Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 04. Apr 2008, 10:50 Uhr   #29 (Permalink)
Ximus
Chuzpe
 
Benutzerbild von Ximus
 
Registriert seit: Jul 2007
Ort: In einem wunderschönen Freistaat.
Beiträge: 3.437
Standard

Zitat:
Zitat von Scotty Beitrag anzeigen
Vom Zwang, ohne Zustimmung getauft zu werden und dann weiterhin beeinflußt zu werden, an etwas zu glauben ohne wirklich dahinterzustehen, bis ich endlich ausgetreten bin.
Es ist nicht ungewöhnlich das die Eltern die Zustimmung für ihr noch unmündiges Kind geben, man kann also nicht von fehlender Zustimmung sprechen. Im übrigen sehe ich in der Taufe nicht den Zwang zu glauben.

Zitat:
Darnach sagen wir weiter, dass uns nicht die größte Macht daran liegt, ob, der da getauft wird, glaube oder nicht glaube; denn darum wird die Taufe nicht unrecht, sondern an Gottes Wort und Gebot liegt es alles. ... das ist, wenn das Wort bei dem Wasser ist, so ist die Taufe recht, ob schon der Glaube nicht dazu kommt; denn mein Glaube macht nicht die Taufe, sondern empfängt die Taufe.
Kindertaufe – Wikipedia

Zitat:
Und das trifft auf mich nicht zu. Meine Lebensweise muß eben nicht für jeden das beste sein, vor allem nicht für einen religiösen Menschen, der aus seinem Glauben für sich selber vielleicht viel Kraft schöpft. Und das will ich ihm nicht nehmen.
Andererseits habe ich keinen Bock darauf, unter religiösen Zwängen zu leiden, wenn sie mich nicht interessieren. Wie Karfreitag= Feierverbot oder Verbot der Sonntagsarbeit.
Religion als Privatvergnügen der Gläubigen ja, aber keine Auswirkungen auf andere.
Wenn es nicht zutrifft und so ist wie Du beschreibst, greift meine Frage in Leere. Mit dem Ergebnis jedoch kann ich zufrieden sein.

Zitat:
Zitat von MissMarple Beitrag anzeigen
Den des Selbstdenkens, Allah in Zweifel zu ziehen usw.
Siehe auch hier besonders diesen Abschnitt aus dem Artikel:

Drohungen hat er allerdings noch nicht erhalten, nur Hunderte von Gratulations-E-Mails. Auf die Frage, ob er denn Dawkins’ Meinungen teilt, fasst sich Karaarslan dann aber doch ein Herz. „Er ist ein großer Wissenschaftler“, sagt er. „Und er hat Recht.“ Vor wenigen Jahren hätte er das vielleicht nicht gesagt. „Ich wäre noch vor vier Jahren für Dawkins’ Buch verurteilt worden“, meint er. „Aber seit dem gescheiterten Prozess gegen Orhan Pamuk will man in der Türkei möglichst keine berühmten Schriftsteller mehr verurteilen.“ Das Pamuk-Verfahren sieht er als geistige Zeitenwende.
Ich bin da weniger zuversichtlich, ich sehe einen Rückgang geistlicher Macht, ich sehe jedoch nicht das Ende des Glaubens. Ob die Haltung der Menschen in der Türkei zum Islam einmal die gleiche wie die der Deutschen zum Christentum ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Und das ist ein entscheidenter Punkt, die Frage ist ob unser Verständnis von Religion entgültig ist und das möchte ich grundlegend verneinen. Sobald wir die Auffassung vertreten unser Denken wäre endgültig und somit unfehlbar, machen wir etwas falsch.

Zitat:
Zitat von Brimborium Beitrag anzeigen
Neben den monotheistischen Wüstenreligionen lehne ich auch den Atheismus ab.

Wie auch die meisten anderen ---ismen haben dogmatische Lehren mir nichts zu bieten.
Ich denke wir sind gar nicht so weit auseinander.

Zitat:
Alle Fragen die einem irgendwelche Religionen zu beantworten versprechen, kann man sich viel besser und richtiger beantworten, wenn man die entsprechenden Antworten in sich selber sucht.

DA lassen sich nämlich diese Antworten auch wirklich finden.
Das ist der entscheidente Punkt, ich sehe dazu, und um mich auf den christlichen Glauben zu beziehen, keinerlei Widerspruch zu Gott. Deine Sicht scheint mir der buddhistischen Lehre zu ähneln.

Zitat:
Buddha sah sich weder als Gott noch als Überbringer der Lehre eines Gottes. Er stellte klar, dass er die Lehre, Dhamma (Pali) bzw. Dharma (Sanskrit), nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhalten, sondern vielmehr durch eigene meditative Schau (Kontemplation) ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes und der Natur aller Dinge erkannt habe. Diese Erkenntnis sei jedem zugänglich, wenn er seiner Lehre und Methodik folge. Dabei sei die von ihm aufgezeigte Lehre nicht dogmatisch zu befolgen. Im Gegenteil warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und hob die Selbstverantwortung des Menschen hervor. Er verwies auch auf die Vergeblichkeit von Bemühungen, die Welt mit Hilfe von Begriffen und Sprache zu erfassen, und mahnte eine Skepsis gegenüber dem geschriebenen Wort oder feststehenden Lehren an, die in anderen Religionen in dieser Radikalität kaum anzutreffen ist.
Buddhismus – Wikipedia

Zitat:
Zitat von dichterDenker Beitrag anzeigen
(*) Hier muss man halt durchaus unterscheiden - es gibt Atheisten, die ihre Meinung nicht nur auf Dogmatismus stützen können. Ebenso gibt es aber auch Gläubige auf die das zutrifft.
100%ig!
__________________
"Der Staat ist an einem Punkt angelangt, von dem aus er nur noch kleiner werden darf." Dirk Friedrich.

Geändert von Ximus (04. Apr 2008 um 10:50 Uhr Uhr). Grund: Doppelpost zusammengeführt
Ximus ist offline   Mit Zitat antworten Direkt antworten