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09. Mär 2010, 10:03 Uhr
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#1 (Permalink)
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etiam si omnes, ego non
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Zitat:
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Off-Topic:
Wer ist der häßliche Kerl, der dein Avatar ist? Der ist ja nun ehrlich die Schlimmste aller vorher von Dir gezeigten Visagen. Mach den weg, das ist ja nicht zum Anschauen.
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Das ist ja hier kein Schönheitswettbewerb.
Ich mag ihn. Es ist Herr Edgar J. Jung.
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Wahrscheinlich finden Völker, die einmal eine Revolution durchgemacht haben, nie mehr zurück zur Normalität. Völker, die zweimal hintereinander einen Krieg verloren haben, vermutlich auch nicht.
Edgar L. Gärtner
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09. Mär 2010, 12:28 Uhr
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#2 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Apr 2008
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Zitat:
Zitat von Václav Ximus
Das ist ja hier kein Schönheitswettbewerb.
Ich mag ihn. Es ist Herr Edgar J. Jung.
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Er sieht aber nicht nur unschön aus, sondern ganz besonders unsympathisch. Dem würde ich jede Scheinheiligkeit zutrauen und vor ihm flüchten. Gleich schaue ich mal nach, wer der Herr Jung ist.
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Michel de Montaigne: "Was ist das für eine Wahrheit, die an diesem Bergzug endet und für die Welt dahinter Lüge ist?"
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09. Mär 2010, 12:30 Uhr
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#3 (Permalink)
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Senior Member
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Zitat:
Zitat von Gaucho
Off-Topic:
Wer ist der häßliche Kerl, der dein Avatar ist? Der ist ja nun ehrlich die Schlimmste aller vorher von Dir gezeigten Visagen. Mach den weg, das ist ja nicht zum Anschauen.
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Off-Topic:
Wenn man nachliest, wer das war, dann weiß man auch, warum er als Avatar gewählt wurde....
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09. Mär 2010, 13:34 Uhr
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#4 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Apr 2008
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Off-Topic:
Ich hab gerade eben nachgelesen. Es ist es wert, zusammengefasst zu werden, auch wenn´nicht hierher passt. Aber Jung ist es nicht wert, dass er einen eigenen Strang bekommt.
Dieser Jung hat einen Trupp von 20 Mann befehligt, der im Januar 1924 ein Lokal gestürmt und drei Männer erschossen hat, zwei „Separatisten“, die für eine autonome Pfalz gekämpft haben, und einen unbeteiligten Gast. Dabei sind auch zwei der Attentäter umgekommen, beide gehörten der NSDAP an. Die Staatsanwaltschaft als staatlicher Gegner einer autonomen Pfalz stufte die Morde als „legalen Akt der Staatsnothilfe“ ein.
Danach versuchte Jung vergeblich, in den Reichtag gewählt zu werden. Er verlegte sich auf´s Publizieren und wurde zum Vordenker des Rechtskonservatismus, eins seiner Bücher hieß „Die Herrschaft der Minderwertigen“ und meinte mit minderwertig alles Parlamentarische, Demokratische, Egalitäre und Liberale. Minderwertig.
Ab 1929 wurde Jung mit monatlich 2.000 Mark von einem geheimen Zusammenschluss von 20 Ruhrindustriellen („Ruhrlade“) alimentiert, die auch jährlich 1,5 Mio. Mark an bürgerliche und rechtskonservative Parteien zahlten, u. a. auch an einige Angehörige der NSDAP.
Diese Industriellen alimentierten interessanterweise ab 1931 auch Hindenburg und forderten ihn 1932 auf, Hitler zum Reichskanzler zu machen. Das Ergebnis kennen wir. Wes Brot ich eß, des Lied ich sing.
Das ist das Umfeld des Mannes, den Du, Ximus, magst, und der ein Mörder war und mit dem Begriff "minderwertig" auch ein Bahnbereiter der physischen Auslöschung alles dessen war, das als minderwertig eingestuft wurde.
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Michel de Montaigne: "Was ist das für eine Wahrheit, die an diesem Bergzug endet und für die Welt dahinter Lüge ist?"
