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Profillos
Registriert seit: 15.02.2007
Beiträge: 967
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Zitat von Siran
Die Paranoia steigt vor allem deshalb, weil manche Leute Spass daran haben, Horrorszenarien für Leute an die Wand zu malen und diese nie überprüfen, ob es stimmt, was ihnen gesagt wird.
Was meinst du z.B. wieviele Leute annehmen, dass bei der Vorratsdatenspeicherung ihre Gespräche aufgezeichnet und gespeichert werden?
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Keine Ahnung. Ich halte das aber auch so schon für zweifelhaft.
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Um diesen und dessen Ziele geht es doch aber gerade, oder?
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Das ist sicherlich richtig. Aber alle diese Leute haben Interesse an ganz speziellen Daten. Wenn es eine Möglichkeit gäbe, leicht an die ranzukommen, dann würde das sicherlich auch genutzt werden. Aber die gibt es nicht. Wenn du dir anguckst, wie viele Daten du täglich verschickst, dann wird dir auffallen, wie wenig von diesen Daten tatsächlich relevant sind und dass noch weniger davon von irgendwelchem Interesse für irgendwelche Leute sind. Um aber an die interessanten Daten zu kommen, müsste jemand den ganzen Datenmüll gezielt durchsuchen, um an die 0,001% interessanter Informationen zu kommen. Und dass bei all den Leuten, die im Internet unterwegs sind.
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Hmm, ich habe gesagt, dass es an den meisten Daten kein Interesse gibt.
Aber wenn es auch nur Interesse an wenigen Daten gibt, scheint sich der Aufwand zu lohnen - denk nur an die Fälle wo Daten auf mysteriöse Weise verlorengegangen sind.
Die Daten filtern kannst du immernoch. Oh, da kann natürlich auch interessantes Material rausfallen, aber wenn mans nicht macht hat man halt garkein Material.
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Das stimmt so nicht. Mach dir mal klar, welche Möglichkeiten denn früher überhaupt bestanden, irgendwelche Verbrechen zu planen. Wie mal irgendjemand sagte: Eine Planung, ohne mit deinem Mitverschwörer zu reden, ist schwierig. D.h. früher gab es drei, vier Möglichkeiten: Telefon, Brief, persönliches Treffen, toter Briefkasten.
Alle diese Punkte sind einigermaßen gut abzudecken, wenn man die Person abhört und beobachten lässt.
Wenn ich heute Informationen an irgendjemand weitergeben will, dann kann ich einen Brief schreiben, eine Email, eine ICQ etc. Nachricht, ein Beitrag in einer Shoutbox, im Chat, auf einem Forum oder einer Pinnwand. Ich kann über Skype direkt telefonieren, Daten auf einen ftp-Server laden, die Daten über torrent oder emule verfügbar machen. Eine andere Möglichkeit wäre eine Newsgroup. Und mir ist jetzt wahrscheinlich nicht mal alles eingefallen.
Die Möglichkeiten von vorher existieren natürlich weiterhin. Dazu kommt, abgesehen von der Möglichkeiten im Internet, natürlich auch noch das Handy.
Damit habe ich unglaublich viele Möglichkeiten, meine Daten irgendwo zu verstecken, wo sie komplett harmlos sind. Sie verschwinden in dem Durcheinander an anderen Daten, die im Netz hin und her geschickt werden. Viele von diesen Möglichkeiten, z.B. ICQ oder Skype sind außerdem noch so gelagert, dass die Daten, wenn einmal verschickt und empfangen, weg sind. Die werden nirgendwo gespeichert.
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Ok, da hast du recht. Die meisten der Mittel die du vorschlägst sind aber relativ nutzlos sofern man sich nicht wieder anderweitig abspricht und in den meisten Fällen verschlüsselt.
Hmm, also zusammenfassend lässt sich sagen es ist schwerer geworden Kriminelle zu überwachen, aber leichter Unkriminelle.
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Die Vorratsdatenspeicherung ist weniger dafür da, Verbrechen zu verhindern, dD. Sie ist dafür da, nachdem ein Verbrechen aufgefallen ist, die ganzen Beziehungen dahinter aufzudecken.
Ein Bündel an Daten darüber, wer wann mit wem telefoniert hat, bringt mir so erst einmal gar nichts. Vor allem, wenn ich die Daten von 80 Mio. Menschen habe. Habe ich aber eine Person, die verhaftet wurde, weil sie Drogen geschmuggelt hat, Menschenhandel betrieben oder irgendeinen Anschlag geplant oder durchgeführt hat, dann kann ich darauf zurück greifen. Dann können mit Hilfe der Daten mögliche Komplizen etc. gefunden werden.
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Ja schön, da hat man dann ein Netz von Beziehungen von denen vielleicht zwei Komplizen darunter sind. Und die anderen sind dann auch verdächtig, und werden dann genauso überwacht.
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Dass Trojaner heimlich installiert werden, finde ich, ehrlich gesagt, schon vom ganzen Hintergrund her, vollkommen verständlich. Das wäre, als würde ich einem Entführer, der mich zum Opfer führen soll, darüber informieren, dass ich ihn in nächster Zeit beschatten will. Computerdaten sind flüchtig. Jeder, der Bescheid darüber weiß, dass er kontrolliert werden soll, kann seine Daten vernichten. Ein einfaches Löschen allein würde wohl nicht reichen, aber ich nehme doch mal an, dass das solche Leute auch wissen.
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Naja, dass man das vor den Leuten verheimlichen muss, die man gerade überwacht ist schon klar. Auf der anderen Seite geht das heimlich dann meines Wissens aber auch so weit, dass man die Überwacher überhaupt nicht mehr überprüfen kann.
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