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09. Jun 2008, 12:59 Uhr
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#1 (Permalink)
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Fan of W.Hofer_Clan
Registriert seit: Jan 2008
Ort: Hofheim Ts.
Beiträge: 1.099
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Deutschland-Fähnchen überall: das Prekariat feiert
Mindestlohn eingeführt?
Hartz-IV-Sätze 50% angehoben?
Nein:
der ungeheure Stolz, Teil einer ungemein erfolgreichen Nation zu sein, bricht sich lustvoll Bahn. Feinkost-ALBRECHT und andere Discounter haben dafür gesorgt, dass für relativ kleines Geld diese Begeisterung eindrucksvoll dokumentiert werden kann: Deutschland-Fähnchen fürs Autofenster.
Und so sehen wir an den ganzen Rostlauben (Opel Kadetts, Ford Fiaskos, VW Polos und Golfs I - max. IV) fröhlich die Fähnchen knattern - selbst Hinweise der Tagespresse, die Fahnen würden den Verbrauch signifikant erhöhen, trüben den Spaß nicht: totale Identifikation mit dem Staat ist angesagt. Der Anlass ist bekannt: Die Nationalmannschaft spielt Fußball.
Komisch, gell? Diese Jubler, deren materieller "Erfolg" sich wenns gut läuft in viel Arbeit für wenig Geld, oder, wenns schlecht läuft, in kleinen Transferleistungen darstellen lässt, sind ganz aus dem Häuschen. Vergessen sind die harten Lebensbedingungen, vergessen, wer eigentlich diese harten Bedingungen manifestiert und durchsetzt, so dass man sich fragt: Drehen die jetzt alle endgültig durch?
Aber zum Glück haben wir Wiglaf Droste und den User Apollon7, der dessen dieses Phänomen erklärenden Spruch in der Signatur führt:
Das Bekenntnis zur Nation ist die reine Selbstbezichtigung: Wer sonst gar nichts hat, der hat doch ein Vaterland. Patriotismus ist die Religion der ganz armen Schweine. (W. Droste)
Mir hättet ihr es ja wieder nicht geglaubt
DG
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09. Jun 2008, 13:29 Uhr
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#2 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Dez 2007
Ort: im sonnigen Südwesten
Beiträge: 1.194
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Zitat:
DreadfulGreat;92375
Hartz-IV-Sätze 50% angehoben?
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m.E. eine unrealistische Träumerei
Zitat:
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Deutschland-Fähnchen fürs Autofenster.
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pers. finde ich die Dinger lächerlich
Zitat:
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Und so sehen wir an den ganzen Rostlauben (Opel Kadetts, Ford Fiaskos, VW Polos und Golfs I - max. IV) fröhlich die Fähnchen knattern - selbst Hinweise der Tagespresse, die Fahnen würden den Verbrauch signifikant erhöhen, trüben den Spaß nicht: totale Identifikation mit dem Staat ist angesagt. Der Anlass ist bekannt: Die Nationalmannschaft spielt Fußball.
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Du raubst mir gerade meine Illusionen.
Ich dachte bei dem Anblick der Fähnchenfahrzeuge bisher, die Menschen wünschen sich dieses Fußball-WM-Gefühl zurück.
War ein durchaus angenehmes Gefühl, denn es hatte schon etwas von
fair-vorurteilsfrei und freundlich miteinander umgehen, unabhängig von Nationalität usw.
Zitat:
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Komisch, gell? Diese Jubler, deren materieller "Erfolg" sich wenns gut läuft in viel Arbeit für wenig Geld, oder, wenns schlecht läuft, in kleinen Transferleistungen darstellen lässt, sind ganz aus dem Häuschen. Vergessen sind die harten Lebensbedingungen, vergessen, wer eigentlich diese harten Bedingungen manifestiert und durchsetzt, so dass man sich fragt: Drehen die jetzt alle endgültig durch?
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(Hervorhebung susenn)
Hoppla, ein H4 Empfänger, verh.- 2 Kinder, kommt incl. Mietkosten auf ca. 1.400 EURO monatl. Da gibt es auf dieser Welt schlimmere Lebensbedingungen.
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09. Jun 2008, 13:56 Uhr
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#3 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Jun 2008
Ort: Berlin
Beiträge: 106
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Zitat:
Zitat von DreadfulGreat
Mindestlohn eingeführt?