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09. Mär 2010, 15:52 Uhr
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#5 (Permalink)
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Mensch
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Off-Topic:
uff. Bei Wiki laß sich das anders... nasowas
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~~\_Es ist unmöglich, etwas ganz sicher zu machen, denn Dummköpfe sind zu erfinderisch_/~~
~~\_Murphy war ein Optimist_/~~
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09. Mär 2010, 16:58 Uhr
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#6 (Permalink)
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etiam si omnes, ego non
Registriert seit: Mai 2009
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Zitat:
Zitat von Gaucho
Er sieht aber nicht nur unschön aus, sondern ganz besonders unsympathisch. Dem würde ich jede Scheinheiligkeit zutrauen und vor ihm flüchten. Gleich schaue ich mal nach, wer der Herr Jung ist.
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Ich bin mal gespannt, wo Du nachsiehst.
Zitat:
Zitat von Gaucho
Off-Topic:
Ich hab gerade eben nachgelesen. Es ist es wert, zusammengefasst zu werden, auch wenn´nicht hierher passt. Aber Jung ist es nicht wert, dass er einen eigenen Strang bekommt.
Dieser Jung hat einen Trupp von 20 Mann befehligt, der im Januar 1924 ein Lokal gestürmt und drei Männer erschossen hat, zwei „Separatisten“, die für eine autonome Pfalz gekämpft haben, und einen unbeteiligten Gast. Dabei sind auch zwei der Attentäter umgekommen, beide gehörten der NSDAP an. Die Staatsanwaltschaft als staatlicher Gegner einer autonomen Pfalz stufte die Morde als „legalen Akt der Staatsnothilfe“ ein.
Danach versuchte Jung vergeblich, in den Reichtag gewählt zu werden. Er verlegte sich auf´s Publizieren und wurde zum Vordenker des Rechtskonservatismus, eins seiner Bücher hieß „Die Herrschaft der Minderwertigen“ und meinte mit minderwertig alles Parlamentarische, Demokratische, Egalitäre und Liberale. Minderwertig.
Ab 1929 wurde Jung mit monatlich 2.000 Mark von einem geheimen Zusammenschluss von 20 Ruhrindustriellen („Ruhrlade“) alimentiert, die auch jährlich 1,5 Mio. Mark an bürgerliche und rechtskonservative Parteien zahlten, u. a. auch an einige Angehörige der NSDAP.
Diese Industriellen alimentierten interessanterweise ab 1931 auch Hindenburg und forderten ihn 1932 auf, Hitler zum Reichskanzler zu machen. Das Ergebnis kennen wir. Wes Brot ich eß, des Lied ich sing.
Das ist das Umfeld des Mannes, den Du, Ximus, magst, und der ein Mörder war und mit dem Begriff "minderwertig" auch ein Bahnbereiter der physischen Auslöschung alles dessen war, das als minderwertig eingestuft wurde.
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Faszinierend. Warum läßt Du den Auszug im übrigen 1931 enden? Hast Du nur einen Vorwand gesucht? Bitte, ich mache es Dir einfach. Machst Du es Dir einfach? Wenn Du es Dir einfach machst, könntest Du Adolf Hitler doch dankbar sein. Welches ist Deine Quelle?
Zitat:
Nach Hitlers Machtergreifung resignierte er zunächst, ließ sich dann aber von seinem Freund Herbert von Bose, der im Umfeld des Vizekanzlers von Papen auf einen von Hindenburg gedeckten Militärputsch hinarbeitete, für dessen Umsturzplan gewinnen, bei dem die Konflikte zwischen Hitler, der SA und der Reichswehr ausgenutzt werden sollten. Der ohne ausreichende Machtbasis angestellte Versuch begann mit Papens am 17. Juni 1934 vor dem Marburger Universitätsbund gehaltener Rede, die von Jung verfaßt war und den nationalsozialistischen Totalitarismus kritisierte, und endete damit, daß Hitler die Gelegenheit nutzte, sich sowohl der SA-Führung als auch wichtiger konservativer Gegner zu entledigen. Dabei wurde auch Edgar Julius Jung ermordet: Am 1. Juli 1934 wurde er entführt und in einem Wäldchen bei Oranienburg erschossen. Der Geist der von ihm mitgeprägten Konservativen Revolution sollte jedoch fortwirken und ein Jahrzehnt später im Kreis um Stauffenberg noch einmal auferstehen.
