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Alt 09. Jun 2008, 23:16 Uhr   #121 (Permalink)
Wahnfried44
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Obwohl, unser Musiklehrer (+ Reli, fünf Kinder) gab sich immer sehr viel Mühe.
Er spielte Klavier, Querflöte, Klarinette und Oboe. Beim Oboespiel dachte ich immer, jetzt muss er doch platzen.

Grausam war 12-Ton-Musik auf dem Klavier in der Hitze der 6. Stunde!
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Alt 09. Jun 2008, 23:27 Uhr   #122 (Permalink)
Parker
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Wir hatten eine alternde, etepetete *Dame* mit schwerem tschechischem Akzent, die ein Blockflötenorchester aus uns machen wollte und eigentlich, außer Notenschreibung, Tonleitern und flötentauglichen Volksliedern nix weiter gemacht hat. 6. und 7. Klasse, humanistisches Gymnasium, Ruhrgebiet, NRW, Ende der 70er, Anfang der 80er.

Nach der Sitzung neben dem Abfalleimer mußte ich wegen dem auch erfolgten Klassenbucheintrag noch Nachsitzen. Mein Klassenlehrer, eine städtische SPD-Größe und späterer Gesamtschulchef, glaubte mir zwar, daß ich nicht der Störer gewesen war (der Songtitel war ziemlich eindeutig; es war klar, daß da alle außer mir gekichert hatten), meinte aber, ich sei sicherlich oft genug nicht erwischt worden, so daß ich das als Strafe dafür betrachten dürfe.
So war das damals.
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Alt 09. Jun 2008, 23:31 Uhr   #123 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von Parker Beitrag anzeigen
Wir hatten eine alternde, etepetete *Dame* mit schwerem tschechischem Akzent, die ein Blockflötenorchester aus uns machen wollte
Unser Musiklehrer wollte aus uns Regensburger Domspatzen machen!

Zitat:
***meinte aber, ich sei sicherlich oft genug nicht erwischt worden, so daß ich das als Strafe dafür betrachten dürfe.
So war das damals.
ja, das kommt mir sehr bekannt vor.

Jedenfalls hatte ich in Musik meine Dauervier weg,
und mochte viel lieber den Kunstunterricht.
__________________

edit:

Wir sind in unserer Familie alles sehr unmusikalisch. Zu mehr als Melodika spielen für die Kinder zu Weihnachten (selbige mit Blockflöten) hat es nicht gereicht, dennoch bin ich ein Klassikfan.
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Geändert von Wahnfried44 (09. Jun 2008 um 23:41 Uhr Uhr).
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Alt 09. Jun 2008, 23:39 Uhr   #124 (Permalink)
MorganLeFay
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Mal ein Lob an meinen Musiklehrer in der Mittelstufe - der hat uns echt in Musikstile und -epochen mitgenommen.
Wusste ich damals noch nicht zu schätzen, aber heute habe ich eine solide Laienbildung.

@ topic: Was das Abschweifen auch zeigt ist, dass geschichte eben nciht nur im Geschichtsunterricht stattfinden muss. Und gerade in höheren Klassen kann das ein eher holistisches Konzept annehmen.
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Alt 09. Jun 2008, 23:42 Uhr   #125 (Permalink)
Parker
wäre ein toller Moorgraf
 
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
Unser Musiklehrer wollte aus uns Regensburger Domspatzen machen!



ja, das kommt mir sehr bekannt vor.

Jedenfalls hatte ich in Musik meine Dauervier weg,
und mochte viel lieber den Kunstunterricht.
Kunst war besser. Der hat uns in Ruhe gelassen und streng nach Sympathie benotet. Ich habe mal einem Kumpel mein Bild überlassen, für das ich die Woche zuvor eine 2 bekommen hatte. Er bekam eine 4-.

Zitat:
Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen

@ topic: [...]Abschweifen [...]
Hey, das ist Geschichte. Gelebte Schulgeschichte.

Geändert von Parker (09. Jun 2008 um 23:42 Uhr Uhr). Grund: Doppelpost zusammengeführt
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Alt 09. Jun 2008, 23:46 Uhr   #126 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
@ topic: Was das Abschweifen auch zeigt ist, dass geschichte eben nciht nur im Geschichtsunterricht stattfinden muss. Und gerade in höheren Klassen kann das ein eher holistisches Konzept annehmen.
Das ist richtig, die Geschichte der Kunst, Musik, für mich besonders die Geschichte der Wirtschaftstheorien, Philosophie, Mathematik, Physik und Chemie haben mich besonders fasziniert. Dies geschah aber intensiv erst an der Universität.
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Alt 09. Jun 2008, 23:46 Uhr   #127 (Permalink)
MorganLeFay
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Ich habe nicht in Rot geschrieben, oder?

Moderator:

Allerdings bitte ich doch darum, für reines Anekdoten-Austauschen in die Bar oder die Freien Diskussionen zu gehen.
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Alt 09. Jun 2008, 23:50 Uhr   #128 (Permalink)
Wahnfried44
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Wirklich Geschichte - trotz eines sehr guten Unterrichts in der Oberstufe - habe ich erst mit der Durchdringung der Siedlungs/Stadt-, Agrar-, Wirtschafts-, Kultur- und Sozialgeographie gelernt, sozusagen in der Kombination beider Fächer.
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Alt 09. Jun 2008, 23:50 Uhr   #129 (Permalink)
MorganLeFay
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
Das ist richtig, die Geschichte der Kunst, Musik, für mich besonders die Geschichte der Wirtschaftstheorien, Philosophie, Mathematik, Physik und Chemie haben mich besonders fasziniert. Dies geschah aber intensiv erst an der Universität.
War gemischt. Ich denke, dass wir hier auch realistisch sein müssen und ganz klar ein Unterschied zwischen den Sekundarschulen besteht.

Im Wirtschaftsgymnasium habe ich diesen holistischen Ansatz in Wirtschaft, Physik und Geschichte (in dem Fall ~ Soziologie) erfahren, so dass man selber Querverweise zwischen den Fächern fand. Fand ich großartig.
Auf dem allgemeinbildenden Gymnasium waren Naturwissenschaften weniger integriert, dafür haben Kunst, Musik und vor allem Fremdsprachen viel geschichte vermittelt. So habe ich 1066 und die Geschichte der französchen Besiedlung Nordamerikas nicht in Geschichte (oder da nur in einem Nebensatz), sondern intensiv in Französisch behandelt. Gleiches gilt beispielsweise für die Magna Carta oder den Nordirland-Konflikt (der bis William of Orange zurückging).
An sich war mein Fremdsprachenunterricht sehr geschichtsgeprägt.
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Alt 09. Jun 2008, 23:57 Uhr   #130 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
Im Wirtschaftsgymnasium habe ich diesen holistischen Ansatz in Wirtschaft, Physik und Geschichte (in dem Fall ~ Soziologie) erfahren, so dass man selber Querverweise zwischen den Fächern fand. Fand ich großartig.
Die Erfahrung habe ich in der Oberstufe auf dem Wirtschaftsgymnasium, neuer Schulversuch, 2. Abi-Jahrgang, mit ausgewählten TOP-Lehrern, auch erlebt.
Geschichte mit viel Quellenmaterial, Wirtschaftsgeographie dito.
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