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Alt 25. Apr 2007, 17:29 Uhr   #11 (Permalink)
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Jolandös
 
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Du meinst also, dass die Bomben geholfen haben, das Ansehen der westlichen Welt zu erhöhen?

Zitat:
Ach, weil manche islamische Fanatiker solche Gerüchte streuen, dass z.B. die christlichen Missionare von der CIA unterstützt werden und dergleichen ?
Nein, eher, weil die Menschen dort meistens nur ihren Glauben haben. Du solltest nicht den Maßstab an die Wichtigkeit des Glaubens von der Existenz der pompös restaurierten Frauenkirche anlegen, sondern an der Bedeutung für Menschen, die in erb-ärmlichen Verhältnissen leben.

Und dann kommt, verzeih mir den Ausdruck, so ein dahergelaufener Komiker, der denen erzählt: "Konvertiere und es geht Dir besser - schau mich an."

Das ist natürlich überspitzt, aber Missionierung läuft nun einmal nur mit Konvertierungsempfehlungen.
__________________
Wer auszog, um Geschichte zu schreiben, darf sich nicht beschweren, wenn sie dann auch geschrieben wird.
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Alt 26. Apr 2007, 15:43 Uhr   #12 (Permalink)
SAINT-JUST
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Zitat:
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Du meinst also, dass die Bomben geholfen haben, das Ansehen der westlichen Welt zu erhöhen?
Nein - das legst du mir jetzt in den Mund und hat unwesentlich mit jener tiefergelegten Abneigungswurzel zu tun, die die Ursprungsfatalität charakterisiert.


Zitat:
Zitat von comment Beitrag anzeigen
Nein, eher, weil die Menschen dort meistens nur ihren Glauben haben. Du solltest nicht den Maßstab an die Wichtigkeit des Glaubens von der Existenz der pompös restaurierten Frauenkirche anlegen, sondern an der Bedeutung für Menschen, die in erb-ärmlichen Verhältnissen leben.

Und dann kommt, verzeih mir den Ausdruck, so ein dahergelaufener Komiker, der denen erzählt: "Konvertiere und es geht Dir besser - schau mich an."

Das ist natürlich überspitzt, aber Missionierung läuft nun einmal nur mit Konvertierungsempfehlungen.
Gerade erb-ärmliche Verhältnisse sind "lobotomierungsgefährdend". Ihnen wird von grundauf eingebleut, wie verderblich die westliche Gesellschaft ist. Und diese Eingebleutsymptome erstrahlen viel mehr in eben diesen islamisch-geprägten Ländern. Leider !!.
Die wenigen christlichen Missionare fürchten sich doch schon, wenn sie als Selbige in der Türkei gelten.
Die Toleranz und der Pluralismus fehlen in diesen Ländern in überdurchschnittlichem Maße.
"Ungläubigen" wirft man konstruierte Vorwürfe vor. Das ist in der Summe einzigartig.
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Geändert von SAINT-JUST (26. Apr 2007 um 15:52 Uhr Uhr).
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Alt 26. Apr 2007, 16:49 Uhr   #13 (Permalink)
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Jolandös
 
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Zitat:
Die Toleranz und der Pluralismus fehlen in diesen Ländern in überdurchschnittlichem Maße.
... und lassen sich nicht erbomben.
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Alt 26. Apr 2007, 17:56 Uhr   #14 (Permalink)
SAINT-JUST
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Zitat:
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... und lassen sich nicht erbomben.
Darauf hackst du jetzt rum, was ? Mag ja sein, dass gewisse rigorose Maßnahmen UNTER RADIKALEN ein gewisses Echo erzeugen.....; aber das ist letztendlich doch nicht der Punkt, oder !?
Auf Afghanistan und Irak. Was für eine weiterführende Wegverästelung....
Glaubst du WIRKLICH, dass sich die tiefere Abneigung in anderen Sachen charakterisiert ? Denke an die Ermordung von Gogh, denke x-beliebige andere Aspekte, die gemäß der islamischen Ausrichtung gegen die westlich-freiheitlichen Gepflogenheiten gehen.
Die gewollte Zerstörung radikal-islamistischer Gruppen liegt sicher auch im Sinne der jeweiligen Bevölkerung. Das Problem ist die "Lobotomisierung" in islamisch-kindlichem Alter.
Auch ohne Afghanistan und Irak hätte man VonGogh ermordet. Freiheitliche und pluralistische Prinzipien sind islamisch-geprägten Ländern relationsmäßig zu westlichen Staaten zuwider !!
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Alt 26. Apr 2007, 20:36 Uhr   #15 (Permalink)
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Jolandös
 
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@ Saint-Just

Das Problem erkenne ich auch.
Nur sind die seit einigen Jahrhunderten gepflegten Gegenschalgs-Ideologien des Westens die Kehrseite dieser Medaille.