Jungs Hauptwerk "Die Herrschaft der Minderwertigen" ist nicht dadurch bedeutend, daß in ihm ein neuer Gedanke verkündet oder ein bestimmtes Lebensgefühl erstmals adäquat zum Ausdruck gebracht wird - diesbezüglich wird Jung von geistesverwandten Autoren wie Carl Schmitt oder Ernst Jünger übertroffen -, sondern dadurch, daß es alle wichtigen Themenbereiche der Konservativen Revolution, die sonst zumeist in Essays, Manifesten und Pamphleten behandelt wurden, mit dem Ziel zusammenfaßt, durch theoretische Explikation eine politische Praxis vorzubereiten. Seine erste Auflage aus dem Jahre 1927 ist noch stärker programmatisch orientiert; in der wesentlich erweiterten zweiten Auflage von 1930 überwiegt hingegen deutlich die philosophische Grundlegung, die Gestalt und Wachstum einer organischen Staatsform zu beschreiben bzw. zu befördern sucht. Charakteristisch für das Organische "ist die lebendige Einheit des Ganzen, wiedergespiegelt von Teilen, die wiederum Eigenleben besitzen; die gleichzeitige Freiheit und Dienstschaft der Teile, die Wechselwirkung zwischen ihnen und dem Ganzen".
Konkret sollte dies durch einen ständestaatlichen Aufbau des Reiches bewirkt werden, bei dem das parlamentarische System mit seinen verhältnismäßig abstrakten Repräsentationsformen, den oft vom tatsächlichen Volkswillen abgelösten Parteiapparaten, durch eine hierarchisch-pyramidale Struktur von möglichst kleinen Einheiten zu ersetzen ist, bei denen sich jeweils Wähler und Gewählte persönlich kennen. Dadurch sieht Jung die Auswahl der Besten, das heißt der am Gemeinwohl und letztlich an einer metaphysischen Allheit orientierten Vertreter in einer neuen, leistungsabhängigen Aristokratie garantiert.
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Quelle
weiter daraus:
Zitat:
Den Geist achten
Auszug aus der Rede Franz von Papens am 17. Juni 1934
Und wenn wir uns heute manchmal über 150prozentige Nationalsozialisten beklagen, dann sind es solche Intellektuellen ohne Boden, solche, die Wissenschaftlern von Weltruf ihre Existenz bestreiten möchten, weil sie kein Parteibuch besitzen. Der im Wesen und im Blute wurzelnde Geist aber ist charaktervoll, unbestechlich, der Erkenntnis und dem Gewissen verhaftet. Ihm gilt unter allen Umständen die Achtung der Nation, weil sie eine Sünde wider die Schöpfung begeht und sich selbst verleugnet, wenn sie den Geist verneint. Hüten wir uns vor der Gefahr, die geistigen Menschen von der Nation auszuschließen, und seien wir des Umstandes eingedenk, daß alles Große aus dem Geiste kommt, auch in der Politik. Man wende auch nicht ein, die geistigen Menschen entbehrten der Vitalität, ohne die ein Volk nicht geführt werden könne. Der wahre Geist ist so lebenskräftig, daß er sich für seine Überzeugung opfert. Die Verwechslung von Vitalität mit Brutalität würde eine Anbetung der Gewalt verraten, die für ein Volk gefährlich wäre."
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Wahrscheinlich finden Völker, die einmal eine Revolution durchgemacht haben, nie mehr zurück zur Normalität. Völker, die zweimal hintereinander einen Krieg verloren haben, vermutlich auch nicht.
Edgar L. Gärtner
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09. Mär 2010, 18:40 Uhr
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#7 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Apr 2008
Beiträge: 4.723
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Zitat:
Zitat von Václav Ximus
Ich bin mal gespannt, wo Du nachsiehst.
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Na wo wohl, wenn es schnell gehen muss? Die Frage ist nicht, wo man nachschaut, sondern ob es stimmt, was man der Quelle entnommen hat. Sag mir, ob und wo das, was ich wiederholt habe, falsch ist.
Zitat:
Zitat von Václav Ximus
Warum läßt Du den Auszug im übrigen 1931 enden? Hast Du nur einen Vorwand gesucht? Bitte, ich mache es Dir einfach. Machst Du es Dir einfach? Wenn Du es Dir einfach machst, könntest Du Adolf Hitler doch dankbar sein.
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Wie meinen? Welches Gedankengewinde ist das nun wieder?
Zitat:
Zitat von Václav Ximus
Welches ist Deine Quelle?
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Siehe oben. Ich habe mit 1931 aufgehört, weil das schon gereicht hat. Jung wird nicht nachträglich dadurch gerechtfertigt, dass er ermordet wurde, immerhin hat er selbst gemordet. Diese Kleinigkeit fehlt in Deinen Auszügen.
