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16. Mär 2008, 16:46 Uhr
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#101 (Permalink)
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Diktatur der Vernunft!
Registriert seit: Jan 2008
Ort: Berlin
Beiträge: 217
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Zitat:
Zitat von Meister Brubbel
mittlerweile es leider zu spät es ist, objektive betrachtungen über das staatswesen der ddr anzustellen. die fronten, viel zu verhärtet sie sind.
abgesehen davon, dass auch niemand daran mehr interesse hat ...
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Also ich schon.
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"Ich kann, weil ich will, was ich muß."
Immanuel Kant
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16. Mär 2008, 17:41 Uhr
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#102 (Permalink)
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Hup Oranje!
Registriert seit: Feb 2007
Ort: München
Beiträge: 1.596
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Ich auch, aber nur insoweit, daß man einen nochmaligen Staat wie die DDR verhindert.
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Member IG Whisk(e)y
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16. Mär 2008, 17:56 Uhr
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#103 (Permalink)
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Guest
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Zitat:
Zitat von Scotty
Ich auch, aber nur insoweit, daß man einen nochmaligen Staat wie die DDR verhindert.
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Zustimmung!
Bedauerlich ist aber, dass wir im AOK-Shopperfahrer einen Wiedergänger Erich Mielkes erkennen dürfen, dessen "DDR ver. 2.0" kaum hinter den 'demokratischen' Errungenschaften der "DDR" zurückbleiben wird.
So meinte doch Dr. Wolfgang Schäuble erst vor einigen Tagen, dass jeder, der die Anschauung vertritt, die staatlichen Organe der BRD und deren Aufgaben würden sich auch gegen die Freiheitsrechte der Bürger richten, "verrückt" sei.
Der sei, so Dr. Wolfgang Schäuble wörtlich:
"... verrückt, im wahrsten Sinne des Wortes!"
Und schon drängt's einem ins Gedächtnis, dass es - u. a. - in der "DDR" 'guter Brauch' war, Systemgegner als verückt zu qualifizieren, um sie hernach in irgendeiner psychiatrischen Anstalt auf Jahre verschwinden zu lassen.
Geändert von L'Osservatore (16. Mär 2008 um 18:07 Uhr Uhr).
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16. Mär 2008, 18:19 Uhr
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#104 (Permalink)
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Diktatur der Vernunft!
Registriert seit: Jan 2008
Ort: Berlin
Beiträge: 217
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Zitat:
Zitat von Scotty
Ich auch, aber nur insoweit, daß man einen nochmaligen Staat wie die DDR verhindert.
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Hat irgendwer diese Absicht verkünden lassen?
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"Ich kann, weil ich will, was ich muß."
Immanuel Kant
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16. Mär 2008, 18:22 Uhr
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#105 (Permalink)
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Guest
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Zitat:
Zitat von Katte
Hat irgendwer diese Absicht verkünden lassen?
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Nicht direkt, Katte, doch mancherlei deutet darauf hin, dass "DDR ver 2.0" durchaus in Arbeit ist!
Und betrachte ich mir die Politkorrekten in diversen Politforen, möcht' ich heut' schon diese Wette anbieten:
An IMs wird kein Mangel herrschen!
Wer hält dagegen?

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16. Mär 2008, 18:42 Uhr
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#106 (Permalink)
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Diktatur der Vernunft!
Registriert seit: Jan 2008
Ort: Berlin
Beiträge: 217
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Zitat:
Zitat von L'Osservatore
Nicht direkt, Katte, doch mancherlei deutet darauf hin, dass "DDR ver 2.0" durchaus in Arbeit ist!
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Was läßt denn darauf hindeuten?
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"Ich kann, weil ich will, was ich muß."
Immanuel Kant
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16. Mär 2008, 18:53 Uhr
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#107 (Permalink)
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Sehender
Registriert seit: Jan 2008
Ort: wo ich mich zu Hause fühle
Beiträge: 1.795
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Zitat:
Zitat von John Donne
Selbstverständlich geht jeden "Westdeutschen" die Vergangenheit der SED an - ebenso wie es das Recht jedes Bürgers aus der untergegangenen DDR ist, sich speziell für die Vergangenheit der Bundesrepublik zu interessieren.
Deine Behauptung, die PDS habe sich "bis zur Selbstzerfleischung" mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt, ist m.E. lächerlich.
Die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit hätte der BR Deutschland hätte zugegebenermaßen in der BR Deutschland gerade in den Jahren direkt nach dem Krieg besser sein können. Seit Jahrzehnten ist die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in der Bundesrepublik wissenschaftlich wie öffentlich ein Feld von großem Interesse und zahllosen Publikationen.
