Einstellungen
|
|
|
Foren
|
|
|
Letzte Beiträge
|
|
|
Sonstiges
|
|
|
|
 |
|
05. Mär 2007, 11:51 Uhr
|
#1 (Permalink)
|
|
Team-Bot
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 874
|
Frankreich: Der Geist weht rechts
Warum im französischen Präsidentschaftswahlkampf ehemalige Links-Intellektuelle offen für den konservativen Bewerber Nicolas Sarkozy werben. Von Michael Mönninger
Weiterlesen...
|
|
|
05. Mär 2007, 17:52 Uhr
|
#2 (Permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.696
|
Kein Wunder. Auch in Frankreich haben die Sozialisten keine Antwort auf die drängenden Probleme der Moderne. Und die gebündelte Inkompetenz von Royale ist wirklich eine Zumutung.
Freilich möchte ich Sarkozy deshalb noch lange nicht loben. Er ist mit zu etatistisch. Noch mehr Staat ist wirklich das Letzte, was Frankreich braucht. 
__________________
Praise the Lord and pass the ammunition.
|
|
|
05. Mär 2007, 23:03 Uhr
|
#3 (Permalink)
|
|
Globalize me!
Registriert seit: Feb 2007
Ort: Mittelpunkt der Welt.
Beiträge: 856
|
Nein. Das Allerletzte, was Frankreich braucht, ist jemand, der so wenig Verständnis für die sozialen Probleme des Landes aufbringt wie Sarkozy. Wird er gewählt, wäre dies fast schon der erste Schritt auf dem Weg zu(rück zu?) einem Bürgerkrieg im Geiste der Konflikte in den Banlieues.
__________________
""Jenosse! Sa' ma, wieso wählst du'n eiijentlich SPD?" (...) "Donnerwetter" sagt er," Donnerwetter! Nu wähle ick schon 22 Jahre diese Partei, aber warum ick det tue, det hat mir noch keener jefracht! (...) Wat brauchste Grundsätze, wenn de een Apparat hast!"
Und da hat der Mann recht! Wahrscheinlich werd ick diese Partei wähln, denn dit is so ein beruhijendet Jefühl: Man tut wat for de Revolution und weeß janz jenau, mit diese Partei kommt se janz bestimmt nich! "
(Kurt Tucholsky)
|
|
|
06. Mär 2007, 09:12 Uhr
|
#4 (Permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.696
|
Zitat:
Zitat von realGODlike
Nein. Das Allerletzte, was Frankreich braucht, ist jemand, der so wenig Verständnis für die sozialen Probleme des Landes aufbringt wie Sarkozy. Wird er gewählt, wäre dies fast schon der erste Schritt auf dem Weg zu(rück zu?) einem Bürgerkrieg im Geiste der Konflikte in den Banlieues.
|
Schlimm genug, daß man es soweit hat kommen lassen. Es wird höchste Zeit, das Gesetz auch in den Vorstädten wieder durchzusetzen. Hier bietet uns New York unter seinem unvergesslichen Bürgermeister Guiliani ein leuchtendes Vorbild. 
__________________
Praise the Lord and pass the ammunition.
|
|
|
06. Mär 2007, 09:57 Uhr
|
#5 (Permalink)
|
|
Globalize me!
Registriert seit: Feb 2007
Ort: Mittelpunkt der Welt.
Beiträge: 856
|
Scheint wahnsinnig unvergesslich zu sein, wenn man nicht einmal seinen Namen richtig schreibt... 
Der Mann ist mir nur in Erinnerung durch sein gelungenes Krisenmanagement nach dem 11.9. Diese Bekanntheit jetzt zu nutzen, um auch andere Aspekte seiner Politik in ein positives Licht zu rücken, halte ich für hochgeradig perfide.
Und ganz nebenbei - mit Sarkozy-Taktik wird die Situation eskalieren, nichts anderes. Wünschen wir es Frankreich nicht.
__________________
""Jenosse! Sa' ma, wieso wählst du'n eiijentlich SPD?" (...) "Donnerwetter" sagt er," Donnerwetter! Nu wähle ick schon 22 Jahre diese Partei, aber warum ick det tue, det hat mir noch keener jefracht! (...) Wat brauchste Grundsätze, wenn de een Apparat hast!"
Und da hat der Mann recht! Wahrscheinlich werd ick diese Partei wähln, denn dit is so ein beruhijendet Jefühl: Man tut wat for de Revolution und weeß janz jenau, mit diese Partei kommt se janz bestimmt nich! "
(Kurt Tucholsky)
|
|
|
06. Mär 2007, 10:25 Uhr
|
#6 (Permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.696
|
Zitat:
Zitat von realGODlike
Scheint wahnsinnig unvergesslich zu sein, wenn man nicht einmal seinen Namen richtig schreibt... 
Der Mann ist mir nur in Erinnerung durch sein gelungenes Krisenmanagement nach dem 11.9. Diese Bekanntheit jetzt zu nutzen, um auch andere Aspekte seiner Politik in ein positives Licht zu rücken, halte ich für hochgeradig perfide.
Und ganz nebenbei - mit Sarkozy-Taktik wird die Situation eskalieren, nichts anderes. Wünschen wir es Frankreich nicht.
|
Der Mann hat die Kriminalitätsrate in New York binnen weniger Jahre auf einen Bruchteil reduziert. Das muß man ihm erst einmal nachmachen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolph_Giuliani
__________________
Praise the Lord and pass the ammunition.
|
|
|
06. Mär 2007, 10:27 Uhr
|
#7 (Permalink)
|
|
Globalize me!
