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Alt 17. Mär 2008, 15:28 Uhr   #111 (Permalink)
Ximus
Ungewissheit und Wagnis
 
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Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Jeder Mensch auf dieser Welt -so er mit dem Thema vertraut ist- assoziert mit dem Faschismus Hitler. Ob die einen dazu nun Faschismus sagen oder NS, das ist doch zweitrangig. Wir wissen, was gemeint ist.
Weil es viele tun, heißt dies nicht das sie damit auch recht haben.

Zitat:
Interessant, daß nur die Opferzahl der Juden relevant ist. Insgesamt hinterließ dieser Krieg 55 Millionen Tote, davon 27 Millionen Sowjetbürger. Ich finde, das sollte Erwähnung finden, wenn man schon über Opfer spricht. Findest Du nicht auch?
Sicher. Es ging allerdings speziell um den Unterschied zwischen dem Nationalsozialismus in Deutschland und dem Faschismus in Italien.
__________________
„Ich freue mich saumäßig, dass Roland Koch Ministerpräsident bleiben wird und Andrea Ypsilanti eine Niederlage auf ihrer geisteskranken Geisterfahrt gefunden hat.“ Günther Oettinger.
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Alt 17. Mär 2008, 23:54 Uhr   #112 (Permalink)
Katte
Diktatur der Vernunft!
 
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Zitat:
Zitat von Scotty Beitrag anzeigen
Es hat das dritte Reich gegeben, es hat die DDR gegeben.
Alles was so etwas verhindern hilft, nenne ich vorbeugen.
Im Falle DDR denke ich gerade an die Tussi, die die Mauer wiederhaben will sowie die Stasi.
Du meinst Christel Wegner. Allerdings will die weder die Mauer noch die Stasi wiederhaben. Oder hast Du etwas anderes von ihr (!) gehört?

Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Weil es viele tun, heißt dies nicht das sie damit auch recht haben.



Sicher. Es ging allerdings speziell um den Unterschied zwischen dem Nationalsozialismus in Deutschland und dem Faschismus in Italien.
Dann erkläre mir mal, was national und sozialistisch am Dritten Reich war.
__________________
"Ich kann, weil ich will, was ich muß."
Immanuel Kant

Geändert von Katte (17. Mär 2008 um 23:54 Uhr Uhr). Grund: Doppelpost zusammengeführt
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Alt 18. Mär 2008, 07:44 Uhr   #113 (Permalink)
Scotty
Hup Oranje!
 
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Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Du meinst Christel Wegner. Allerdings will die weder die Mauer noch die Stasi wiederhaben. Oder hast Du etwas anderes von ihr (!) gehört?
Zitat:
Das langjährige Mitglied der DKP hatte dem Bericht zufolge den Bau der Mauer gerechtfertigt und sich für die Wiedereinführung der Staatssicherheit in einer neuen Gesellschaft ausgesprochen.
Gut, sie hat die Mauer gebilligt. Allerdings langt mir das auch schon.
__________________
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Member IG Whisk(e)y
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Alt 18. Mär 2008, 16:56 Uhr   #114 (Permalink)
Ximus
Ungewissheit und Wagnis
 
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Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Dann erkläre mir mal, was national und sozialistisch am Dritten Reich war.
Das können andere besser als ich:

Zitat:
Grund der Annahme, Nazi-Deutschland sei kapitalistisch gewesen, ist die Tatsache, dass die meisten Unternehmen in Nazi-Deutschland formal in privaten Händen verblieben. Mises betont hingegen, dass das Privateigentum an den Produktionsmitteln unter den Nazis nur dem Namen nach existierte, dies Eigentum aber tatsächlich beim Staat lag.
Denn der deutsche Staat, nicht der nominelle Privateigentümer, verfügte über alle wesentliche Macht an den Produktionsmitteln: der Staat bestimmte, was in welcher Menge und auf welche Art zu produzieren war und wem die Produkte zugeteilt werden sollten; er bestimmte auch, welche Preise zu verlangen, welche Gehälter zu bezahlen und welche Dividenden oder andere Einkommen den nominellen Privateigentümern zu beziehen erlaubt waren. Die Position der angeblichen Privateigentümer, so zeigt Mises, war im wesentlichen auf die Rolle von Empfängern staatlicher Gehälter beschränkt.
Das „de facto staatliche Eigentum an den Produktionsmitteln“, wie Mises es bezeichnete, war eine logische Folge grundlegender kollektivistischer Prinzipien der Nazis, wonach Gemeinnutz vor Eigennutz geht und das Individuum bloß als Mittel für die Zwecke des Staates da ist. Wenn schon das Individuum nur für den Staat da sein soll, dann natürlich auch das Eigentum des Individuums. So wie das Individuum dem Staat gehört, so gehört diesem auch das Eigentum des Individuums.
ef-online » Sozialismus: Die Auslese der Übelsten
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Alt 18. Mär 2008, 19:34 Uhr   #115 (Permalink)
Apollon7
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Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Du meinst Christel Wegner. Allerdings will die weder die Mauer noch die Stasi wiederhaben. Oder hast Du etwas anderes von ihr (!) gehört?
Ja, man hörte anders.

