Zitat:
Zitat von Beißer
Laßt die Menschen wirklich mal abstimmen - und vor allem mit wirklich gleichen Stimmen. In der heutigen EU zählt eine Stimme aus Luxemburg oder Malta zehnmal soviel wie eine deutsche und eine aus England oder Frankreich immer noch mehr als doppelt soviel. Widerwärtig.
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Für einen Anti-Europäer ist es egal, weiviele Stimmen Zypern, Litauen oder Bulgarien haben.
Unter den vielen Methoden der Stimmengewichtung würde ich eher zu einem Modell neigen, bei dem jeder Staat, je nach Zahl seiner Stimmen im Europäischen Rat, einen Gewichtskoeffizienten von 1 bis 4 (oder 5) erhalten würde. Deutschland und Frankreich hätten also zum Beispiel einen Koeffizient von 4/5, Rumänien von 3, Belgien und die Slowakei von 2, Malta von 1.
Auf diese Weise wäre die Mehrheit der Staaten erreicht, sobald die absolute Mehrheit der Stimmen (das heißt 31 von 61) erzielt wäre. Diese Lösung bietet zwei Vorteile:
1. Beruht sie auf die im Europäischen Rat schon vorhandene Stimmengewichtung, was ihr eine gewisse Verfassungsgrundlage verleiht.
2. Wird ein verhältnismäßig geringer Unterschied in der Stimmenzahl zwischen – was die Bewohnerzahl angeht – kleinen und großen Staaten gewährleistet.
Dies ist von großer Bedeutung, denn somit kann keine Staatengruppe im Entscheidungsverfahren einer anderen überlegen sein, weil sie über keine deutlich höhere Stimmenzahl verfügt, was also die Zusammenarbeit statt der Alleinherrschaft begünstigt.