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Zitat von Siran
Das ist so nicht ganz richtig, z.B. gab es bereits um 1920 wohl ein Gesetz, dass es vorschrieb, in Standesämtern auf die Maßstäbe der Eugenik hinzuweisen, 1932 wurde ein Gesetz für die (freiwillige) Sterilisation vorbereitet, welches dann nicht mehr verabschiedet aber Vorbild für das spätere NS-Gesetz war.
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Hallo,
Die Liste läßt sich noch sicher verlängern, später Arbeitsdienstgesetzte z.B., ohne Zweifel waren die späten "Zentrumsregierungen" erzkonservativ bis reaktionär und haben die NSDAP erst in den Sattel gehoben mit ihren Koalitionsangeboten
Zitat:
Zitat von Siran
Bisher war immer nur von der Weimarer Republik die Rede, die nicht nur die eigentliche Verfassung sondern eben auch die Gesellschaft dieser Zeit mit einschließt. Gesellschaftliche Strömungen, die zum Teil von den Parteien unterstützt wurden, haben eben durchaus zum Aufstieg Hitlers beigetragen. Ein Zwang oder eine absolute Notwendigkeit, dass aus der Weimarer Republik ein Hitler entstehen musste, gab es natürlich nicht. Dazu spielen einfach auch zu viele andere Faktoren rein und spielt auch der Zufall zu viel mit. Aber die Weimarer Republik und die Vorgeschichte der Weimarer Republik haben durchaus den Boden bereitet für das, was danach kam.
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Ich verstehe denke ich schon was du meinst.Ich versuche immer den Staatsrechtichen Rahmen einer Epoche zu unterscheiden, auch wenn Staatsrecht--->"Zeitgeist" natürlich aufs engste miteinander verzahnt sind. Zugegebener Maßen sieht das ein wenig kleinlich aus aber ich denke es macht einen Unterschied, ob radikale Ideen gestattet sind weil allgemeine Meinungsfreiheit herrscht sie trotzdem gesagt werden obwohl sie eigendlich verboten sind oder eben gesagt werden müssen.
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Zitat von Siran
...Ein Zwang oder eine absolute Notwendigkeit, dass aus der Weimarer Republik ein Hitler entstehen musste, gab es natürlich nicht...
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Eben darauf wollte ich ja hinaus. Der Versuch eines liberalen Staatswesen war wohl der kleinste "Fehler" dieser Epoche.