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31. Mai 2008, 11:39 Uhr
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#31 (Permalink)
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Member of W.Hofer_Clan
Registriert seit: Dez 2007
Ort: In der Stadt, die Wissen schafft
Beiträge: 4.586
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Zitat:
Zitat von kotzfisch
Villeicht könnte Herr Gysi dann auch die Frage nach den 17 Milliarden Mark SED Vermögen beantworten?Nur mal so.
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Hat er schon (kandidaten.watch 2005):
Antwort G. Gysi:
Zitat:
das Gesamtvermögen der SED ist mit minimalen, legalen Ausnahmen in den Staatshaushalt geflossen. Die Linkspartei.PDS verfügt nicht illegal über SED-Vermögen und schon gar nicht über Milliarden Euro und kann deshalb auch nichts herausgeben. Für den Fall, dass noch Mittel aus SED-Vermögen irgendwo aufgefunden werden - was niemand absolut ausschließen kann, da nie alle Aktivitäten einzelner Personen vollständig kontrolliert werden können -, hat bereits die PDS auch auf solche (theoretischen) Mittel längst rechtswirksam verzichtet.
Mit freundlichen Grüßen
i.A. Michael Shohat
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kandidatenwatch.de: Dr. Gregor Gysi
Das SED-Vermögen wird von Jahr zu Jahr größer:
"Wo blieben die 6 Milliarden DDR -Mark Barvermögen der SED?" frage Anfang 2002 der Tagesspiegel.
(bei einem Kurs von 1:6 = 1 Mrd DM)
und heute angeblich 17 Mrd € oder was?
Eine Traumrendite, die kein Fond erwirtschaftet hat.
Wo kann ich SED-Fondanteile kaufen?
__________________
der Wahrheit verpflichtet, der Provokation erlegen
Ignore: Pius XII, alle Illuminaten und Johannes Paul II
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31. Mai 2008, 11:53 Uhr
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#32 (Permalink)
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Guest
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Hatte vor ca. 3/4 Std. eine kleine Unterhaltung mit einem "Grünen"-Mann.
Meine Frage, ob denn nun schon Wahlkampf wäre und was das ganze Gysi-Schmierentheater bezwecken solle (obwohl der Zweck eigentlich klar auf der Hand liegt), wurde mir sinngemäß - dabei grinsend - geantwortet:
Frau Birthler hielt es für notwendig, bereits bekannte Tatsachen noch einmal aufzurühren bzw. zu "verstärken". Daß dann der eine oder andere Parlamentarierer auf den Zug spränge...., nun ja, das wäre legitim.
Meine Reaktion auf dieses "Blabla" war schlicht, daß ihnen allen - den Parteien - nur die Angst im Nacken säße vor Stimmenverlusten an die LINKE.
Und das benickte er sogar!
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31. Mai 2008, 12:58 Uhr
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#33 (Permalink)
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Member of W.Hofer_Clan
Registriert seit: Dez 2007
Ort: In der Stadt, die Wissen schafft
Beiträge: 4.586
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Die beste Analyse
Warum Gysi trotzdem Erfolg hat
Geliebtes Zwielicht
schreibt PHILIPP GESSLER von der taz:
War Linksfraktionschef Gregor Gysi Stasi-IM? Er bestreitet dies - und eigentlich ist es auch egal:
Seinem guten Image wird der Skandal ohnehin nicht schaden.
Warum leidet Gysi keinen Schaden?
Ein interessante Frage, hier eine Antwort:
Zitat:
Es gibt offensichtliche Gründe: Zum einen ist der 60-jährige frühere Facharbeiter für Rinderzucht einer der besten Redner der Berliner Republik. Das ist in einer Demokratie völlig zu Recht von einiger Bedeutung. Noch die schlechteste Gysi-Rede ist interessanter als der Durchschnitt der Reden, die im Bundestag gehalten werden - vor allem seit dem Weggang des Grünen Joschka Fischer aus dem Hohen Haus. Die Schlagfertigkeit, der Wortwitz und die Originalität seiner Argumentation in öffentlicher Rede sucht man sonst vergebens. Insofern ist Gysi mit gutem Grund beliebt.
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Zitat:
Zum anderen ist Gysi so populär, weil er ein großer politischer Übersetzer ist: Ihm ist es seit dem Mauerfall gelungen, einen großen Teil der 18 Millionen Ostdeutschen mit der neuen Bundesrepublik zu versöhnen, die von ihnen so viel verlangte, nämlich eine meist fast komplette Umorientierung in ihrem Leben. Hätte Gysi in diesem Prozess nicht mit viel Geschick als öffentliche Person gezeigt, dass es geht, dass man zu diesem neuen, alten Deutschland stehen kann, ja sollte, trotz aller Unbill - die NPD wäre längst im Bundestag.
Gysi hat viele für die Demokratie gewonnen und - auch durch die Förderung von jungen Leuten in der Partei - die "Linke" im Großen und Ganzen zu einer staatstragenden Partei gemacht. Randfiguren wie Sahra Wagenknecht bestätigen die Regel.
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Zitat:
Dazu gehört aber drittens, dass Gysi bei vielen nicht trotz, sondern wegen seiner unklaren Informationspolitik gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) beliebt ist: Wer heute in Ostdeutschland Mitte 40 und älter ist, hatte in seiner DDR-Vergangenheit fast zwangsläufig irgendetwas mit der Stasi zu tun.
Dieses Zwielicht aber ist es, was viele Ältere in Ostdeutschland kennen und anerkannt wissen wollen. Alle, fast alle machen sich in einer Diktatur über kurz oder lang mit schuldig, die einen mehr, die anderen weniger, manche bewusst, andere unbewusst. Gysi ist beliebt, weil er diese traurige Wahrheit versinnbildlicht wie wenige.
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Zitat:
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Schließlich: Gysi gehört schlicht zu den good guys in seiner Partei - und viele finden ihn einfach sympathisch, jedenfalls enorm charmant. Wer einmal erlebt, welcher Mief aus DDR-Nostalgie, Verdrängung und Wut einem bei Treffen älterer "Linke"-Mitgliedern entgegenschlagen kann, der sehnt sich nach partei-internen Reformerinnen und Reformern, an deren Spitze immer wieder Gregor Gysi zu finden ist
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All das macht Gysi einmalig. Vieles fehlte, gäbe es ihn nicht.
hier der ganze Beitrag:
http://www.taz.de/1/leben/koepfe/art...ash=96937cc514
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