Die Geister, die er rief... oder auch in anderer Reihenfolge als gewöhnlich: Pack verträgt sich, Pack schlägt sich. Er ist nicht der letzte Wegbereiter der Nazis, der selbst dran glauben musste, das zieht sich wie ein roter Faden durch diese Diktatur, überhaupt durch alle Diktaturen, auch die stalinistische.
Bei dem Attentat auf die Separatisten sind auch zwei der 20 Attentäter getötet worden, beide gehörten der NSDAP an. Plausibel ist, dass diese beiden nicht die einzigen NSDAP-Mitglieder des Trupps waren.
Zu den 20 Schwerindustriellen, die Jung mit monatlich 2000 Mark bezahlt und Spenden an bürgerliche und rechtskonservative Parteien gegeben haben, zählten auch einige, die wegen ihrer jüdischen Herkunft der NSDAP kritisch gegenüberstanden, weshalb sie ihre Zahlungen direkt an einzelne Parteimitglieder gaben. Andere nicht, Thyssen hat die NSDAP unterstützt. Wenn aber jüdische Industrielle die Gefahr, die von der NSDAP ausging, zu sehen fähig waren, warum war es der intellektuelle Jung nicht? Oder hielt auch er die Juden für "minderwertig", so wie er andere Menschen für minderwertig hielt, weil sie politisch anders dachten als er?
Der Gedanke der Minderwertigkeit mancher Menschen war damals allerdings weit verbreitet, wenn auch nicht überall. Man sollte meinen, ein kluger Mensch habe sich der Verlockung des Verachtens entziehen können.
Warum findest Du Jung gut?
Eigentlich das ja alles ot, vielleicht lagert es ein Mod aus, aber ich finde eigentlich nicht, dass es das wert ist. Oder doch? Denn ein bißchen hängt das Thema ja auch mit den heutigen Industriespenden an die Parteien zusammen - man hätte eigentlich aus Erfahrung wissen können, wozu das führen kann, und ein Verbot von Spenden juristischer Personen an Parteien in der Verfassung verankern können - meine Rede sei 1800.
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Michel de Montaigne: "Was ist das für eine Wahrheit, die an diesem Bergzug endet und für die Welt dahinter Lüge ist?"
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09. Mär 2010, 20:18 Uhr
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#8 (Permalink)
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Registriert seit: Feb 2007
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Beiträge: 6.370
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Off-Topic:
Dem nationalsozialistischen Gedankengut konnte Jung – obwohl er als einer der geistigen Wegbereiter des Nationalsozialismus gilt – tatsächlich nur wenig abgewinnen
Jung
Tja, geistig hat er den Jungs den Weg bereitet, auch wenn er ihnen aktiv wenig zu verdanken hatte.
Klar im übrigen das Ximus auf Jung abfährt:
Zitat:
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Dabei spielt der Glaube eine bedeutende Rolle: Dieser erzeuge Kräfte, „die zur Auffrischung des Volkskörpers” führten. Und schließlich sei die Neugestaltung des Gemeinschaftslebens „nur auf einer religiösen Grundlage möglich”.
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Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik/
Nett ist auch, was er über Juden gedacht hat:
Zitat:
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Deutsche und Juden stellt er jedoch vornehmlich als völkischen Gegensatz gegenüber, im imaginären „jüdischen Volksgeist” glaubt er eine starke individualistische Bestimmung zu erkennen. Dadurch aber werde „das Gebäude deutschen gesellschaftlichen Aufbaus” unterhöhlt, im Gegenzug führe es „die Judenschaft zu ragender Höhe”. Als Maßnahme fordert Jung die Rückgängigmachung der Emanzipation der Juden als Staatsbürger, und zwar durch die „Hebung rassisch wertvoller Bestandteile des deutschen Volkes” und die „Verhinderung minderwertigen Zustromes”.
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Lache, wenn es nicht mehr zum Weinen reicht
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09. Mär 2010, 20:35 Uhr
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#9 (Permalink)
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etiam si omnes, ego non
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Zitat:
Zitat von Gaucho
Na wo wohl, wenn es schnell gehen muss? Die Frage ist nicht, wo man nachschaut, sondern ob es stimmt, was man der Quelle entnommen hat. Sag mir, ob und wo das, was ich wiederholt habe, falsch ist.
