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Zitat von Snorre
Den Begriff Wahrscheinlichkeit in der Quantenphysik ist ein wenig irreführend. Nehmen wir beispielsweise den atomaren Zerfall. Dieser ensteht durch einen Tunneleeffekt, er ist also mit einer Wahrscheinlichkeit behaftet. Betrachtet man aber jetzt einen Kilogramm Uran 235, so kann man vorraussagen, wie schnell er zerfällt. Andererseits gäbe es Begriffe wie Halbwertszeit nicht. Man kann nur nicht vorraussagen, welches Atom zerfällt. Dies legt aber nah, dass die Atome nicht einfach nach Lust und Laune zerfallen, sondern ein System dahintersteckt, das wir nicht kennen. Insofern löst sich die Realität nicht in Wahrscheinlichkeit auf, wir müssen nur (wieder) einsehen, dass unser Modell der Welt nicht vollständig und somit eigentlich falsch ist. Dies war aber immer schon so gewesen.
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Die Halbwertszeit zeigt nicht, dass atomare Zerfälle nach einem System ablaufen. Im Normalfall gilt in der Physik das die "kleinste" Ebene die Entscheidende ist und da scheinen die Verfälle "rein zufällig" abzulaufen. Das man bei großen Mengen von Zerfällen (d.h. einer große Menge von Zufallsereignissen) Angaben wie die Halbwertszeit machen kann ist ganz normal. Sowas lässt sich auch z.B. bei Würfelergebnissen machen - ich sage jetzt mal einfach voraus das bei 1'000'000 Würfelwürfen die Augenzahl zusammenadiert 3'500'000 ergibt und bin damit fast genauso treffsicher wie mit einer Angabe über die Halbwertszeit von Uran. (Eigentlich bleibt damit die Halbwertszeit auch eine Wahrscheinlichkeitsaussage: mit 99% Sicherheit zerfällt ein 1kg Block Uran innerhalb von einem Zeitraum ein paar Jährchen um die errechnete Halbwertszeit herum).