Hartz-IV-Sätze 50% angehoben?
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Nun, etliche Branchen haben einen Mindestlohn ja nun bekommen. Abgesehen davon, wer würde überhaupt noch freiwillig arbeiten gehen, wenn die sowieso schon großzügigen Hartz-IV-Zuwendungen auch noch um 50% erhöht würden?
Zitat:
Nein:
der ungeheure Stolz, Teil einer ungemein erfolgreichen Nation zu sein, bricht sich lustvoll Bahn. Feinkost-ALBRECHT und andere Discounter haben dafür gesorgt, dass für relativ kleines Geld diese Begeisterung eindrucksvoll dokumentiert werden kann: Deutschland-Fähnchen fürs Autofenster.
Und so sehen wir an den ganzen Rostlauben (Opel Kadetts, Ford Fiaskos, VW Polos und Golfs I - max. IV) fröhlich die Fähnchen knattern - selbst Hinweise der Tagespresse, die Fahnen würden den Verbrauch signifikant erhöhen, trüben den Spaß nicht: totale Identifikation mit dem Staat ist angesagt. Der Anlass ist bekannt: Die Nationalmannschaft spielt Fußball.
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"Totale Identifikation mit dem Staat"? Halte ich für eine gewagte These. Ich glaube, es geht für die wirklich meisten schlimmstenfalls um totale Identifikation mit der Fußball-Nationalmannschaft, um Party, Feierlaune, unverfängliches Gemeinschaftsgefühl ohne negative Folgen und ohne Missbrauchspotential.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass man diese scheinbar patriotische Begeisterung so deuten kann, dass die gleichen Fähnchenschwänker ebenso schwenken und jubeln würden, wenn sie wüssten, dass es nicht um ein faires Match gegen Polen geht, sondern um einen militärischen Einmarsch. Soviel Vertrauen in deine Landsleute solltest du schon haben.
Zitat:
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Komisch, gell? Diese Jubler, deren materieller "Erfolg" sich wenns gut läuft in viel Arbeit für wenig Geld, oder, wenns schlecht läuft, in kleinen Transferleistungen darstellen lässt, sind ganz aus dem Häuschen. Vergessen sind die harten Lebensbedingungen, vergessen, wer eigentlich diese harten Bedingungen manifestiert und durchsetzt, so dass man sich fragt: Drehen die jetzt alle endgültig durch?
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Da es niemanden hierzulande gibt, der wirklich "arm" im eigentlichen Sinne des Wortes ist (abgesehen von den Alkis und Drogis, die zu verpeilt sind, Stütze zu beantragen) und alle materiellen Grundbedürfnisse befriedigt sind, wäre es nur eine falsch verstandene Miesepeterei und Neiddenken, wenn man den Leuten jetzt einreden wollte, ihr Wohlbefinden hänge nur davon ab, dass sie gefälligst noch mehr Geld in der Tasche hätten.
Ob dus glaubst oder nicht, aber man kann auch mit wenig Geld ein schönes Leben und Spaß haben, solange die Grundbedürfnisse (Wohnung, Essen, Fernsehen) befriedigt sind. Dafür reicht es oft, wenn man ein paar Nette Leute um die Ecke in der Kneipe trifft, etwas rumscherzt und vielleicht zwei, drei Bierchen trinkt. Im Gegenzug gibt es genug materiell wirklich reiche, die dennoch nicht glücklich sind, weil sie keine Liebe, keinen persönlichen Erfolg, keine Freunde etc. haben. Denk mal an den armen Scrooge.
Wer sich dennoch das Leben unbedingt schlechtreden will, ist einfach nur ein Miesepeter, hat psychologische Probleme oder ist spaßunfähig. Das haben wir in Deutschland doch fast immer bis zum Abwinken. Da finde ich es gut, dass wir Deutschen wenigstens alle zwei Jahre auch einfach mal Spaß haben können.
Zitat:
Aber zum Glück haben wir Wiglaf Droste und den User Apollon7, der dessen dieses Phänomen erklärenden Spruch in der Signatur führt:
Das Bekenntnis zur Nation ist die reine Selbstbezichtigung: Wer sonst gar nichts hat, der hat doch ein Vaterland. Patriotismus ist die Religion der ganz armen Schweine. (W. Droste)
Mir hättet ihr es ja wieder nicht geglaubt
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Meine Güte bist du unentspannt. Werd ma bisschen locker!