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Um eine Quelle zu prüfen, sollte man wissen wo sie sich befindet, so hat meine Frage nach der Quelle einige Berechtigung. Ich habe nicht behauptet das irgendetwas falsch wäre, ich fragte nur danach warum der Bericht so plötzlich endet.
Zitat:
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Wie meinen? Welches Gedankengewinde ist das nun wieder? Siehe oben. Ich habe mit 1931 aufgehört, weil das schon gereicht hat. Jung wird nicht nachträglich dadurch gerechtfertigt, dass er ermordet wurde, immerhin hat er selbst gemordet. Diese Kleinigkeit fehlt in Deinen Auszügen.
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Es könnte auch sein, daß mir das was er geschrieben hat gefällt, danach hattest Du aber nicht gefragt, in Deinen Augen wiegt ein Negatives alles Positive des Menschen offenbar auf, ich habe eine andere Sicht. Ich beurteile den Menschen in allen seinen, wie war noch das Wort, ah.. ja: Facetten.
Zitat:
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Die Geister, die er rief... oder auch in anderer Reihenfolge als gewöhnlich: Pack verträgt sich, Pack schlägt sich. Er ist nicht der letzte Wegbereiter der Nazis, der selbst dran glauben musste, das zieht sich wie ein roter Faden durch diese Diktatur, überhaupt durch alle Diktaturen, auch die stalinistische.
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So wird in Deinen Augen aus einem Gegner der Nazis ihr Wegbereiter, ich habe ja schon früher Deine oftmals oberflächliche Art und Weise beklagt.
Zitat:
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Bei dem Attentat auf die Separatisten sind auch zwei der 20 Attentäter getötet worden, beide gehörten der NSDAP an. Plausibel ist, dass diese beiden nicht die einzigen NSDAP-Mitglieder des Trupps waren.
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Und nun? Macht sie das Parteibuch zu besondereren Menschen oder wie soll ich die Frage beurteilen? Vielleicht waren es ja auch Quotennazis, die man damals eigens dazu einbezogen hatte, um Dir heute die Argumentation leichter zu gestalten, wer weiß?
Zitat:
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Zu den 20 Schwerindustriellen, die Jung mit monatlich 2000 Mark bezahlt und Spenden an bürgerliche und rechtskonservative Parteien gegeben haben, zählten auch einige, die wegen ihrer jüdischen Herkunft der NSDAP kritisch gegenüberstanden, weshalb sie ihre Zahlungen direkt an einzelne Parteimitglieder gaben. Andere nicht, Thyssen hat die NSDAP unterstützt. Wenn aber jüdische Industrielle die Gefahr, die von der NSDAP ausging, zu sehen fähig waren, warum war es der intellektuelle Jung nicht? Oder hielt auch er die Juden für "minderwertig", so wie er andere Menschen für minderwertig hielt, weil sie politisch anders dachten als er?
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Er hat sie nicht gesehen? Ich denke eher, er hat sie unterschätzt, aber was hat man für eine Wahl?
Zitat:
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Der Gedanke der Minderwertigkeit mancher Menschen war damals allerdings weit verbreitet, wenn auch nicht überall. Man sollte meinen, ein kluger Mensch habe sich der Verlockung des Verachtens entziehen können.
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Vielleich solltest Du Dich zunächst einmal mit dem beschäftigen, was Du verurteilst, es rennt ja nicht weg, immerhin ist Jung schon einige Jahre tot.
Zitat:
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Warum findest Du Jung gut?
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Auf ihn aufmerksam wurde ich, als ich die Marburger Rede laß, ich nehme nicht an, daß Du sie kennst. Ich finde, daß er in vielem Recht behalten hat.
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Edgar L. Gärtner
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09. Mär 2010, 20:41 Uhr
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#10 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Václav Ximus
Er hat sie nicht gesehen? Ich denke eher, er hat sie unterschätzt, aber was hat man für eine Wahl?.
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Ich glaube so unangenehm waren die Nazis für ihn noch nicht mal, er hatte nur was gegen Hitler persönlich:
Zitat:
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. Hitler nannte er nun einen „schöpferischen Politiker”, der die Sprache der wirklichen Revolutionäre spreche. Dem stellte er sein geistig und menschlich unzulängliches Format gegenüber. Hitler müsse man deswegen bekämpfen und trotzdem die revolutionäre Bewegung, die er repräsentiere, bejahen.
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Antidemokratisches Denken in der Weimarer Republik
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Lache, wenn es nicht mehr zum Weinen reicht
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