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Alt 30. Mai 2008, 14:07 Uhr   #22 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Ah, du bist nicht der Meinung, dass Filbinger, Kohl, Fischer, Schäuble, Schily und Ströbele ihre derartigen Verfehlungen immer wieder aufgetischt kriegen? (bzw. gekriegt haben.)

Die Mandanten haben ihn auch nicht wegen einer IM-Tätigkeit angeklagt, sondern wegen eines gestörten Mandatenverhältnisses. Ob sie da gerichtlich geklagt haben, weiß ich nicht, ich denke, das ist kaum zu machen. Nach welchem Gesetz sollte das denn laufen?

Gerd Poppe, Physiker und Bürgerrechtler aus Berlin, der auch Mandant von Gregor Gysi war, hat 1992 seine Akte zum ersten Mal eingesehen. Er sagt, er habe darin Informationen gefunden, die ihn an seinem Anwalt zweifeln ließen

Nachdem [Bärbel ]Bohley ihre Stasi-Akte durchforstet hat, beschuldigt sie 1993 den PDS-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Gregor Gysi, der inoffiziellen Mitarbeit im MfS

Nach ihrer [Katja Havemanns] Überzeugung ist auch jener kleinwüchsige Anwalt, damals mit Bart, langem Haar und dicker Hornbrille, der ganz plötzlich aufgetaucht war, sich bei jeder Begrüßung devot verbeugte und Havemann penetrant mit "Herr Professor" ansprach, der Reihe der Spitzel zuzuordnen: Gregor Gysi.

[Vera Wollenberger] "Herrn Gysis Rolle bei meiner Abschiebung ist mehr als dubios. Er hatte weder von mir ein Mandat noch, wenn ich seinen Beteuerungen glauben kann, ein Mandat meines Mannes. Warum und in wessen Auftrag er an jenem Montag bei der Staatsanwaltschaft gewesen sein will, um sich nach dem Stand meiner Angelegenheiten zu erkundigen, darüber schweigt sich Gysi bis heute aus.

Als ich im 1990 als Volkskammerabgeordnete meine Rehabilitierung vor dem Obersten Gericht der DDR betrieb, bekam ich meine Prozessunterlagen zur Einsicht. Aus den Unterlagen geht hervor, dass mein Richter Wetzenstein- Ollenschläger schon am vorausgegangenen Sonnabend eine Entlassungsanweisung für mich unterschrieben hatte. Die Staatanwaltschaft kann also Gysi nicht mitgeteilt haben, dass meine Entlassung außerhalb jeder Diskussion sei.

Klar ist jedenfalls, dass es einen Maßnahmeplan der Staatssicherheit gab, die inhaftierten Bürgerrechtler aus dem Lande zu entfernen. (...)

Als ich meine Gerichtsakten eingesehen hatte, rief ich Gysi an. (...) Er gab sich überrascht und empört. Dass man ihn bei der Staatsanwaltschaft belügen könnte, darauf wäre er niemals gekommen."
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