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Alt 05. Mär 2007, 11:51 Uhr   #1 (Permalink)
Team
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Standard Frankreich: Der Geist weht rechts

Warum im französischen Präsidentschaftswahlkampf ehemalige Links-Intellektuelle offen für den konservativen Bewerber Nicolas Sarkozy werben. Von Michael Mönninger

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Alt 05. Mär 2007, 17:52 Uhr   #2 (Permalink)
Mark Mallokent
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Kein Wunder. Auch in Frankreich haben die Sozialisten keine Antwort auf die drängenden Probleme der Moderne. Und die gebündelte Inkompetenz von Royale ist wirklich eine Zumutung.
Freilich möchte ich Sarkozy deshalb noch lange nicht loben. Er ist mit zu etatistisch. Noch mehr Staat ist wirklich das Letzte, was Frankreich braucht.
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Alt 05. Mär 2007, 23:03 Uhr   #3 (Permalink)
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Nein. Das Allerletzte, was Frankreich braucht, ist jemand, der so wenig Verständnis für die sozialen Probleme des Landes aufbringt wie Sarkozy. Wird er gewählt, wäre dies fast schon der erste Schritt auf dem Weg zu(rück zu?) einem Bürgerkrieg im Geiste der Konflikte in den Banlieues.
__________________
""Jenosse! Sa' ma, wieso wählst du'n eiijentlich SPD?" (...) "Donnerwetter" sagt er," Donnerwetter! Nu wähle ick schon 22 Jahre diese Partei, aber warum ick det tue, det hat mir noch keener jefracht! (...) Wat brauchste Grundsätze, wenn de een Apparat hast!"
Und da hat der Mann recht! Wahrscheinlich werd ick diese Partei wähln, denn dit is so ein beruhijendet Jefühl: Man tut wat for de Revolution und weeß janz jenau, mit diese Partei kommt se janz bestimmt nich! "
(Kurt Tucholsky)
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Alt 06. Mär 2007, 09:12 Uhr   #4 (Permalink)
Mark Mallokent
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Zitat:
Zitat von realGODlike Beitrag anzeigen
Nein. Das Allerletzte, was Frankreich braucht, ist jemand, der so wenig Verständnis für die sozialen Probleme des Landes aufbringt wie Sarkozy. Wird er gewählt, wäre dies fast schon der erste Schritt auf dem Weg zu(rück zu?) einem Bürgerkrieg im Geiste der Konflikte in den Banlieues.
Schlimm genug, daß man es soweit hat kommen lassen. Es wird höchste Zeit, das Gesetz auch in den Vorstädten wieder durchzusetzen. Hier bietet uns New York unter seinem unvergesslichen Bürgermeister Guiliani ein leuchtendes Vorbild.
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Alt 06. Mär 2007, 09:57 Uhr   #5 (Permalink)
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Scheint wahnsinnig unvergesslich zu sein, wenn man nicht einmal seinen Namen richtig schreibt...
Der Mann ist mir nur in Erinnerung durch sein gelungenes Krisenmanagement nach dem 11.9. Diese Bekanntheit jetzt zu nutzen, um auch andere Aspekte seiner Politik in ein positives Licht zu rücken, halte ich für hochgeradig perfide.
Und ganz nebenbei - mit Sarkozy-Taktik wird die Situation eskalieren, nichts anderes. Wünschen wir es Frankreich nicht.
__________________
""Jenosse! Sa' ma, wieso wählst du'n eiijentlich SPD?" (...) "Donnerwetter" sagt er," Donnerwetter! Nu wähle ick schon 22 Jahre diese Partei, aber warum ick det tue, det hat mir noch keener jefracht! (...) Wat brauchste Grundsätze, wenn de een Apparat hast!"
Und da hat der Mann recht! Wahrscheinlich werd ick diese Partei wähln, denn dit is so ein beruhijendet Jefühl: Man tut wat for de Revolution und weeß janz jenau, mit diese Partei kommt se janz bestimmt nich! "
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Alt 06. Mär 2007, 10:25 Uhr   #6 (Permalink)
Mark Mallokent
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Zitat:
Zitat von realGODlike Beitrag anzeigen
Scheint wahnsinnig unvergesslich zu sein, wenn man nicht einmal seinen Namen richtig schreibt...
Der Mann ist mir nur in Erinnerung durch sein gelungenes Krisenmanagement nach dem 11.9. Diese Bekanntheit jetzt zu nutzen, um auch andere Aspekte seiner Politik in ein positives Licht zu rücken, halte ich für hochgeradig perfide.
Und ganz nebenbei - mit Sarkozy-Taktik wird die Situation eskalieren, nichts anderes. Wünschen wir es Frankreich nicht.
Der Mann hat die Kriminalitätsrate in New York binnen weniger Jahre auf einen Bruchteil reduziert. Das muß man ihm erst einmal nachmachen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolph_Giuliani
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Alt 06. Mär 2007, 10:27 Uhr   #7 (Permalink)
realGODlike
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Zitat:
Auch außerhalb der USA hat sich der Begriff durchgesetzt und das Prinzip findet immer mehr Anwendung wie zum Beispiel in Malaysia und Singapur bei der Drogenpolitik.

