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Alt 11. Jun 2008, 17:26 Uhr   #11 (Permalink)
DreadfulGreat
Fan of W.Hofer_Clan
 
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Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
der hessische Test war besonders eindrucksvoll:

-zu welchen Bundesländern gehört das Richelsdorfer Gebirge?
(NRW, HE, BAY, TH)
- wie lange hat MP Zinn in Hessen regiert?
- wodurch unterscheidet sich das Hessische vom Thüringer Landeswappen?
- Ist die Schwalm ein Nebenfluss
-- der Lahn
-- der Sieg
-- der Fulda
-- der Eder
Also ohne mich zu den Bildungsfernen zu zählen: Vom Richelsdorfer Gebirge habe ich mein Lebtag noch nicht gehört!

Mein Resultat: zero points.

Muss ich jetzt meinen Pass abgeben?


DG
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Strahlfront. Muß sein!

„Die endgültige Teilung Deutschlands – das ist unser Auftrag.“
Chlodwig Poth
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Alt 11. Jun 2008, 17:51 Uhr   #12 (Permalink)
harraps
mit Bergabfahrhilfe....
 
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Beiträge: 381
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Ich bin da noch unentschlossen.

Zum einen:
Man sollte schon ein gewisses Minimalwissen über das Land haben, wenn man den Pass spazierentragen will. Genauso wie man in diesem Falle auch der Landessprache lesend, schreibend und schwätzend mächtig sein sollte.
Und das trifft auf den nach Deutschland einwanderwilligen Engländer, Dänen, Niederländer etc. genauso zu wie auf Afrikaner, Asiaten, Amerikaner und Arktisbewohner.
Es dreht sich ja nicht um Flüchtlinge oder um kurzfristige Arbeitsverhältnisse.
Für dauerhafte Wohnaufenthalte gilt meiner Auffassung dasselbe wie oben.

Das heisst, das der Fragenkatalog á la Führerscheinprüfung besser ist als nichts. Auch viele Lektionen aus dem Theorieteil werden schnell vergessen, wie täglich zu besichtigen.
Aber wenigstens hat man sich mal damit intensiv beschäftigt, irgendwas bleibt meist hängen.
Da die Prüfung auch per VHS-Kurs vorbereitet werden soll können, ist das eigentlich eine faire Sache. Vor allem da hier im Gegensatz zum Führerschein die praktische Prüfung entfällt.
Die Fragen sollte jeder nach 9 Jahren Schulbesuch beantworten können. Und irgendein Minimalniveau muss man halt fordern. Warum nicht dieses.
Die hessische Prüfung finde ich allerdings heftigst. Wenn aber diese Fragen auch intensiv vorbereitet werden, warum nicht?

Zum anderen:
Auch Nullen am Steuer bekommen den Führerschein - ein gewisses Risiko besteht also immer. Da aber der Prozentsatz an Nullen am Steuer OHNE Prüfung erheblich höher sein dürfte: besser Prüfung.

Soll übertragen heissen: Der Prozentsatz an "Nicht-integrationswilligen" dürfte ohne Prüfung höher liegen.

Wobei hier vergessen wird: Staatsbürgerschaft hat nur am Rande was mit "Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung" zu tun.
Wieviel "Demokratiefeindliche" werden sich der Prüfung stellen?

So unentschlossen, wie ich dachte, bin ich wohl doch nicht.
__________________
"Ausserirdische! Im Gefrierschrank!"
"Auf meinem kargen Planeten willkommen ihr seid, Fremde. Fünfzig Hektar Sumpfland kaufen ihr wollt?"
"Mit Waffen wie diesen hier Helden gerüstet sein sollten. So preiswert sie sonst abgeben ich nicht würde, aber im Sonderangebot heute sie sind." =(~~~~~
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Alt 12. Jun 2008, 02:05 Uhr   #13 (Permalink)
Redwing
Rotinquisitor
 
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Ort: Bremen
Beiträge: 100
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Ein absoluter Murks- 'ne neue populistische Schnapsidee dieses Regimes hier. Die meisten Deutschen würden bei dem Blödsinn durchfallen, und was hat dieses Geographie- und Geschichtsklausur-Wissen mit Integration zu tun? Die suchen doch nur ein Instrument der chaotischen Filterung und hinterrücksen Zugangsbeschränkung- wie immer ohne Sinn und Verstand.
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Stoppt die Diktatur der reichen Minderheit!
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Alt 12. Jun 2008, 05:23 Uhr   #14 (Permalink)
harraps
mit Bergabfahrhilfe....
 
Benutzerbild von harraps
 
Registriert seit: Feb 2007
Ort: Nass. Windig. Flach.
Beiträge: 381
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Nicht verwechseln:

Zugangsberechtigung = Aufenthalts- und, als Ergänzung, Arbeitserlaubnis.
Die ist relativ einfach zu erhalten, sofern man hierher kommt, um zu arbeiten oder zu lernen oder anderweitig in der Lage ist, sein Leben zu finanzieren (inklusive Krankheit). Für EU-Bürger sowieso, denn es entfällt die Arbeitserlaubnis.
Die Staatsangehörigkeit bleibt davon unberührt, man bleibt Bürger des Heimatstaates mit den dortigen Rechten und Pflichten. Sofern kein Doppelbesteuerungsabkommen vorliegt, darf man sogar zwei mal Steuern zahlen, wenn man nicht aufpasst.

