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Zitat von MorganLeFay
Selbstmord ist letztendlich eine Entscheidung des Einzelnen, und ich habe ein großes Problem damit, einem offenbar depressiven Menschen einfach das Gift/ die Waffe/ den Strick hinzulegen und wegzugucken.
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Hmm, ja, klammern wir mal das Wegkucken und die Motive erstmal aus.
Wenn Selbstmord jetzt die Entscheidungshoheit des Einzelnen ist, dann sehe ich eigentlich keinen Grund dafür, warum die Beihilfe dazu schlimm ist.
Sagen wir ein Freund von mir wird von seiner Freundin sitzengelassen und entwickelt die absurde Idee, dass er es hier nicht mehr aushält, will alles hinwerfen und in irgendeinem Land, das er keinem nennt, als Straßenkehrer neu anfangen. Vielleicht halte ich das für bescheuert, aber angenommen er überredet mich trotzdem dazu ihn zum Flughafen zu fahren.
Müssen tu ichs ja nicht, aber wenn ichs mache wäre das dann verwerflich?
Ich sehe hier keine Möglichkeit ja zu antworten ohne das Selbstbestimmungsrecht in dem Fall abzulehnen.
Und wenn ich mir dann tatsächlich das Recht rausnehme das Selbstbestimmungsrecht nach Eigenwillkür zu beschränken, warum sollte ich dann da aufhören? Warum nicht einfach weitermachen, bis jeder sich noch entscheiden kann zwischen dem was mir gefällt und dem was mir gefällt?
(Das ist jetzt keine rethorische Frage)
Das Motiv spielt sicher eine Rolle - wenn ich ihn zum Flughafen fahre weil ich weiß, dass seine wirklich gutaussehende Freundin sowieso zu ihm zurückwollte und dann getröstet werden muss...
Aber das kann man in einer grundsätzlichen Diskussion mal ausklammern - fast alles wird ja von irgendwem irgendwo aus unlauteren Motiven getan. Warum verbieten wir nicht Partnervermittlungsagenturen, die teilweise mit denselben Ängsten ihren Gewinn maximieren?
Das Wegkucken, bzw. das die Hilfe zum Nichtselbstmord ausgeklammert wird ist interessanter. Aber eins ist ja offensichtlich - es gibt diese Hilfe überhaupt nicht in ausreichend. Wo war denn bitte die Presse, als die Frau noch am Leben war? Wo waren all die Leute die jetzt ihren Senf dazugeben als es noch nicht zu spät war? Warum ist niemand während den Vorbereitungen auf die Idee gekommen das Thema öffentlich anzuschneiden oder einfach mal mit der Frau zu reden?
Letzlich scheint es doch eher so als ob niemand Hinkucken will. Und sollte jemand das Thema mal thematisieren wollen, wird der Diskussion der Nährboden entzogen.
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Zitat von Deutscher Jäger
das, und vor allem muss sich an den Zuständen in den Pflegeheimen dringend was ändern. Wenn Menschen schon lieber sterben als in ein solches Heim zu gehen.
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Ich vermute mal, dass die Zustände in den Pflegeheimem da nur zweitrangig waren. Ich schätze, da geht es in erster Linie um viel elementarere Sachen - Einsamkeit, Hilflosigkeit, keine Aufgabe mehr im Leben, usw.