Ein Konflikt, immer aus zwei Seiten bestehend, ist jedenfalls nicht lösbar, wenn keine Seite den Anfang macht, auf die andere zuzugehen.
Und dass dies die moralisch Überlegene tun sollte, ist doch bekannt.

In Eurem Weltbild wäre es absolut fatal,wenn der Islam diese Überlegenheit präsentieren könnte.
Ich denke, dass die westliche Welt mit dem jetzt eingeschlagenen Weg richtig liegt (vor allem: Moscheen in Europa.)

Nur so können wir auch Akzeptanz von der unterlegenen Seite erhoffen.
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Alt 27. Apr 2007, 09:54 Uhr   #16 (Permalink)
SAINT-JUST
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Zitat:
Zitat von comment Beitrag anzeigen
@ Saint-Just

Das Problem erkenne ich auch.
Nur sind die seit einigen Jahrhunderten gepflegten Gegenschalgs-Ideologien des Westens die Kehrseite dieser Medaille.

Ein Konflikt, immer aus zwei Seiten bestehend, ist jedenfalls nicht lösbar, wenn keine Seite den Anfang macht, auf die andere zuzugehen.
Und dass dies die moralisch Überlegene tun sollte, ist doch bekannt.

In Eurem Weltbild wäre es absolut fatal,wenn der Islam diese Überlegenheit präsentieren könnte.
Ich denke, dass die westliche Welt mit dem jetzt eingeschlagenen Weg richtig liegt (vor allem: Moscheen in Europa.)

Nur so können wir auch Akzeptanz von der unterlegenen Seite erhoffen.
Teilweise hast du sicherlich recht, aber die Saat der Gegenschlags"ideologien" fällt vorwiegend gerne auf extrem fundamentalistisch-radikalen Boden.
Der "moralisch Überlegene" sollte jedoch nicht in die Rolle des pazifistischen Opferlamms schlüpfen.
Ich finde es falsch, wenn man grundsätzlich von Gegenschlägen absieht. Würde man grundsätzlich davon absehen, sehe es heute in der Welt anders aus.
Ja, die westliche Welt und ihre vielen Moscheen - das wird in der Heimstatt islamisch-geprägter Länder aber wohl kaum etwas ändern.
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Alt 27. Apr 2007, 10:58 Uhr   #17 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von SAINT-JUST Beitrag anzeigen
Teilweise hast du sicherlich recht, aber die Saat der Gegenschlags"ideologien" fällt vorwiegend gerne auf extrem fundamentalistisch-radikalen Boden.
... und zwar auf beiden Konfliktseiten.

Zitat:
Der "moralisch Überlegene" sollte jedoch nicht in die Rolle des pazifistischen Opferlamms schlüpfen
Ich finde es falsch, wenn man grundsätzlich von Gegenschlägen absieht.
Ich auch. Allerdings sollte man sich dann darüber unterhalten, wann ein "Gegen"schlag auch wirklich ein Gegenschlag ist.

Bei Afghanistan haben wir die großzügige Auslegung der UN-Resolution, beim Irak wird es endgültig schwierig, diesen Begriff zu verwenden...

Zitat:
Ja, die westliche Welt und ihre vielen Moscheen - das wird in der Heimstatt islamisch-geprägter Länder aber wohl kaum etwas ändern.
Wenn ich das richtig sehe, unterstützen nicht wenige im Westen lebende Muslime ihre Familien in den Heimatländern mit dem in Europa verdienten Geld.
Dabei genießen diese Gäste westliche Vorzüge unter Beibehaltung ihrer Religion.

Diese Botschaft, dass ein Zusammenleben mit dem Westen bei Gegenseitiger Achtung möglich ist und zudem Vorzüge bringt, das ist ein enorm wichtiger Exportartikel - und sicherlich hat er mehr Aussicht auf Erfolg, als Missionare im Nahen Osten.
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Alt 28. Apr 2007, 10:55 Uhr   #18 (Permalink)
SAINT-JUST
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... und zwar auf beiden Konfliktseiten.
Wobei man hier aber eindeutig berücksichtigen muss, dass das Agieren der islamischen Seite pure eingetrichterte Abneigung gegen die Freiheiten (und die Dekadenz) impliziert. Ihnen passt unsere laizistische, pluralistische und freiheitliche Welt nicht. Und komm mir nicht mit "imperialistischen USA-Argumenten", die sowieso dem islamistischem Imperialismusstreben (Indonesien/Aceh, Afrika etc.) weit hinterherhängen.


Zitat:
Zitat von comment Beitrag anzeigen
Ich auch. Allerdings sollte man sich dann darüber unterhalten, wann ein "Gegen"schlag auch wirklich ein Gegenschlag ist.