Staatsangehörigkeit = Teilnahme am demokratischen Staat Deutschland mit allen Rechten und Pflichten. Dazu gehört: Wählen.
Wenn man Mitglied eines anderen Staates als des Geburtsstaates werden möchte, sollte man ein Minimalinteresse für diesen Staat aufbringen. Denn: Man gibt in dem Augenblick die alte Staatsangehörigkeit auf.
Zum Minimalinteresse gehört der Besuch des Vorbereitungskurses, in dem die Fragen besprochen und erläutert werden. Und wenn man den Test unbegrenzt wiederholen darf, sehe ich da insgesamt keinerlei unüberwindbare Hürden.
Als Bürger eines Staates sollte man in der Lage sein, 50% der Fragen problemlos beantworten zu können (und falls man in Hessen aufgewachsen ist oder wohnt, wahrscheinlich auch die), denn die sind mit ein bisschen nachdenken einfach zu beantworten.
Die restlichen Lücken kann man ja auffüllen - sei es mit Spicken im Internet oder Besuch des Vorbereitungskurses.

Kein Staat der Welt verschenkt seine Staatsbürgerschaft. Man kann sie vielleicht mancherorts kaufen, aber das ist hier nicht das Thema.
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Geändert von harraps (12. Jun 2008 um 05:25 Uhr Uhr).
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Alt 12. Jun 2008, 07:22 Uhr   #15 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Zitat:
Zitat von Redwing Beitrag anzeigen
Ein absoluter Murks- 'ne neue populistische Schnapsidee dieses Regimes hier. Die meisten Deutschen würden bei dem Blödsinn durchfallen, und was hat dieses Geographie- und Geschichtsklausur-Wissen mit Integration zu tun? Die suchen doch nur ein Instrument der chaotischen Filterung und hinterrücksen Zugangsbeschränkung- wie immer ohne Sinn und Verstand.
Man sollte doch aber von einem Menschen, der eine Einbürgerung wünscht, erwarten können, dass er auch ein bisschen was dafür tut, oder? Du willst mir nicht ernsthaft erzählen, dass nicht jeder sich hinsetzen und mit einem bisschen Lernen diesen Test bestehen kann. So viel kann man meines Erachtens schon verlangen und zumindest hat die Person diese Sachen dann schon mal gelesen und einmal versucht, sie sich zu merken.
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Alt 12. Jun 2008, 07:27 Uhr   #16 (Permalink)
Amanda
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Ich seh das ähnlich wie harraps.
WENN ich schon Bürger eines Landes werden möchte dann sollte es eigentlich selbstverständlich sein, das man ein gewisses Grundinteresse und auch gewisse Grundkenntnisse über das Land hat.

Wobei ich aber auch gestehen muß, das ich von einem Fluß namens "Schwalm" bis jetzt noch nie was gehört habe...
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Alt 12. Jun 2008, 07:30 Uhr   #17 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Nun, wenn du in Hessen wohnst, ist die Frage nicht so schwer, Amanda. Da gibt es einen Schwalm-Eder-Landkreis. Jetzt rate doch mal, was wohl die Antwort zu der Frage war...
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Alt 12. Jun 2008, 07:32 Uhr   #18 (Permalink)
Amanda
Humorvampir
 
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Gut, wenn man das weiß dürfte das wohl nicht wirklich ein Problem darstellen, Siran, da gebe ich Dir recht.
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Alt 12. Jun 2008, 07:42 Uhr   #19 (Permalink)
Meister Brubbel
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tests sind toll. wenn dann aber alle. kann nie schaden, etwas grundwissen über das land zu haben, in dem man lebt. ob per geburt oder zuzug ...
Meister Brubbel ist offline   Mit Zitat antworten Direkt antworten
Alt 12. Jun 2008, 07:45 Uhr   #20 (Permalink)
Siran
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Insgesamt finde ich die Fragen, die Wahnfried da aufgezählt hat, für jemanden, der in Hessen lebt, nicht so abwegig. Das Richelsdorfer Gebirge ist in Hessen, zumindest zum Teil. Damit sollte man von dem Ding schon mal gehört haben und man kann auch erwarten, dass man weiß, wo es endet.
MP Zinn, SPD, ist der Ministerpräsident Hessens, der am längsten regiert hat, 19 Jahre nämlich. Das weiß ich als Baden-Würrtemberger nicht, weil es für mich schlichtweg nicht interessant ist, aber als Hesse sollte es mir möglich sein, doch mal nachzuschauen, welche MPs es denn in Hessen bisher gab. Wenn man nur die gewählten nimmt, ist das die unglaubliche Menge von 7 auswendig zu lernenden Namen und Regierungszeiten...

Das einzige, was meines Erachtens schwieriger wäre, ist der Vergleich des hessischen und des thüringischen Wappens. Das Wappen meines eigenen Bundeslandes kenne ich noch, aber bei den Ländern neben dran, hört es auf und die würde ich tatsächlich wohl auch nicht so lernen.

Zitat:
Zitat von Meister Brubbel Beitrag anzeigen
tests sind toll. wenn dann aber alle. kann nie schaden, etwas grundwissen über das land zu haben, in dem man lebt. ob per geburt oder zuzug ...
Meister Brubbel, wir haben diese Test in Form von Heimat und Sachkunde-, Geographie-, Gemeinschaftskunde- und Geschichtstests. Die meisten Leute werden dir, wenn du sie fragst, erzählen, dass sie die Fragen alle schon mal gewusst haben und mehr ist es bei den Eingebürgerten zwei Jahre nach dem Test in den meisten Fällen auch nicht mehr.

Geändert von Siran (12. Jun 2008 um 07:45 Uhr Uhr). Grund: Doppelpost zusammengeführt
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