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Alt 29. Jul 2008, 17:25 Uhr   #271 (Permalink)
Der Unschlüssige
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Registriert seit: Jun 2008
Ort: Berlin
Beiträge: 93
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Zitat:
Zitat von DreadfulGreat Beitrag anzeigen
Du bist schon ein rechtes Spaßvögelchen
Ich gehe jetzt nach Hause. Wenn ich ganz viel Lust habe schreibe ich dir morgen was zu Armut, der Definition für sie und wie sich die Leute so fühlen, die betroffen sind.
Zur Definition von "Armut" kann ich dir auch was sagen: Sie wird gemeinhin relativ zum Gesamtwohlstand definiert. Das heißt, wenn der Gesamtwohlstand im Schnitt steigt, kann dadurch paradoxerweise die Anzahl der "Armen" steigen, obwohl sie genausoviel, oder sogar mehr Kaufkraft in der Tasche haben, als zuvor.

Und wie sich die armen Armen fühlen, dazu sollte man vielleicht mal psychologische Studien machen. Vermutlich ist Neid da ein Hauptbestandteil. Ein materielles Problem kann es jedenfalls kaum sein, da gute Laune offenbar nicht ausschließlich an Einkommen gekoppelt ist ... gibt genug reiche Linke, die den ganzen Tag nur heulen.
__________________
Es lebe die Deutsche Republik!
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Alt 29. Jul 2008, 20:32 Uhr   #272 (Permalink)
Apollon7
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Registriert seit: Jan 2008
Beiträge: 539
Standard

Zitat:
Zitat von Der Unschlüssige Beitrag anzeigen
Vermutlich ist Neid da ein Hauptbestandteil. Ein materielles Problem kann es jedenfalls kaum sein, da gute Laune offenbar nicht ausschließlich an Einkommen gekoppelt ist ... gibt genug reiche Linke, die den ganzen Tag nur heulen.

Und warum sollte der Neid, welcher immer wieder unterstellt wird, ein Hauptbestandteil sein?
Apollon7 ist offline   Mit Zitat antworten Direkt antworten
Alt 04. Aug 2008, 20:49 Uhr   #273 (Permalink)
Sputnik
Trotz alledem
 
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Registriert seit: Mär 2007
Ort: Im Zentralkomitee ;-)
Beiträge: 487
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Zitat:
Zitat von Der Unschlüssige Beitrag anzeigen
Ich wollte darauf hinweisen, dass es Linken in diesem Land schon weitaus schlechter ging, als heute.
Ach, jetzt ist's plötzlich ein Hinweis

Zitat:
Ja, und das ist auch gut so, denn dank der innovativen Kraft des Kapitalismus gibt es heute praktisch keine Armut mehr in Deutschland, zumindest nicht in dem Sinne, wie das Wort noch im 19. Jahrhundert gebraucht wurde.

Wir haben heute eine Mittelstandsgesellschaft, in der einer winzigen Spitze von Reichen nur eine ebenso winzige Spitze von wirklich Armen gegenübersteht. Und selbst die meisten, die heute als "arm" gelten, genießen einen materiellen Luxus, von der die meisten wirklich armen (bsp. in Entwicklungsländern, oder die Arbeiterklasse im 19. Jhd.) nur träumen können -- festes Dach über dem Kopf, fließend Wasser und Strom, Küchengeräte, Fernseher, etc pp.

Und alles dank des Kapitalismus, der die Armut hierzulande praktisch abgeschafft hat.
Die Realität sah und sieht aber aus. Klar hat es - gerade nach 1945 - in Deutschland und in anderen kapitalistischen Industrieländern (soziale und politische) Verbesserungen für die arbeitende Klasse und andere gegeben, aber die wurden nicht durch den Kapitalismus selbst, sondern in harten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen durch starke gewerkschaftliche und antikapitalistische Kräfte und (Gegen-)Bewegungen errungen. Heute erlebt man wieder, wie durch sogenannte Reformen das Ganze Stück für Stück wieder zurück- bzw. weggenommen wird. Man sieht's deutlich: Während eine vermögende (und herrschende) Minderheit durch diese Politik profitiert, wird der Bevölkerungsmehrheit da unten immer mehr was weggenommen. Das ist kein Naturgesetz oder was Gottgewolltes, sondern einfach die bittere Realität des Kapitalismus.

Und selbst wen die Armut hier in der BRD oder Frankreich nicht dieselbe ist wie die z.B. in Südafrika oder Indien - Armut ist Armut.
__________________
Die herrschende Politik ist nicht Sachzwang-geleitet, sondern Interessen-diktiert. Sie hat Profiteure.
Deren Einfluss allerdings begründet sich nicht in Wählerstimmen, sondern in wirtschaftlicher Macht.
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