Was knallharten chauvinistischen Nationalismus angeht, mag das ja durchaus stimmen. Aber hey, zur Zeit geht es den Leuten um Party, gemeinsames Feiern, vielleicht auch um Sport.
Und erzähl mir nicht, du bist ein so abgeklärter Rationalist, dass du ohne Gemeinschaftsgefühl auskommst. Du bekennst dich garantiert auch oft zu einer Gruppe, sei es deine politische Partei, ein Kegelclub oder deine Familie. Also bleib mal locker. Bekenntnis zur Nation wird erst dann etwas schlechtes, wenn man dadurch seine Kritikfähigkeit verliert, oder es für fragwürdige politische Aktionen missbrauchen kann.
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Es lebe die Deutsche Republik!
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09. Jun 2008, 14:17 Uhr
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#4 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Dez 2007
Ort: im sonnigen Südwesten
Beiträge: 1.194
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Zitat:
Der Unschlüssige;92397]
Da es niemanden hierzulande gibt, der wirklich "arm" im eigentlichen Sinne des Wortes ist (abgesehen von den Alkis und Drogis, die zu verpeilt sind, Stütze zu beantragen) und alle materiellen Grundbedürfnisse befriedigt sind, wäre es nur eine falsch verstandene Miesepeterei und Neiddenken, wenn man den Leuten jetzt einreden wollte, ihr Wohlbefinden hänge nur davon ab, dass sie gefälligst noch mehr Geld in der Tasche hätten.
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(Hervorhebungen susenn)
Diese Armutsdebatte, die verstärkt von Medien und den Politikern geschürt wird, hilft nicht wirklich.
Unsere Nachbarn schütteln nur den Kopf - hier ein Artikel aus der NZZ
Deutschland redet sich arm (Wirtschaft, NZZ Online)
50% mehr für alle H4 Empfänger ist unsinnig (sorry DG), gezielte Unterstützung für allein lebende Alte, die eine sehr geringe Rente beziehen und für das andere Problemklientel, die Alleinerziehenden, die aufgrund mangelnder Betreuungsangebote nicht arbeiten können, bzw. ihre Kinder aus anderen Gründen selber betreuen wollen/müssen.
Die brauchen sicher stärkere Unterstützung und insbesondere Angebote zur Förderung der Kinder.
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09. Jun 2008, 14:41 Uhr
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#5 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Jun 2008
Ort: Berlin
Beiträge: 106
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Interessanter Artikel, der die völlig aus dem Lot geratene Debatte hierzulande mal etwas geraderückt. Und ich stimme zu, für besondere Härtefälle, wie die genannten Alleinerziehenden, sollte man schon über Maßnahmen nachdenken.
Jedenfalls denke ich, dass das weitaus gravierendere Problem in Deutschland zur Zeit, als das der vermeintlichen sozialen Ungerechtigkeit, ein soziopsychologisches ist. DGs Argumentation ist das beste Beispiel:
Man will den Leuten einreden, nur weil sie nicht genug Geld hätten, dürften sie keinen Spaß haben, sondern sollten ihre Misere noch dadurch verschlimmern, dass sie den ganzen Tag ein langes Gesicht ziehen, unablässig jammern, wie schlecht es ihnen doch gehe und vor allem nur nicht gute Laune haben dürfen.
Aber hey, mit so einer Einstellung hat sich noch niemand aus seinem Elend befreit (sofern es denn überhaupt wirklich besteht). Man kann auch versuchen, selbst bei einem Scheißjob gute Laune zu haben. Das verbessert nicht nur das eigene Wohlbefinden, sondern macht auch optimistischer, selbstbewusster und verbessert das Arbeitsklima und schafft somit die Voraussetzungen für einen Aufstieg, bzw. bringt die notwendige Einstellung, um sich auch selbst darum zu kümmern, etwas aus seinem Leben zu machen, anstatt immer nur mit dem Finger auf die zu zeigen, die die richtige Einstellung haben und etwas leisten, nach Papa Staat zu rufen und die Hände aufzuhalten. (Und ich weiß, wovon ich rede. Ich hab mal ein paar Jahre in einem Pflegeheim gejobbt.)
