. Nicht erst nach dem Tod.
Und somit kann man auch eine Verfügung dagen erlassen.
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Alt 05. Jun 2007, 14:47 Uhr   #18 (Permalink)
MorganLeFay
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Zitat:
Zitat von Amanda Beitrag anzeigen
Da ist dann die Frage: Wer macht das schon?
Wer beschäftigt sich freiwillig mit seinem eigenen Tod? Das sind nun mal die wenigsten.
Die allermeisten dürften das weit von sich drängen, nur um nicht daran erinnert zu werden.
Mir scheint es eher so, dass z.B. die meisten Menschen sehr genau wissen, ob sie eingeaeschert oder verbuddelt werden wollen.
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Alt 05. Jun 2007, 14:48 Uhr   #19 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Beiträge: 3.483
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Zitat:
Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
Mir scheint es eher so, dass z.B. die meisten Menschen sehr genau wissen, ob sie eingeaeschert oder verbuddelt werden wollen.
Es schreiben nur die wenigsten nieder...
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Alt 05. Jun 2007, 14:49 Uhr   #20 (Permalink)
MorganLeFay
milkaholic
 
Benutzerbild von MorganLeFay
 
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Ort: Dundee
Beiträge: 2.824
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Zitat:
Zitat von Siran Beitrag anzeigen
Es schreiben nur die wenigsten nieder...
Richtig. Aber daraus abzuleiten, dass sie das Recht verwirkt haben und quasi der Obrigkeit gehoeren, finde ich gewagt.
Gibt ja meistens Angehoerige.
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