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Zitat von Mark Mallokent
Das behauptest du. In aller Regel pflegt man den Politiker zu wählen, der wirklich oder scheinbar die eigenen Interessen vertritt. Möglicherweise meint ja die Mehrheit, daß Obama das nicht tue.
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So ist es bei uns, ich bin mir aber nicht sicher, ob wir in Deutschland schon einen Schwarzen wählen würden. Einen Türken mal nicht, oder? Und dann Amerika, da ist die Trennlinie zwischen schwarz und weiß sehr scharf. Ich glaube auch nicht unbedingt daran, dass wir immer den Politiker wählen, von dem wir annehmen, dass er unsere Interessen vertritt. Wählen hat mehr mit dem Bauch als mit dem Kopf zu tun. Wir wählen den, von dem wir glauben, dass er insgesamt unser Weltbild vertritt; wenn wir fürchten, dass er politisch momentan auf dem falschen Dampfer ist, wählen wir ihn trotzdem, rein aus dem Gefühl heraus, unsere Stimme "den anderen" nicht zu gönnen.
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Zitat von Mark Mallokent
Das eigentlich Interessante an Roths Buch ist meines Erachtens, daß man solche Einstufungen wie "Schwarz" und "Weiß" nicht einfach hinnehmen muß, sondern sie beeinflussen kann. Der Held des Buches, ein Schwarz-Weißer Mischling schafft es, sich eine Identität als Jude zuzulegen, woraufhin niemand auf die Idee kommt, ihn für einen Schwarzen zu halten. 
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Er "beeinflußt" seine Einstufung nicht, er türkt sie. Er muss seine ganze Familie verleugnen und jeden Kontakt zu ihr abbrechen, weil man nur ihm nicht auf Anhieb seine afroamerikanische Abstammung ansieht. Er tauscht eine diskriminierte Rasse gegen eine andere ein und lebt lebenslang in der Furcht, "aufzufliegen". Das nenne ich nicht "die Einstufung nicht hinnehmen, sondern beeinflussen".