Bei Afghanistan haben wir die großzügige Auslegung der UN-Resolution
Afghanistan fand weltweit breite Unterstützung. Ich hätte mal wissen wollen, wie Deutschland sich bei einem Anschlag in der Größenordnung 9/11 verhalten hätte (bei ebensolchen Umständen).

Zitat:
Zitat von comment Beitrag anzeigen
Diese Botschaft, dass ein Zusammenleben mit dem Westen bei Gegenseitiger Achtung möglich ist und zudem Vorzüge bringt, das ist ein enorm wichtiger Exportartikel
Ok, damit gebe ich dir recht: Dies ist ein wichtiger Aspekt, aber leider nicht der durchschlagende, der durchdringende. Warum versuchst du zu verwischen, dass religiöse Toleranz und Pluralismus in islamisch-geprägten Staaten in allzukleinen Kinderschuhen steckt und von deinen angesprochenen "Exportartikel" im Grunde nicht tangiert werden ?
Haben" wir hier im Westen solch große Anzahl an Morden aus militanter Religiosität ? Müssen religiöse Gruppen solch Diffamierungen erdulden ?
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Alt 28. Apr 2007, 21:23 Uhr   #19 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von SAINT-JUST Beitrag anzeigen
Wobei man hier aber eindeutig berücksichtigen muss, dass das Agieren der islamischen Seite pure eingetrichterte Abneigung gegen die Freiheiten (und die Dekadenz) impliziert. Ihnen passt unsere laizistische, pluralistische und freiheitliche Welt nicht.
Und vielen von uns passt deren Fundamentaler Glaube nicht, der aber - wie ich schon betonte - in vielen Fällen das Einzige ist, was ihnen bleibt.

Zitat:
Afghanistan fand weltweit breite Unterstützung. Ich hätte mal wissen wollen, wie Deutschland sich bei einem Anschlag in der Größenordnung 9/11 verhalten hätte (bei ebensolchen Umständen).
Mit unserer Bundeswehr???
Bei Afghanistan hat die Welt großzügig weggeschaut oder unterstützt. Daraus hatte Bush ja auch die Lehre gezogen, dass es so weitergehen kann.
S. Irak: Die Welt hat sich wieder einmal gedreht...

Zitat:
Haben" wir hier im Westen solch große Anzahl an Morden aus militanter Religiosität ? Müssen religiöse Gruppen solch Diffamierungen erdulden ?
Nein.
Deswegen:
- müssen wir, wenn wir es ändern wollen, unsere Überlegenheit demonstrieren
- und gerade deswegen aufhören, den Islam zu diffamieren und bspw. die normal Gläubigen mit ihren Führenden gleichzusetzen (nich Du, das waren hier zwei andere)
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Alt 29. Apr 2007, 08:05 Uhr   #20 (Permalink)
SAINT-JUST
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Und vielen von uns passt deren Fundamentaler Glaube nicht
Was sich aber nicht permanent in Ermordungen Andersgläubiger niederschlägt. Das grenzt ja schon an Hexenjagden.

Zitat:
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, der aber - wie ich schon betonte - in vielen Fällen das Einzige ist, was ihnen bleibt.
"Das Einzige, was ihnen bleibt" ? Och nee, die Armen....Gibt es im "Westen" keine Menschen, die ebenso kaum was haben ?
Das Einzigste was ihnen bleibt, sind dann am Ende die Indoktrinierungsfrüchte. "Das Einzigste, was ihnen bleibt" - willst du darauf eine Rechtfertigung gründen ?

Zitat:
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Mit unserer Bundeswehr???
Genau, Bundeswehr, SEK, letztendlich NATO-Beistand.
Gesetzt den Fall, das gesamte Bankenviertel in Frankfurt wird zerstört und Deutschland würde das Täternest ausfindig machen. Meinst du nicht, dass Gewalt auf Gewalt folgen würde, Kollateralschadenrisiko natürlich einbezogen !?


Zitat:
Zitat von comment Beitrag anzeigen
- müssen wir, wenn wir es ändern wollen, unsere Überlegenheit demonstrieren
- und gerade deswegen aufhören, den Islam zu diffamieren und bspw. die normal Gläubigen mit ihren Führenden gleichzusetzen (nich Du, das waren hier zwei andere)
Erstens ist es kaum glaubbar, dass hier im Forum jemand all die "normal-islamischen Gläubigen" mit der Vielzahl an islamischen Fundamentalisten und militanten Nationalisten gleichsetzt. (hat umananda wohl auch nicht getan, oder wen meinst du ?)
Zweitens: Du redest von "Überlegenheit demonstrieren": Auch wenn du es in Zusammenhang mit Diffamierungsstop setzt, so wäre allein diese Wortwahl ein rotes Tuch. Ganz zu schweigen davon, dass ein Diffamierungsstop höchstens die heftigeren Auswüchse, nicht aber den Kern tangiert.
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