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Alt 08. Sep 2008, 09:29 Uhr   #1 (Permalink)
Meister Brubbel
Cheeseboiger!
 
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.175
Standard SPD - was nun ?

nach dem urknall vom wochenende die partei immer noch rätselt, was die folgen sein könnten. ein aufbegehren der basis gegen die agenda 08/15-befürworter, die nun wieder das ruder übernommen haben ?
die rückkehr zur geschlossenheit mit einem bereits jetzt vorgezogenem wahlkampf kanzlerin vs. vizekanzler ?
oder etwa gar die rückeroberung von verlorenen wählerstimmen (vielleicht sogar wieder ein überspringen der 30 prozent marke) ?

in jedem fall der meister sagen muss, dass konsequent die entscheidung war, steinmeier zum kk zu erklären und nicht den pfälzer. aber der rücktritt eines parteivorsitzenden immer unruhe ins spiel bringt, die einem wahlkampf nicht förderlich sein sie wird. und gerade den alte haudegen münte zur neuen hoffnung zu erklären doch zeigt, wo die spd personaltechnisch steht.
__________________
Stell’ Dir vor es geht und keiner kriegt’s hin
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Alt 08. Sep 2008, 09:37 Uhr   #2 (Permalink)
Mark Mallokent
Senior Member
 
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 1.696
Standard

Solange die SPD weiter der Linkspartei hinterherläuft, wird sie weiter an Wählern verlieren. Wer sehenden Auges in den Untergang rennt, dem ist nicht zu helfen.
__________________
Praise the Lord and pass the ammunition.
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Alt 08. Sep 2008, 10:04 Uhr   #3 (Permalink)
Ximus
Chuzpe
 
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Registriert seit: Jul 2007
Ort: In einem wunderschönen Freistaat.
Beiträge: 3.454
Standard

Sieht so aus als kommt die SPD wieder zurück, vielleicht fühlt man sich als Steigbügelhalter doch nicht so wohl.
__________________
"Der Staat ist an einem Punkt angelangt, von dem aus er nur noch kleiner werden darf." Dirk Friedrich.
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Alt 08. Sep 2008, 10:14 Uhr   #4 (Permalink)
senchi
Sehender
 
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Registriert seit: Jan 2008
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Beiträge: 1.795
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Zitat:
Zitat von Mark Mallokent Beitrag anzeigen
Solange die SPD weiter der Linkspartei hinterherläuft, wird sie weiter an Wählern verlieren. Wer sehenden Auges in den Untergang rennt, dem ist nicht zu helfen.
treffend erkannt.
Beck, ohne eigenes Profil und in einem Boot mit Wortbrecherin Ypsilanti, da war dieser Ausgang vorprogrammiert. Jetzt, wo Münte zurück ist, braucht man den Dicken Umfaller nicht mehr. Wenn die SPD es schaffen sollte, wieder ihr eigenes Profil zu schärfen und die unheilvolle Nähe zu den Kommunisten und Ex-Stasi Verbrechern wieder anwachsen zu lassen, dann gehen sie gestärkt aus dieser Krise hervor.
Steinmeier jetzt schon zum KK zu machen war meines Erachtens nach auch nicht so clever.
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Alt 08. Sep 2008, 10:29 Uhr   #5 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
Benutzerbild von Siran
 
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.483
Standard

Hu, da ist man einmal im Urlaub und kriegt keine Nachrichten mit und dann verpasst man sowas...

Halte ich eigentlich für die richtige Entscheidung seitens der SPD. Eine Partei muss sich meiner Meinung nach für sich selbst definieren und nicht anhand anderer Parteien. Die SPD hat sich viel zu sehr von den Linken vor sich hertreiben lassen, anstatt selbstbewusst ein eigenes Politikbild zu präsentieren und dafür einzustehen. Wenn eine Partei selbst nicht von der eigenen Politik überzeugt zu sein scheint, warum soll sie dann ein Wähler wählen?

Beck war einfach nicht die richtige Person für seine Position während dieser Periode. Da braucht es jemand, der stärker eingreift und stärker prägt. Bei Beck sehe ich das, auch wenn er sicherlich kein schlechter Ministerpräsident ist, nicht.

