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Alt 26. Aug 2008, 16:09 Uhr   #101 (Permalink)
Brimborium
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Zitat:
Zitat von rabautius Beitrag anzeigen
@senchi:
es gibt genügend Opferliteratur oder Literatur von Personen die solchen Opfern dann wieder versuchen zu helfen. Ich habe enge Kontakte mit Personen gehabt, die auf diese Art und Weise erzogen worden sind. Da kommt dann u.U. ein schönes Borderlinesydrom raus mit der Folge einer immensen Behinderung in der Lebensführung.
Das mag ja sein - besagt aber nichts über die tatsächlichen Zahlen

Ziehe aus den Psychiatrien einfach mal die wirklich kranken Klienten ab. Die Schuldfrage ist nicht immer mit einem "Scheißeltern" ausreichend beantwortet, oftmals stellt sie sich erst gar nicht.

Borderliner sind häufig Opfer sexuellen Missbrauchs - darüber das dieser auf das Schwerste zu ahnden ist, sind wir uns sicher einig.


Zitat:
Im übrigen muß man nur Zeitung lesen, um mitzubekommen daß der Staat sein Wächteramt ernst nehmen muß, wenn das Kind gewalttätig wird oder an den Folgen der "Erziehung" stirbt ist es zu spät.
Das ist ein ganz schwaches Argument - die tatsächlichen Zahlen sinken seit Jahren, die Berichterstattung zeichnet ein gegenteiliges Bild.
Nichts dagegen das die Sensibilisierung für solche Vergehen und Verbrechen so gesteigert wird, aber als Beleg für zunehmende Gewalt von Eltern gegen ihre Kinder kein Treffer.


Zitat:
Dirigistische Erziehung? nein, aber als Lehrer sollte man schon einen Bericht ans Jugendamt schreiben wenn es Hinweise auf elterliche physische Gewalt gibt.
Lehrer die das nicht tun, machen sich der Vernachlässigung der Aufsichtspflicht schuldig. Du forderst, was lange Usus ist.

Zitat:
Heime und andere pädagogische Einrichtungen sind besser als ihr Ruf,
Die Zustände in den Heimen haben sich in den letzten Jahrzehnten gebessert. Da stimme ich gerne zu. Allerdings sind die personellen Ausstattungen bereits wieder häufig desolat.
Heime bleiben nach wie vor nur die Ultima Ratio - keine Alternative zu einem Elternhaus.

Zitat:
der Umstand daß Kinder die so aufwachsen mitunter schäden haben ist auch darin zu suchen daß die Persönlichkeit früh durch Eltern oder andere Personen geschädigt wurde.
Eltern denen man die Kinder weggenommen hat sind nur in indirekter Weise noch verantwortlich zu machen für Schäden die die Kinder durch die Heimaufenthalte erleiden.
Die Verantwortung wurde ja eben entzogen.

Alle deutschen Heime (behaupte ich mal einfach blind) sehen ihre primäre Aufgabe in der Familienzusammenführung. Warum wohl?


Zitat:
Ich möchte noch anmerken, daß psychische und physische Mißhandlung häufig Hand in Hand gehen, ein Sadist oder Narzisst kann es eben nicht anders. Und ja, letztere Störung ist bei Männern nicht sooo selten.
Geschenkt - das ist auch nicht der Punkt. Andersrum wird ein Schuh draus. Viele Kinder und jugendliche werden psychisch enorm malträtiert, ohne das dies jemals beweisbar - also strafrechtlich relevant - wäre.

Körperliche Gewalt ist dagegen recht gut nachweisbar.

Eltern die jetzt vielleicht sehr selten mal eine "watschen", kommen also in den Knast - wie du gefordert hast - während die ungleich gewalttätigeren tyrannischen Eltern einfach so davon kommen.
Wer entscheidet denn, bitteschön, welches Art psychischer Gewalt noch hinnehmbar ist, und welche notwendig?
Gewaltfreie Erziehung ist ein Widerspruch in sich. Selbst Ratschläge sind Schläge, Autorität kann man sich nicht anmaaßen, die muss man sich verdienen - und dennoch kommen verantwortungsbewusste Eltern nicht umhin, Ihren Kindern gelegentlich Grenzen auf zu zeigen.

Nach deiner Definition ist auch das strafbare Gewalt, und das ist Unsinn.
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Die Geschichte lehrt die Menschen dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
[i](Mahatma Gandhi - Pazifist und Menschenrechtler, 1869-1948)

Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.
(Ingeborg Bachmann - Schriftstellerin, 1926-1973)
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