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Alt 06. Feb 2008, 09:22 Uhr   #26 (Permalink)
Wahnfried44
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Zitat von houndstooth Beitrag anzeigen
Also man lernt doch immer etwas dazu.

@ Wahnfried : danke fuer die Erlaeuterungen.
Sorry dass ich doch nochmal auf auf die Filter zurueckkomme.
  • Wie Biscra darauf hinwies, haeufiges Wechseln des Filterelements ist anzuraten , nicht nur wegen des Kalks sondern auch wegen dem 'Gruenzeug'
  • Meinst Du ob die Testresultate , auf die Du hinweist , Zeitfaktoren des Filtergebrauchs beruecksichtigen? (vielleicht besser ausgedrueckt , Laenge der Wechselintervalle)
  • Eigentlich waere es ja auch interessant , Testdaten von den Herstellern , oder z.M. Testmethodologien miteinander zu vergleichen.
  • Es ist ja klar, dass jeh hoeher die Mikronzahl des Filtermaterials , desto mehr 'Material' gefiltert , 'ausgesiebt' wird. Kalk , und Rostpartikel darf man im Mikronenbereich als 'Brocken' bezeichnen , ist die naechste Kategorie an Schadstoffen so viel kleiner, dass sie nicht mehr ausgesiebt werden?
  • Dass 'aktivierte Holzkohle' Filter-Kartuschen so ineffektiv sein sollen, will mir nur schwer in den Kopf gehen. ( Dass auch diese mit unterschiedlichen Parametern hergestellt werden koennen , sei mal dahingestellt)
Wasserfilter für den Endverbraucher sind in Deutschland so gut wie unbekannt. Dennoch gibt es bei der DWA (der weltweit größte Igenieurverein Wasser/Abwasser, 14.000 Mitglieder) Fachausschüsse für Filter. Weshalb sind Wasserfilter in D uninteressant? Weil hier die Versorger und Ököspinner eine andere Philosophie verfolgen:

nicht der Kunde hat die Qualität nachzubessern, sondern der Verkäufer (der Wasserverkäufer) ist verpflichtet bis zur Wasseruhr, der Übergabestelle, ein einwandfreies, feststofffreies Produkt zu liefern. Bei einem Preis von 2 €/m³ (plus 2 €/m³ für Abwasser) kann der Kunde die Wasserqualität gemäß der TrinkW-VO einklagen! Rohwässer werden in den Wasserwerken zentral gefiltert (Sandfilter/Aktivkohlefilter) und aufbereitet, ehe sie in ein sicheres, geschlossenes Netz eingespeist werden.

Wie du schon geschrieben hast, hängt die Filterwirksamkeit von der Handhabung des Verbrauchers ab. Dabei entstehen die meisten Fehler. Billige Aktivkohlefilter sind halt nicht so wirksam und dem Durchschnittskunden ist nicht zuzumuten, dass er alle Schwermetall-Gleichgewichts-Adsorptionstherme an A-Kohle kennt.

Hinzu kommt, das sich viele Bürger mental mit ihrem guten Trinkwasser identifizieren. Statt der "Water Grabber" gibt es hier noch viele kleine und mittlere Wasserversorger, die in kommunaler Hand sind. In Deutschland werden mit dem Verkauf von Trinkwasser kaum Gewinne gemacht. Der Wasserpreis ist ein politischer Preis. (Ich klammere hier mal RWE, Gelsenwasser und die Berliner Wasserwerke aus).

So wird allein die Sanierung der maroden Netze in den USA auf USD 277 Mrd. in den nächsten 20 Jahren geschätzt. Den Abwasserbereich charakterisieren ähnliche Zahlen.

Die American Society of Civil Engineers (ASCE) beurteilt den aktuellen Zustand der Infrastruktur für Trinkwasseraufbereitung und auch für Abwasserentsorgung in den USA mit D- (A = Bestnote, E = schlechteste Note).

USA: Dringende Investitionen im Wasser- und Abwasserbereich überfällig

In Deutschland undenkbar, das sich eine Lobby gegen schärfere Grenzwerte durchsetzt.

Zitat:
USA: Keine Entscheidung bei Arsen-Werten im Trinkwasser
Umweltschützer kritisieren Verzögerungstaktik der Regierung Bush

Washington/Wien (pte/19.04.2001/14:51) - Der US-Grenzwert für Arsen im Trinkwasser wird aller Wahrscheinlichkeit nach unten verschoben. Bis zu 60 Prozent unter den jetzigen Grenzwerten sollen die neuen Werte liegen. Die Holz- und Bergbaulobby hatte die strengen Grenzwerte, die unter Bill Clinton beschlossen wurden, mit Klagen bekämpft.
USA: Keine Entscheidung bei Arsen-Werten im Trinkwasser - pressetext.austria
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