Registriert seit: Feb 2007
Ort: Mittelpunkt der Welt.
Beiträge: 856
|
Zitat:
Auch außerhalb der USA hat sich der Begriff durchgesetzt und das Prinzip findet immer mehr Anwendung wie zum Beispiel in Malaysia und Singapur bei der Drogenpolitik.
Der Ansatz, insbesondere in den Gebieten, die durch städtebaulichen Zerfall (urban decay) auch eine erhöhte Kriminalitätsrate aufweisen, auch kleinste Übertretungen zu ahnden, führte in den USA zu Situationen, die die beachtlichen Erfolge relativieren: Durch die Erfolgsvereinbarungen mit der New Yorker Polizei entstand ein Konkurrenzdenken innerhalb der Institution Polizei, die zu einem Identitätsverlust führte (losing corporate identity). Das harte Einschreiten brachte auch Bürgerrechtler auf den Plan, die die Nulltoleranzstrategie als unvereinbar mit rechtsstaatlichen Prinzipien sahen.
|
Stammt aus dem weiterführenden Link und spricht, denke ich, für sich.
EDIT: Mal abgesehen davon, dass Sarkozy diese Maxime mit keinem Wort erwähnt hat, sondern sein Vorgehen ein gutes Stück extremer aussah. Es geht nicht darum, die Folgen zu bekämpfen, sondern die Ursachen, aber das wird dieser Mann nie begreifen.
__________________
""Jenosse! Sa' ma, wieso wählst du'n eiijentlich SPD?" (...) "Donnerwetter" sagt er," Donnerwetter! Nu wähle ick schon 22 Jahre diese Partei, aber warum ick det tue, det hat mir noch keener jefracht! (...) Wat brauchste Grundsätze, wenn de een Apparat hast!"
Und da hat der Mann recht! Wahrscheinlich werd ick diese Partei wähln, denn dit is so ein beruhijendet Jefühl: Man tut wat for de Revolution und weeß janz jenau, mit diese Partei kommt se janz bestimmt nich! "
(Kurt Tucholsky)
|
|
|
06. Mär 2007, 12:08 Uhr
|
#8 (Permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.696
|
Zitat:
Zitat von realGODlike
Stammt aus dem weiterführenden Link und spricht, denke ich, für sich.
|
Wo ist das Problem? Die Kriminalität ist gesunken. Soll ich mit da über die Identität der New Yorker Polizei den Kopf zerbrechen?
Zitat:
Zitat von realGODlike
EDIT: Mal abgesehen davon, dass Sarkozy diese Maxime mit keinem Wort erwähnt hat, sondern sein Vorgehen ein gutes Stück extremer aussah. Es geht nicht darum, die Folgen zu bekämpfen, sondern die Ursachen, aber das wird dieser Mann nie begreifen.
|
Das klingt immer sehr schön, erweist sich aber in der Praxis als äußerst schwierig, da über die Ursachen selbst keinerlei Einigkeit besteht. 
__________________
Praise the Lord and pass the ammunition.
|
|
|
06. Mär 2007, 17:24 Uhr
|
#9 (Permalink)
|
|
Globalize me!
Registriert seit: Feb 2007
Ort: Mittelpunkt der Welt.
Beiträge: 856
|
Und dann ignoriert man die sozialen Probleme einfach bzw. sperrt deren Folgen weg. Grandiose Lösung.
Ich finde es faszinierend, welche Länder diese Strategie übernehmen, einmal abgesehen davon, dass mich die Kritik der Bürgerrechtler an einem von dir vertretenen Modell generell sowieso nicht wundert.
__________________
""Jenosse! Sa' ma, wieso wählst du'n eiijentlich SPD?" (...) "Donnerwetter" sagt er," Donnerwetter! Nu wähle ick schon 22 Jahre diese Partei, aber warum ick det tue, det hat mir noch keener jefracht! (...) Wat brauchste Grundsätze, wenn de een Apparat hast!"
Und da hat der Mann recht! Wahrscheinlich werd ick diese Partei wähln, denn dit is so ein beruhijendet Jefühl: Man tut wat for de Revolution und weeß janz jenau, mit diese Partei kommt se janz bestimmt nich! "
(Kurt Tucholsky)
|
|
|
07. Mär 2007, 10:02 Uhr
|
#10 (Permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.696
|
Zitat:
Zitat von realGODlike
Und dann ignoriert man die sozialen Probleme einfach bzw. sperrt deren Folgen weg. Grandiose Lösung.
Ich finde es faszinierend, welche Länder diese Strategie übernehmen, einmal abgesehen davon, dass mich die Kritik der Bürgerrechtler an einem von dir vertretenen Modell generell sowieso nicht wundert.
|
Das ist typisch für die heutigen Sozialisten. Sie wollen immer den zweiten Schritt vor dem ersten tun. Erstens einmal rechtfertigen soziale Probleme weder Verbrechen, noch das Wegschauen der Polizei, zweitens ist Kriminalität selbst ein soziales Problem, nämlich für die ehrlichen Leute, die in den Problemvierteln leben, aber von ihren kriminellen Nachbarn terrorisiert werden. Auch arme Leute haben Anspruch auf den Schutz der Gesetze. 
__________________
Praise the Lord and pass the ammunition.
|
|
|
|
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
|
|
|
| Themen-Optionen |
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
|
|