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Alt 02. Jul 2008, 12:20   #1 (Permalink)
Gaucho
Senior Member
 
Registriert seit: 14.04.2008
Beiträge: 303
Standard Pestizide in Gewässern

"Massive Erhöhung der Pestizidgrenzwerte in Gewässern geplant
- Verbraucherschutzinteressen werden geopfert -


Bundesumweltminister Gabriel bereitet derzeit zusammen mit den deutschen Landesumweltministern der Rheinanliegerländer in der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) eine massive Erhöhung der Pestizidgrenzwerte in Gewässern vor. Ein entsprechender
Beschluss soll am 2. und 3. Juli auf der IKSR-Vollversammlung gefasst werden..."

So einfach ist das: Steigt die Belastung, steigt auch der Grenzwert.
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Alt 02. Jul 2008, 13:33   #2 (Permalink)
meierdings
Junior Member
 
Registriert seit: 01.07.2008
Beiträge: 26
Standard

Gerade die Niederlande sollte ein großes Interesse an der Beibehaltung der Grenzwerte zeigen. Wo doch alles sich bei ihnen ablagert. Welche Flüsse münden in den Niederlanden in die Nordsee? Ah! Und dann holländisches Gemüse, bewässert mit dem belastetem Wasser.

Aber hat das nicht auch Vorteile? Die sparen dann doch Pestizide.

Auf Heilpflanzeninstitut » Blog Archiv » Gesundheitsschäden durch Pestizide in Obst und Gemüse kann man lesen, dass extreme Belastungen mit Pestiziden in Nahrungsmitteln folgende Gefahr besteht:

" Für Kinder besteht schon beim einmaligen Verzehr dieser Lebensmittel die Gefahr von unmittelbaren Gesundheitsschäden"

Herr Gabriel ... also bitte! Nehmen Sie Ihren Entschluss zurück.

Link zu dem Pressetext:
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – Massive Erhöhung der Pestizidgrenzwerte in Gewässern geplant - Verbraucherschutzinteressen werden geopfert
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Alt 02. Jul 2008, 13:48   #3 (Permalink)
Wahnfried44
Member of W.Hofer_Clan
 
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Registriert seit: 26.12.2007
Ort: In der Stadt, die Wissen schafft
Beiträge: 3,898
Standard

Zitat:
Zitat von meierdings Beitrag anzeigen
Gerade die Niederlande sollte ein großes Interesse an der Beibehaltung der Grenzwerte zeigen.
Wir auch
Zitat:
Auf Heilpflanzeninstitut » Blog Archiv » Gesundheitsschäden durch Pestizide in Obst und Gemüse kann man lesen, dass extreme Belastungen mit Pestiziden in Nahrungsmitteln folgende Gefahr besteht:

" Für Kinder besteht schon beim einmaligen Verzehr dieser Lebensmittel die Gefahr von unmittelbaren Gesundheitsschäden"
Für Obst und Gemüse gibt es - leider - keine Grenzwerte.

Zitat:
Sigmar Gabriel will nun die Einhaltung der Grenzwerte sicherstellen, indem er diese einfach um das bis zu 730 fache erhöht.
Wo liegen den die Grenzwerte für Gewässer?

Mir sind nur GW im Trinkwasser (Deutschland) bekannt:

Einzelwert: 0,1 ug/L
Summenwert: 0,5 ug/L
__________________
der Wahrheit verpflichtet, der Provokation erlegen
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Alt 02. Jul 2008, 14:44   #4 (Permalink)
meierdings
Junior Member
 
Registriert seit: 01.07.2008
Beiträge: 26
Standard

In der Schweiz gibt es eine Gewässerschutzverordnung. In Deutschland weiß ich nicht.

Mir sind auch nur die Werte für Trinkwasser bekannt. Wie hoch die tatsächlichen Werte liegen weiß ich auch nicht. Greenpeace hat aber in Rückstände in Obst und Gemüse festgestellt, die bedenklich hoch waren und Grenzwerte für Obst weit überschritten.
Bei Wiki finden sich viele Links zum Thema "Gewässerschutzverordnung".

Auch interessant : "Sauberes Wasser trotz Pestiziden"
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Alt 03. Jul 2008, 15:43   #5 (Permalink)
Brimborium
Blickdicht
 
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Registriert seit: 16.01.2008
Ort: der schöne linke Niederrhein
Beiträge: 1,909
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Meiner Meinung nach sind die ganzen Negativ Listen Teil des Problems.