Demgegenüber wird von weiten Teilen der Klientel und Funktionäre der Linkspartei.PDS, vorher PDS, ehemals SED, jetzt Teil der Patei "DIE LINKE", überhaupt geleugnet, daß es in der ehemalige DDR überhaupt eine aufzuarbeitende NS-Vergangenheit gab. Die Primititvität des damaligen Ansatzes, sich selbst als Hort der Antifaschisten zu definieren, darüberhinaus zu behaupten, alle ehemaligen Nazis befänden sich in den drei westlichen Besatzunggebieten (und damit in der Bundesrepublik) und die moralische sowie finanzielle Schuld allein der Bundesrepublik aufzubürden, ist überwältigend. Ein Festhalten an ihr zeugt in keiner Weise von einer ernstzunehmen Selbstreflektion. Darüberhinaus kann ich an der Art und Weise, wie die Nachfolgepartei der SED mit der Vergangenheit des von ihr gelenkten Staates und damit mit ihrer eigenen Vergangenheit umgeht, keinerlei "Selbstzerfleischung" erkennen. An dem absurden Mythos, irgendwie doch das bessere Deutschland gewesen zu sein - obwohl der DDR faktisch jede Rechtsstaatlichkeit abging und sie als totalitäres Regime von schweren Menschenrechtsverletzungen geprägt war - hält man in ihrer Klientel gern fest.
Selbstverständlich gab es in der DDR KZs. In dieser Tatsachenbehautptung eine Verharmlosung der NS-Vebrechen zu sehen deutet auf den eklatanten Irrtum hin, daß die Begriffe KZ und Vernichtungslager synonym seien. Das sind sie selbstverständlich nicht.
Ich finde, Filbinger ist ein verdammt schlechtes Argument. Das hat vielerlei Gründe:
Zunächst ist es ein denkbar schwaches Argument, daß sich aus dem Fehlverhaltung einer anderen Person das Recht auf eigenes Fehlverhalten ableiten ließe. Das läßt es sich natürlich nicht.
Weiter - und das ist schwerwiegender - hat der Diskurs in der Öffentlichkeit - zurecht - dazu geführt, die Bezeichnung Filbingers als Widerstandskämpfer inakzeptable (da faktisch falsch) ist. Was veranlaßt Dich zu der Annahme, es seien (ausschließlich) die, die zu Filbinger geschwiegen hätten, die nun von "den Linken" (ich denke nicht, daß die Partei "DIE LINKE" das Recht hat, die Stellvertreterschaft für alle linksgerichteten Menschen in der Bundesrepublik zu beanspruchen) eine Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit erwarten?
Herr Modrow ("Die Verantwortung für die Toten tragen die Verantwortlichen auf beiden Seiten." (in Bezug auf die Verantwortung für die Mauertoten)) ist durchaus einer derjenigen, die die Schuld ihres Regimes nicht anerkennen können oder wollen. Selbstverständlich trägt die Schuld für die Mauertoten allein die DDR, hier insbesondere ihre Regierung: Die DDR hatte weder moralisch noch juristisch das Recht, "Republikflucht" überhaupt zum Straftatbestand zu erklären. Moralisch hat kein Staat dieses Recht und auch formaljuristisch waren entsprechende Strafgesetze in der DDR rechtswidrig, hatte die DDR doch den "Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte" unterzeichnet.
Grüße
John
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Danke. Ein Beitrag der sich auf sachlicher Ebene bewegt und nicht mit Scheuklappen agiert.
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Links oder Rechts zu sein, ist ein Zeichen einer halbseitigen politischen und geistigen
Lähmung.
(Ortega Y Gasset)
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16. Mär 2008, 18:56 Uhr
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#108 (Permalink)
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Hup Oranje!
Registriert seit: Feb 2007
Ort: München
Beiträge: 1.596
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Zitat:
Zitat von Katte
Hat irgendwer diese Absicht verkünden lassen?
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Stichwort "Vorbeugen"
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Member IG Whisk(e)y
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16. Mär 2008, 23:12 Uhr
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#109 (Permalink)
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Diktatur der Vernunft!
Registriert seit: Jan 2008
Ort: Berlin
Beiträge: 217
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Zitat:
Zitat von Scotty
Stichwort "Vorbeugen"
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Dieses Stichwort löst in mir keine Assoziationen aus. Werde mal konkreter.
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"Ich kann, weil ich will, was ich muß."
Immanuel Kant
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17. Mär 2008, 07:38 Uhr
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#110 (Permalink)
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Hup Oranje!
Registriert seit: Feb 2007
Ort: München
Beiträge: 1.596
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Zitat:
Zitat von Katte
Dieses Stichwort löst in mir keine Assoziationen aus. Werde mal konkreter.
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Es hat das dritte Reich gegeben, es hat die DDR gegeben.
Alles was so etwas verhindern hilft, nenne ich vorbeugen.
Im Falle DDR denke ich gerade an die Tussi, die die Mauer wiederhaben will sowie die Stasi.
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Member IG Whisk(e)y
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