Ich bemühte mich schon: Die Erklärung zum Fall Christel Wegner
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Alt 18. Mär 2008, 21:36 Uhr   #116 (Permalink)
Katte
Diktatur der Vernunft!
 
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Zitat:
Zitat von Ximus Beitrag anzeigen
Nein, so läuft das nicht. Ich will Deine Interpretation des Begriffes "Nationalsozialismus", und nicht fremde Gedanken. Immerhin scheint es für Dich ja eine Selbstverständlichkeit zu sein, den Deutschen Faschismus als national und sozialistisch zu bezeichnen. Da muß es Dir doch ein leichtes sein, dies auch zu erläutern, oder nicht?

Streng Dich an und überrasch mich!

Zitat:
Zitat von Apollon7 Beitrag anzeigen
Ja, man hörte anders.

Ich bemühte mich schon: Die Erklärung zum Fall Christel Wegner
Der Vorwurf lautete aber, sie wolle die -Zitat: "Stasi" wieder einführen. Das ist schlichtweg nicht wahr.

Unter uns, ich halte sowohl die Platzierung Frau Wegners auf einem Listenplatz der Linken als auch ihre dummen Äußerungen zum besagten Thema für suboptimal. Die Linke hat ja enstprechend schnell und konsequent reagiert. Das sollte man zumindest zur Kenntnis nehmen.

Zitat:
Zitat von Scotty Beitrag anzeigen
Gut, sie hat die Mauer gebilligt. Allerdings langt mir das auch schon.
Hat sie nicht. "Einem Bericht zufolge" ist kein Beweis. Macht es Dich nicht stutzig, daß die NDR-Panorama-Redaktion sich weigert, das ganze Interview zu veröffentlichen? Könnte es sein, daß der guten Dame da was in den Mund gelegt wurde, das sie nie so gesagt, geschweige denn gemeint hat? Allein der Vorwurf, sie wolle die "Stasi" -also im Original- wieder einführen, sollte großen Zweifel am Wahrheitsgehalt solcher Vorwürfe wecken.

Aber ach, das ist ja nur eine olle Kommunistin; da muß man es mit der Wahrheit nicht allzu genau nehmen. Im Zweifelsfall heiligt der Zweck die Mittel.

Im Westen nichts neues.
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"Ich kann, weil ich will, was ich muß."
Immanuel Kant

Geändert von Katte (18. Mär 2008 um 21:37 Uhr Uhr). Grund: Doppelpost zusammengeführt
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Alt 18. Mär 2008, 21:52 Uhr   #117 (Permalink)
Apollon7
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Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Der Vorwurf lautete aber, sie wolle die -Zitat: "Stasi" wieder einführen. Das ist schlichtweg nicht wahr.
Doch; ich habe es dargelegt. Worauf sollte sich das wieder sonst beziehen?


Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Unter uns, ich halte sowohl die Platzierung Frau Wegners auf einem Listenplatz der Linken als auch ihre dummen Äußerungen zum besagten Thema für suboptimal. Die Linke hat ja enstprechend schnell und konsequent reagiert. Das sollte man zumindest zur Kenntnis nehmen.

Sie sollte ja auch eigentlich gar nicht in den Landtag einziehen. Das Niedersachsenergebnis war ein Überraschungserfolg. Ihr Listenplatz 9 sollte lediglich die 0,1% oder 0,2% aus DKP-Kreisen der Linkspartei sichern. Manfred Sohn gab vor kurzem in der jW zu Wegner, DKP und Wahltaktik Erläuterungen.
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Alt 18. Mär 2008, 23:28 Uhr   #118 (Permalink)
Katte
Diktatur der Vernunft!
 
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Zitat:
Zitat von Apollon7 Beitrag anzeigen
Doch; ich habe es dargelegt. Worauf sollte sich das wieder sonst beziehen?
Daß es eben wieder einen Geheimdienst geben würde, aber nicht die Stasi. Wer ihr das unterstellt, der hat nicht richtig zugehört.

Ich bin ja vollkommen bei Dir, wenn es darum geht, den inhaltlichen Aspekt ihrer Rede zurückzuweisen, zumal solch eine Sichtweise auch gegen das Programm der Linken in seinem elementarsten Kern ist. Gerade in Punkto Inlandsgeheimdienste hat sich die PDS -als Lehre aus ihrer eigenen Geschichte(!)- seit 1990 klar festgelegt: die gehören überwunden und abgeschafft.

Hier sollte die Kritik bei Christel Wegner ansetzen. Aber nicht das offensichtliche Manöver der Panoramaredaktion, ihr die Wiedereinführung der Stasi in den Mund zu legen. Denn ansonsten hätte sie nur das gefordert, was es ohnehin schon gibt: ein sich verselbständigender Inlandsgeheimdienst namens Verfassungsschutz. Spätestens hier offenbart sich der angebliche Skandal als pure Heuchelei.

