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Alt 30. Mai 2008, 13:46 Uhr   #19 (Permalink)
Siran
Don Quixote
 
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Zitat:
Zitat von MissMarple Beitrag anzeigen
Ich wiederhole es gern noch einmal:

Ich will Gysi nicht unbedingt verteidigen, das kann er als Anwalt besser, ABER.. was da im Moment abgezogen wird mit Unterschriftenaktion, Ächtung, Rücktrittsforderung etc...... ist mehr als paranoid!..., weil man einen Sachverhalt bereits seit langen Jahren kennt und das jetzige hektische Agieren auf ein KALTSTELLEN des Politikers UND der LINKEN ausgerichtet ist!

Absolut unseriös und hat mit demokratischem Verhalten absolut nichts mehr zu tun....

Aber wundert das wen????????
Du wirfst hier in großem Stil Sachen durcheinander. Was haben Unterschriftsaktionen, Ächtung und Rücktrittsforderungen mit Verfolgungswahn zu tun? Was haben Unterschriftsaktionen, Ächtung und Rücktstrittsforderungen mit der Demokratie zu tun?

Es ist richtig, dass bereits vor 10 Jahren eindeutig festgestellt wurde, dass Gysi ein Mensch ist, der der SED und der Stasi zugearbeitet hat und seine Klienten, wenn man es hart formulieren will, verraten hat. In wie weit das den Abgeordneten heute klar war, weiß ich nicht. Aber ich finde es eigentlich schon legitim, wenn man einen Rücktritt fordert, wenn noch weitere Daten auftauchen, die seine damaligen "Vergehen" belegen und verstärken.

Es ist meines Erachtens auch vollkommen legitim, das unehrenhafte Verhalten eines Politikers in der Vergangenheit diesem vorzuwerfen und es bekannt zu machen. Etwas anderes wäre es, wenn es sich um Verleumdung oder ähnliches handeln würde, aber das ist es ja augenscheinlich nicht. Dass das Verhalten ihres Franktionsvorsitzenden auch auf die Linke zurückfällt, ist klar. Aber wenn die Leute das Verhalten Gysis schon seit Jahren kannten, dann hat das die Linke ja wohl auch und es mit ihrer Wahl zum Fraktionsvorsitzenden wohl auch irgendwie gebiligt. Oder warum sonst hat man Gysi gewählt?

Einen Rücktritt zu fordern ist in einer Demokratie ebenfalls vollkommen legitim. Kommt im Übrigen laufend vor und stört irgendwie die meiste Zeit auch niemanden wirklich. Ist der Vorwurf nicht stark genug, so bleibt der Mensch im Amt, ist der öffentliche Druck zu stark, so muss der Betreffende gehen. Überhaupt kein Problem dabei.

Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
Warum sollte er nicht dagegen vorgehen?
Darf er. Aber das ist nur ein Vorwurf und die anderen wiegen meines Erachtens gleichermaßen schwer.

Zitat:
Zitat von Wahnfried44 Beitrag anzeigen
Dann müssten logischerweise seine Klienten ihn beschuldigen und nicht Frau Birthler. Warum machen sie das nicht?
Das tun sie meines Wissens. Das ist nur juristisch wohl kaum zu verfolgen...

Geändert von Siran (30. Mai 2008 um 13:46 Uhr Uhr). Grund: Doppelpost zusammengeführt
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