Zitat:
Zitat von Siran
Du hast das wahrscheinlich im Spiegel online gelesen, Morgan. "Botschafter wider Willen" oder so hieß der Artikel. Wobei ich dazu sagen muss, dass jeder, der ins Ausland fährt, um dort zur Schule zu gehen, zu studieren oder zu arbeiten immer ein Botschafter seines Landes ist und darüber sollte man sich vorher klar sein.
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Nur war das mit dem Artikel überhaupt nicht gemeint.
Daß die Bewohner eines Gastlandes aus meinem Verhalten (unzulässige) Schlüsse auf mein Land ziehen bzw. mich (zulässigerweise) gerne mal über mein Land ausfragen, ist sicherlich normal.
Nur daß laut SPIEGEL-Artikel (meinem Eindruck nach wohl zu Recht) im Falle amerikanischer Studenten die Schlüsse schon längst gezogen wurden, und die Fragen eher den latenten Charakter von Vorwürfen haben.
Interessant dabei auch der Vergleich mit Studenten aus Ländern, deren offizielle Politik mindestens genauso fragwürdig ist wie die der USA, deren Studenten in Deutschland aber von solchen Anfeindungen völlig unbehelligt zu sein scheinen.
Differenzierte und vorurteilsfreie Betrachtung scheint in Deutschland, auch und gerade bei der intellektuellen Oberschicht, nun mal nur dann "schick" zu sein, wenn es nicht um die USA geht - das ist ja auch nur ein 300 Millionen-Land extremer regionaler Unterschiede.
mfg,
Chester