Der Ansatz, insbesondere in den Gebieten, die durch städtebaulichen Zerfall (urban decay) auch eine erhöhte Kriminalitätsrate aufweisen, auch kleinste Übertretungen zu ahnden, führte in den USA zu Situationen, die die beachtlichen Erfolge relativieren: Durch die Erfolgsvereinbarungen mit der New Yorker Polizei entstand ein Konkurrenzdenken innerhalb der Institution Polizei, die zu einem Identitätsverlust führte (losing corporate identity). Das harte Einschreiten brachte auch Bürgerrechtler auf den Plan, die die Nulltoleranzstrategie als unvereinbar mit rechtsstaatlichen Prinzipien sahen.
Stammt aus dem weiterführenden Link und spricht, denke ich, für sich.


EDIT: Mal abgesehen davon, dass Sarkozy diese Maxime mit keinem Wort erwähnt hat, sondern sein Vorgehen ein gutes Stück extremer aussah. Es geht nicht darum, die Folgen zu bekämpfen, sondern die Ursachen, aber das wird dieser Mann nie begreifen.
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Und da hat der Mann recht! Wahrscheinlich werd ick diese Partei wähln, denn dit is so ein beruhijendet Jefühl: Man tut wat for de Revolution und weeß janz jenau, mit diese Partei kommt se janz bestimmt nich! "
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Alt 06. Mär 2007, 12:08 Uhr   #8 (Permalink)
Mark Mallokent
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Zitat:
Zitat von realGODlike Beitrag anzeigen
Stammt aus dem weiterführenden Link und spricht, denke ich, für sich.
Wo ist das Problem? Die Kriminalität ist gesunken. Soll ich mit da über die Identität der New Yorker Polizei den Kopf zerbrechen?
Zitat:
Zitat von realGODlike Beitrag anzeigen
EDIT: Mal abgesehen davon, dass Sarkozy diese Maxime mit keinem Wort erwähnt hat, sondern sein Vorgehen ein gutes Stück extremer aussah. Es geht nicht darum, die Folgen zu bekämpfen, sondern die Ursachen, aber das wird dieser Mann nie begreifen.
Das klingt immer sehr schön, erweist sich aber in der Praxis als äußerst schwierig, da über die Ursachen selbst keinerlei Einigkeit besteht.
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Alt 06. Mär 2007, 17:24 Uhr   #9 (Permalink)
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Und dann ignoriert man die sozialen Probleme einfach bzw. sperrt deren Folgen weg. Grandiose Lösung.

Ich finde es faszinierend, welche Länder diese Strategie übernehmen, einmal abgesehen davon, dass mich die Kritik der Bürgerrechtler an einem von dir vertretenen Modell generell sowieso nicht wundert.
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Alt 07. Mär 2007, 10:02 Uhr   #10 (Permalink)
Mark Mallokent
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Zitat:
Zitat von realGODlike Beitrag anzeigen
Und dann ignoriert man die sozialen Probleme einfach bzw. sperrt deren Folgen weg. Grandiose Lösung.

Ich finde es faszinierend, welche Länder diese Strategie übernehmen, einmal abgesehen davon, dass mich die Kritik der Bürgerrechtler an einem von dir vertretenen Modell generell sowieso nicht wundert.
Das ist typisch für die heutigen Sozialisten. Sie wollen immer den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Erstens einmal rechtfertigen soziale Probleme weder Verbrechen, noch das Wegschauen der Polizei, zweitens ist Kriminalität selbst ein soziales Problem, nämlich für die ehrlichen Leute, die in den Problemvierteln leben, aber von ihren kriminellen Nachbarn terrorisiert werden. Auch arme Leute haben Anspruch auf den Schutz der Gesetze.
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