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Alt 18. Feb 2007, 19:54 Uhr   #1 (Permalink)
Chester
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Standard Aufstand gegen von der Leyen

Zitat:
Die Konservativen in der Union sind in heller Aufregung. Familienministerin Ursula von der Leyen will den Eltern die Kinder wegnehmen und in öffentliche Verwahranstalten sperren. Mütter werden gezwungen, arbeiten zu gehen. Der Aufenthalt von Kindern in der Wohnung ihrer Eltern zwischen 8.00 Uhr morgens und 18.00 Uhr abends wird künftig unter Strafe gestellt.


Abseits von unserer bereits geführten Diskussion über Kitas, als auch der teilweise geäußerten Abneigung gegen Frau v. d. Leyen soll es hier um die IMHO recht bizarre Diskussion in CDU/CSU gehen.

Dem zitierten Kommentar bei N-TV muß ich hier durchaus recht geben, insbesondere dem Teil:

Zitat:
Heute gehen lediglich zwölf Prozent der unter Dreijährigen in die Kita oder zur Tagesmutter. In derselben Größenordnung bewegt sich die Zahl der jungen Mütter, die voll berufstätig sind. Da mutet es seltsam an, wenn Unionsfraktionschef Volker Kauder davor warnt, das Familienmodell mit berufstätiger Mutter in den Mittelpunkt zu stellen. Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, dürften nicht als altmodisch verschrien werden, meint Kauder. Und jetzt kommt's: Wichtig sei, eine wirkliche Wahlfreiheit zwischen der Kindererziehung zu Hause und der Betreuung in der Kita zu schaffen. Bei allem Respekt: Schizophrener kann man kaum argumentieren.
(Hervorhebung von mir)

Ich stelle mir durchaus die Frage, wie erwachsene Männer, denen logisches Denken nicht allzu fremd sein sollte, auf ein solches schwachsinniges Argument kommen können - dürfte es doch auf den ersten Blick einleuchtend sein, daß so etwas wie "Wahlfreiheit" bei der derzeitigen Unterversorgung mit Kitas nicht mal ansatzweise gegeben sein kann.
Es sei denn, man definiert "Wahlfreiheit" wie die SED zu Zeiten der DDR.

mfg,

Chester
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Alt 18. Feb 2007, 21:57 Uhr   #2 (Permalink)
Felidae
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Wenn man Kinder hat, muss man einfach beruflich etwas kürzer treten, bis sie zur Schule gehen.
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Alt 18. Feb 2007, 22:06 Uhr   #3 (Permalink)
Chester
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Zitat:
Zitat von Felidae Beitrag anzeigen
Wenn man Kinder hat, muss man einfach beruflich etwas kürzer treten, bis sie zur Schule gehen.
Deine Meinung.

Diese Meinung kann man dann natürlich allen Familien aufzwingen wollen, indem man entsprechende Fakten schafft (nämlich keine andere Möglichkeit anzubieten), und ich vermute, exakt das steckt eigentlich hinter dem Gezeter von Teilen der CDU/CSU.

Es ist dann aber scheinheilig, von dieser Seite irgendwas über "Wahlfreiheit" zu faseln, und das war mein Punkt, nicht irgendwelche Erziehungsideale.

mfg,

Chester
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Alt 19. Feb 2007, 06:52 Uhr   #4 (Permalink)
Amanda
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Zitat:
Zitat von Felidae Beitrag anzeigen
Wenn man Kinder hat, muss man einfach beruflich etwas kürzer treten, bis sie zur Schule gehen.
Dann darf man aber auch nicht das heulen anfangen wenn immer weniger Familien bereit oder auch in der Lage sind Kinder zu bekommen, Felidae.