Allerdings stehen der SPD auch so schwerer Zeiten bevor. Ypsilantis Kurs wird sich mit Müntefering und Steinmeier ja erst recht so richtig schneiden. Bin mal gespannt, was da jetzt daraus wird.
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Alt 08. Sep 2008, 10:39 Uhr   #6 (Permalink)
senchi
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Zitat:
Zitat von Siran Beitrag anzeigen
Allerdings stehen der SPD auch so schwerer Zeiten bevor. Ypsilantis Kurs wird sich mit Müntefering und Steinmeier ja erst recht so richtig schneiden. Bin mal gespannt, was da jetzt daraus wird.
Das interessiert mich auch. Der alte Münte hätte sie ins Büro bestellt und ihr klargemacht, dass Machtgeilheit nicht ausreicht um sein Wort zu brechen und sie dann als reuige Sünderin wieder an die Basis geschickt.
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Alt 08. Sep 2008, 10:48 Uhr   #7 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.483
Standard

Zitat:
Zitat von senchi Beitrag anzeigen
Das interessiert mich auch. Der alte Münte hätte sie ins Büro bestellt und ihr klargemacht, dass Machtgeilheit nicht ausreicht um sein Wort zu brechen und sie dann als reuige Sünderin wieder an die Basis geschickt.
Nun ja, er hat gegen die Nahles aber schon einmal verloren...
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Alt 08. Sep 2008, 10:53 Uhr   #8 (Permalink)
senchi
Sehender
 
Benutzerbild von senchi
 
Registriert seit: Jan 2008
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Beiträge: 1.795
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Richtig, da hatte Beck aber nochwas zu sagen und galt als der neue Kanzlerkandidat. Ich denke das Müntes Hausmacht jetzt mit der Inthronisierung Steinmeiers wieder angewachsen ist. Die Nahles klang gestern auch schon ganz schön handzahm. Wenn er die beizeiten wieder auf den Hof zum Spielen schickt, dann wird ihm das Führen etwas leichter fallen.
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Alt 08. Sep 2008, 11:24 Uhr   #9 (Permalink)
Meister Brubbel
Cheeseboiger!
 
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 3.175
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also kurt beck ja als vieles gegolten er haben mag. aber definitiv nicht als kk. nicht mal in der spd.
natürlich die spd am fehlen eines eigenständigen profils leiden tut, aber dann doch eher dadurch, dass sie versuchte, cdu v 2.0 zu sein.
dass die linke in diese bresche schlägt, doch nur logische konsequenz es ist.
ob das aufhören oder anders wird, hängt nicht wirklich davon ab, ob beck vorsitzender ist oder nicht.
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Alt 08. Sep 2008, 11:32 Uhr   #10 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Beiträge: 3.483
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Zitat:
Zitat von Meister Brubbel Beitrag anzeigen
also kurt beck ja als vieles gegolten er haben mag. aber definitiv nicht als kk. nicht mal in der spd.
Anfänglich schon, aber in letzter Zeit eher weniger. Allerdings hat das jetzt hier im Strang doch auch gar niemand behauptet?

Zitat:
natürlich die spd am fehlen eines eigenständigen profils leiden tut, aber dann doch eher dadurch, dass sie versuchte, cdu v 2.0 zu sein.
Also meiner Meinung nach war die SPD auch mit der Agenda 2010 nicht die CDU 2.0. Die CDU hätte da einiges anders angepackt. Allerdings hätte sie wahrscheinlich weniger Probleme mit den Reaktionen bekommen, weil sie eh nicht so als Partei des sozialen Gewissen gesehen wird.
Und ich widerspreche dir, ich denke, dass die SPD die Agenda 2010 wesentlich besser überstanden hätte, wenn sie sich dahinter gestellt hätte. Wenn aber die Partei selbst an dem Rummeckert, was sie verabschiedet, dann sieht sich natürlich auch jeder sonst eingeladen, daran rumzumäkeln. Ein bisschen mehr Konsequenz in der Politik hätte der SPD sicherlich geholfen.

Zitat:
dass die linke in diese bresche schlägt, doch nur logische konsequenz es ist.
Die Linke macht das, was die PDS schon die ganze Zeit vorher gemacht hat: Schöne Märchenschlösser zeichnen. Nur laufen ihr jetzt mehr Leute nach...

Zitat:
ob das aufhören oder anders wird, hängt nicht wirklich davon ab, ob beck vorsitzender ist oder nicht.
Jein. Die SPD steht natürlich vor den gleichen Problemen wie vorher auch, aber die Art und Weise, wie ein Vorsitzender die Partei führt, hat durchaus einen Einfluss auf die Sichtweise dieser Partei in der Öffentlichkeit und damit natürlich auch auf die Wählerstimmen.
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