Die Grenzwerte werden oft willkürlich gesetzt - gelegentlich als Kompromiss zwischen Wirtschaft und Politik ausgehandelt, wobei dann jede Wissenschaftlichkeit abhanden kommt.

Ebenfalls bedenklich ist es imo, dass Stoffe für die es keine Grenzwerte gibt eben beliebig eingeleitet werden dürfen.

Eine Positivliste wäre sinnvoller. Erlaubt ist, was darin steht. Was sich auf der Liste nicht findet, darf nicht eingeleitet werden.
__________________
Die Geschichte lehrt die Menschen dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
[i](Mahatma Gandhi - Pazifist und Menschenrechtler, 1869-1948)

Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.
(Ingeborg Bachmann - Schriftstellerin, 1926-1973)
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Alt 03. Jul 2008, 16:19   #6 (Permalink)
meierdings
Junior Member
 
Registriert seit: 01.07.2008
Beiträge: 26
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Eine Positivliste? Müsste es dann nicht auch eine Art Unbedenklichkeits-Bescheinung geben? Oder ein "Umweltverträglichkeits-Zertifikat"? Die Frage ist ja dann, welche Stoffe in welcher Qualität und Quantität erlaubt wären. Und warum.
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Alt 03. Jul 2008, 18:27   #7 (Permalink)
Brimborium
Blickdicht
 
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Registriert seit: 16.01.2008
Ort: der schöne linke Niederrhein
Beiträge: 1,909
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Zitat:
Zitat von meierdings Beitrag anzeigen
Eine Positivliste? Müsste es dann nicht auch eine Art Unbedenklichkeits-Bescheinung geben? Oder ein "Umweltverträglichkeits-Zertifikat"? Die Frage ist ja dann, welche Stoffe in welcher Qualität und Quantität erlaubt wären. Und warum.
Erlauben kann man ja die Stoffe unterhalb der Mengen die jetzt verboten sind. Es geht mir speziell um die Substanzen die zur Zeit einfach nicht kontrolliert werden.
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Alt 03. Jul 2008, 18:39   #8 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat:
Zitat von Brimborium Beitrag anzeigen
Es geht mir speziell um die Substanzen die zur Zeit einfach nicht kontrolliert werden.
Es wird schon alle Stoffe (42 Pestizide, Berliner Liste) kontrolliert, besonders im deutschen Trinkwasser, da sind wirklich keine Pestizide drin. Verdächtige Brunnen, entlang der alten innerdeutschen Grenze sind stillgelegt. Hier wurde bis 1989 massiv das Pestizid Lindan eingesetzt.
Bei allen Wasserwerken, die Rohwasser aus Flüssen oder der nahen Unferfiltration entnehmen, sind Aktivkohlefilter + Ozonierung zwingend vorgeschrieben. Da kommt kein Pestizidmolekül durch.

Sorgen bereiten neuerdings Hormone im Grundwasser (Münsterländer - Oldenburger - Schweinegürtel) sowie immer noch Pestizde im Import-Obst (Erdbeeren, usw.).
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Alt 04. Jul 2008, 09:15   #9 (Permalink)
meierdings
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Beiträge: 26
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Gerade heute wieder in unserer Zeitung das Thema. Medikamentenwirkstoffe im Trinkwasser. Zum Beispiel Iboprofen oder Blutdruck senkende Mittel. Aber das ist eher ein Problem der Menschen, die ihre Medikamente per Toilette entsorgen. Es nützt also die beste und schärfste Verordnung wenig, wenn Stoffe ins Wasser gelangen, auf die der Gesetzgeber wenig Einfluss hat.
Man darf auch nicht vergessen, dass "Pestizide" alles umschreibt, das die Landwirtschaft verwendet um Pflanzenschäden abzuwenden. Also Herbizide genauso gemeint sind wie Insektizide, Fungizide undundund ...

Eine nette Liste der Pestizide gibt es bei http://www.bfr.bund.de/cm/218/liste_...egbar_sind.pdf
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Alt 04. Jul 2008, 09:28   #10 (Permalink)
Wahnfried44
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Ich meine die Hormone für die Turboschweine, die mit der Gülle ausgeschieden werden und ungeklärt ins Grundwasser sickern.
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