Gerade denen, denen es wirklich materiell nicht gut geht, bietet die EM-Feierlaune doch eine gute Gelegenheit, mal zur Abwechslung den grauen Alltag zu vergessen und einfach mal Spaß zu haben. Wenn es jemand verdient, dann doch diese Leute.
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Es lebe die Deutsche Republik!
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09. Jun 2008, 14:46 Uhr
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#6 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.696
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Gerade wenn es einem schlecht geht, ist Fußball eine gute Ablenkung. Und als Arbeitsloser hat man zudem Zeit zum gucken. 
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Praise the Lord and pass the ammunition.
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09. Jun 2008, 14:51 Uhr
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#7 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Jan 2008
Ort: Südhessen
Beiträge: 174
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Zitat:
Zitat von DreadfulGreat
Mindestlohn eingeführt?
Hartz-IV-Sätze 50% angehoben?
Nein:
der ungeheure Stolz, Teil einer ungemein erfolgreichen Nation zu sein, bricht sich lustvoll Bahn. Feinkost-ALBRECHT und andere Discounter haben dafür gesorgt, dass für relativ kleines Geld diese Begeisterung eindrucksvoll dokumentiert werden kann: Deutschland-Fähnchen fürs Autofenster.
Und so sehen wir an den ganzen Rostlauben (Opel Kadetts, Ford Fiaskos, VW Polos und Golfs I - max. IV) fröhlich die Fähnchen knattern - selbst Hinweise der Tagespresse, die Fahnen würden den Verbrauch signifikant erhöhen, trüben den Spaß nicht: totale Identifikation mit dem Staat ist angesagt. Der Anlass ist bekannt: Die Nationalmannschaft spielt Fußball.
Komisch, gell? Diese Jubler, deren materieller "Erfolg" sich wenns gut läuft in viel Arbeit für wenig Geld, oder, wenns schlecht läuft, in kleinen Transferleistungen darstellen lässt, sind ganz aus dem Häuschen. Vergessen sind die harten Lebensbedingungen, vergessen, wer eigentlich diese harten Bedingungen manifestiert und durchsetzt, so dass man sich fragt: Drehen die jetzt alle endgültig durch?
Aber zum Glück haben wir Wiglaf Droste und den User Apollon7, der dessen dieses Phänomen erklärenden Spruch in der Signatur führt:
Das Bekenntnis zur Nation ist die reine Selbstbezichtigung: Wer sonst gar nichts hat, der hat doch ein Vaterland. Patriotismus ist die Religion der ganz armen Schweine. (W. Droste)
Mir hättet ihr es ja wieder nicht geglaubt
DG
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Ich habe auch kein neues Auto, aber dafür eins ohne Fahne.
Das mit dem Geld (Harz4 und Transferleistungen) ist das (harte) Brot, das mit dem Fähnchen am Auto sind die Spiele, oder wie siehst Du das.
Immerhin hat jeder ein Auto.
Das mit der Bekenntniss zur Nation sehe ich übrigens genauso.
Stefan
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09. Jun 2008, 14:59 Uhr
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#8 (Permalink)
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Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.696
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Gerade Hartz-IV Empfänger haben auch Grund zum Nationalstolz. Sie können stolz sein, einer Nation anzugehören, die so reich und großzügig ist, einen Haufen Nichtstuer wie sie durchzufüttern. Dafür können sie schon ein wenig Fähnchenschwenken und unsere Mannschaft anfeuern. 
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Praise the Lord and pass the ammunition.
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09. Jun 2008, 15:07 Uhr
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#9 (Permalink)
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Humorvampir
Registriert seit: Feb 2007
Ort: München
Beiträge: 3.275
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Ich halte es schon für etwas arg Großkotzig, alle Harz-IV-Empfänger als "einen Haufen Nichtstuer" zu bezeichnen, Mark.
Selbst mit Ironie ist das nicht lustig...
Das läßt extrem tief blicken.... 
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Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz?
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09. Jun 2008, 15:09 Uhr
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#10 (Permalink)
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wäre ein toller Moorgraf
Registriert seit: Dez 2007
Beiträge: 654
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Hat er nicht vielleicht dieses schöne Zitat nur konsequent auf den Punkt gebracht?
"Das Bekenntnis zur Nation ist die reine Selbstbezichtigung: Wer sonst gar nichts hat, der hat doch ein Vaterland. Patriotismus ist die Religion der ganz armen Schweine. (W. Droste)"
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