Wieso plärrt in Frankreich eigentlich keiner diese Leier?
Da funktioniert dieses System wirklich schön, und keiner Frau wird ans Bein gepißt nur weil sie es wagt, als Mutter daran zu denken eben nicht nur 24/7 daheim zu bleiben.
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Wenn sich das Universum ausdehnt, warum finde ich dann nie einen Parkplatz?
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Alt 19. Feb 2007, 09:06 Uhr   #5 (Permalink)
Siran
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Wenn ich das richtig verstanden habe, unterstützt Kauder den Vorschlag von von der Leyen. Er warnt nur vor einer Herabsetzung der altmodischen Art. Dass für Eltern die Wahl bestehen soll, die Kinder eben nicht Ganztagsbetreuung zu geben, finde ich eigentlich schon richtig.

@Amanda

Auch in Frankreich ist nicht alles gold was glänzt.
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Alt 19. Feb 2007, 09:59 Uhr   #6 (Permalink)
Amanda
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Schon Siran, aber es funktioniert zumindest soweit, das in der Öffentlichkeit nicht das Bild der Rabenmütter existiert, die nur zu Zwecken der persönlichen Bereicherung ihren Säugling mal eben schnell in der Kita ablegen weil er stört.

Wie Du auch schreibst, BEIDE Varianten sollten möglich sein, ohne das sich Frau dafür entschuldigen muß sie gewählt zu haben.
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Alt 19. Feb 2007, 10:34 Uhr   #7 (Permalink)
Chester
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Zitat:
Zitat von Siran Beitrag anzeigen
Dass für Eltern die Wahl bestehen soll, die Kinder eben nicht Ganztagsbetreuung zu geben, finde ich eigentlich schon richtig.
Sorry, aber um die einzuschränken, müßte von der Leyen tatsächlich die Maßnahmen aus dem ersten Absatz des von mir zitierten Artikels planen.

Mehr Kitas rütteln da ja wohl kaum dran, eine "Kitapflicht" wird es hier nie geben, die gab es nicht mal in der DDR.

mfg,

Chester
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Alt 19. Feb 2007, 10:55 Uhr   #8 (Permalink)
Siran
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Zitat:
Zitat von Chester Beitrag anzeigen
Sorry, aber um die einzuschränken, müßte von der Leyen tatsächlich die Maßnahmen aus dem ersten Absatz des von mir zitierten Artikels planen.

Mehr Kitas rütteln da ja wohl kaum dran, eine "Kitapflicht" wird es hier nie geben, die gab es nicht mal in der DDR.
Nö, das müsste ja nicht gesetzlich vorgeschrieben sein. Reicht schon, wenn diejenigen, die ihre Kinder dann daheim erziehen wollen, als faule Leute angesehen werden, die ihren Kindern auch noch den Weg in eine normale Kindheit verbauen wollen.

Sozusagen das Umkippen des jetzigen Vorurteils ins Gegenteil.
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Alt 19. Feb 2007, 11:11 Uhr   #9 (Permalink)
Chester
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Zitat:
Zitat von Siran Beitrag anzeigen
Nö, das müsste ja nicht gesetzlich vorgeschrieben sein. Reicht schon, wenn diejenigen, die ihre Kinder dann daheim erziehen wollen, als faule Leute angesehen werden, die ihren Kindern auch noch den Weg in eine normale Kindheit verbauen wollen.
Auch das war in der DDR herzlich wenig verbreitet, und dort waren Kitas an der Tagesordnung.

Sorry, aber die Idee, ausreichende Kitaplätze würden Eltern, die diese dann nicht nutzen, irgendwie in ein negatives Licht rücken, halte ich eher für Ausgeburten einer seltsamen Phantasie.
Ganz sicher halte ich das aber nicht für einen guten Grund, sich dann gegen ausreichende Kitaplätze zu stellen...

mfg,

Chester
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Alt 19. Feb 2007, 11:29 Uhr   #10 (Permalink)
Felidae
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Zu einer normalen Kindheit gehört eben, dass die Eltern sich viel um ihren Nachwuchs kümmern.
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