Zitat:
Sie sollte ja auch eigentlich gar nicht in den Landtag einziehen. Das Niedersachsenergebnis war ein Überraschungserfolg. Ihr Listenplatz 9 sollte lediglich die 0,1% oder 0,2% aus DKP-Kreisen der Linkspartei sichern. Manfred Sohn gab vor kurzem in der jW zu Wegner, DKP und Wahltaktik Erläuterungen.
Selbst das ist einer linken Partei unwürdig, Listenplätze nach politischem Kalkül zu verteilen. In dieser Praxis offenbart sich doch das Unwohlsein der Linken, die DKP auf ihren Listen kandidieren zu lassen.

Die Programme der DKP und der Linken sind in wesentlichen Punkten gar nicht in Übereinstimmung zu bringen. Von daher ist es mir auch unverständlich, warum man diese Praxis überhaupt zuließ. Das Ergebnis ist eine bunte Truppe, zusammengewürfelt aus Revolutionsromantikern und enttäuschten SPDlern, die nun plötzlich zusammen Politik machen sollen. Das geht aus wie das Hornberger Schießen.

Alles in allem nur Ärger, den man hätte vermeiden können. Aber die Kampagne hat dennoch ihren Zweck erfüllt: Sie hat wieder einmal erfolgreich eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Linken verhindert. Und Frau Wegner ist noch nicht einmal deren Mitglied.

Nachtigall, ick hör dir trapsen.
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"Ich kann, weil ich will, was ich muß."
Immanuel Kant
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Alt 19. Mär 2008, 09:14 Uhr   #119 (Permalink)
Der Linke
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@Katte
den Gegnern der Linken ist halt jedes Mittel recht diese zu diskredetieren. Neulich wurde wieder in einer Talkshwow behauptet das die miserabele Finanzlage von Berlin der rot roten Regierung zu verdanken sei. Jeder der sich etwas mit Politik beschäftigt weiß doch das die exorbitante Verschuldung Berlins gerade der CDU in den Vorgängerregierungen zu verdanken ist. An diesem Beispiel sieht man wie platt die Argumente der Gegner sind die ganz klar auf die politisch nicht so informierte Masse ziehlt. Ich meine aber auch das die Linke in Berlin besser in der Oposition währe weil sie sich jetzt dem Vorwurf ausgesetzt sieht angesichts der sehr hohen Verschuldung Berlins (die übrigens im vergleich mit anderen Ländern geradezu einmalig ist) kürzungen mitmachen zu müssen. Hier währe eine konsequente Opposition die die Verantwortung für diese Finanzlage bei den Altparteien aufzeigt besser.

Mit der SED Vergagenheit ließ sich auch in der Vergagenheit immer gut Stimmung gegen die PDS machen, ob wohl sich diese spätestens schon seid Schröder als linke Alternative neben der SPD anbot. Was machten jedoch frustrierte SPD Wähler lange Zeit ? Entweder wählten sie garnicht mehr, oder aber machten den Bock zum Gärtner und wählten gar die CDU wie hier in NRW so das sich Rüttgers zum "Arbeiterführer" ernannte. Seid Bremen jedoch ist endlich das Eis gebrochen und Die Linke wird als wählbare Alternative wargenommen. Um so verständlicher ist natürlich die ätzend gehässige Propagande gegen die Linke weil hier endlich eine Partei in die Parlamente einzieht die weder von der Wirtschaft gekauft ist noch im neoliberalen Mainstream mitschwimmt wie alle Anderen.
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Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen !

Geändert von Der Linke (20. Mär 2008 um 11:32 Uhr Uhr).
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Alt 19. Mär 2008, 18:59 Uhr   #120 (Permalink)
Apollon7
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Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Daß es eben wieder einen Geheimdienst geben würde, aber nicht die Stasi. Wer ihr das unterstellt, der hat nicht richtig zugehört.
Derjenige hat genau zugehört.

Sie meinte, man bräuchte da so ein Organ wieder. Eine klare Bezugnahme auf die Stasi.

Beim Rest Deiner Ausführungen bin ich nicht weit weg von Dir.


Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
In dieser Praxis offenbart sich doch das Unwohlsein der Linken, die DKP auf ihren Listen kandidieren zu lassen.
Und dieses Unwohlsein wurde durch das Interview der DKP-Genossin nur noch mal bestätigt.

Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Das Ergebnis ist eine bunte Truppe, zusammengewürfelt aus Revolutionsromantikern und enttäuschten SPDlern, die nun plötzlich zusammen Politik machen sollen. Das geht aus wie das Hornberger Schießen.
Das trifft auf die gesamte Linkspartei zu. Man denke auch an Christa Müllers familienpolitische Vorstellungen...


Zitat:
Zitat von Katte Beitrag anzeigen
Alles in allem nur Ärger, den man hätte vermeiden können.
Nein, denke ich nicht. Man musste sicher gehen, denn wie knapp es hätte werden können, zeigte Hessen. Und da war der Weg, die Stimmen der DKP mitzunehmen und die DKPler auf einen hinteren Listenplatz zu setzen, keine unvernünftige Lösung.
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