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Alt 20. Aug 2008, 19:03 Uhr   #33 (Permalink)
Brimborium
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Zitat:
Zitat von dichterDenker Beitrag anzeigen
Oh, den Vergleich suche ich schon.
Na was denn nu? Na egal. ICH bleibe dabei dass im Sinne der Strangfragestellung solche Mensch Maschinen Vergleiche nutzlos sind......


Zitat:
Ich sehe das eigentlich eher umgekehrt.
Gerade der Vergleich ist sinnvoll.


Der Sinn davon ist einfach der - wenn es irgendeine Gemeinsamkeit gibt, dann trifft das, was auf die Machinen zutrifft vielleicht auch auf die Menschen zu.
Hervorhebung durch mich...


und zwar aus diesem Grund. VIELLEICHT ja VIELLEICHT nein... das nenne ich nutzlos.




Zitat:
Du kannst natürlich sagen, dass der Analogieschluss nicht funktioniert, aber dann wüsste ich halt eben gerne warum nicht?
Und es ist weniger, dass ich dir die Meinung unterstellen würde, dass er funktioniert, viel mehr glaube ich, dass er funktioniert (auch wenn Menschen keine Maschinen sind, aber sonst würde ich ja garnicht vergleichen), und ich möchte gerne erklärt haben warum er nicht funktionieren soll.



Das wäre ja schonmal ein Punkt wo man ansetzen könnte.
Ja und dieser Punkt springt sogar ..


Zitat:
Wobei ich hier durchaus auch fragen würde - was ändert denn eine Seele in dem Fall?
Eine Maschine ist in diesem Zusammenhang nichts anderes als ein Stein oder Wasserdampf.

Alles was "Leben" definiert, fehlt.
Zitat:
Vergessen wir mal die Maschinen für einen Moment.
Na endlich.


Zitat:
Wenn du behauptest, dass der Sinn des Lebens ist sich zu vermehren, dann trifft das auf jeden Menschen zu.
korrekt sagte ich - Der Sinn des Lebens ist Vermehrung. An anderer Stelle wies ich auf die Möglichkeiten hin die der Mensch auf Grund seiner Vernunftbegabung hat, dies zu interpretieren.

Zitat:
Jetzt habe ich mal folgende Prämisse: Wenn der Sinn deines Lebens ist etwas zu machen, dann sollte das was du machst auch einen Sinn haben.

Das ist eine sehr seltsame Prämissse. Etwas was dir sinnlos scheint, kann mir durchaus sinnvoll erscheinen und umgekehrt.
Wir können auf Basis dieser Prämisse trefflich schwadronieren - mehr nicht.


Zitat:
Wenn wir jetzt danach fragen, was der Sinn deines Kindes ist, dann lautet die Antwort wiederrum Kinder zu machen.
Wenn der Sinn des Lebens Vermehrung ist, erübrigt sich diese Feststellung des offensichtlichen.

Zitat:
Damit landest du in einer abgeschlossenen Endlosschleife, da hilft dir die Seele recht wenig.
Warum? Weshalb sollten Seelen Probleme mit Endlosschleifen haben?

Zitat:
Diese Endlosschleife kann aber nie, da endlos, die Prämisse erfüllen.
Die Schwäche liegt - wie gesagt - allerdings in der Prämisse

Zitat:
Folglicherweise ist auch jedes beliebige Glied der Kette sinnlos.
s.o.

Zitat:

Also ist der Sinn des Lebens entweder ein anderer oder es gibt ihn nicht.
s.o.


Zitat:
Oder aber die Prämisse ist falsch.
Richtig.

Zitat:
So nach dem Motto ist doch vollkommen egal ob meine Handlung einen Sinn macht, es ist der Sinn meines Lebens das zu tun, weil es in meinen Genen vorprogrammiert ist.
Das wiederum hätte nichts mit der Frage nach dem Sinn des Lebens zu schaffen, sondern es beträfe die von mir bereits mehrfach erwähnte Fähigkeit des Menschen den Zeitraum zwischen Werden und Vergehen mindestens teilweise selbst gestallten zu können.

Zitat:
Das ist dann aber genau das, was eine Maschine tun würde und dann stellt sich echt die Frage ob Menschen nicht in wirklichkeit Maschinen sind-
Nein - die Maschine fragt sich gar nichts.

Natürlich kann man im menschlischen oder jedem anderen Organismus auch eine Art Maschine sehen - warum auch nicht. Mein alter Anatomieprof liebte solche Vergleiche. Mitochondrien als Kraftwerke, Ribosome als Fertigungsstätten, Adern als Pipelines, Herzen als Pumpen etc - solche Bilder sind dennoch nichts als hilfreiche Eselsbrücken.

Zitat:
Durchaus kann man bei Bakterien beobachten, dass sie sich vermehren und dem vielleicht alles andere unterordnen. Bei Menschen stimmt das eigentlich schon überhaupt nicht mehr, es gibt genug Leute die keine Kinder wollen, oder auch keine Kinder kriegen können und trotzdem ein zumindest subjektiv sinnvolles Leben führen.
Das Schlüsselwort ist SUBJEKTIV.

Vielleicht sollte ich klar stellen, das ich das in keinster Weise verurteile wenn jemand keine Kinder hat oder haben will - dennoch ist dies nur der Fähigkeit der Vernunftbegabung geschuldet.

Ich kann durchaus akzeptieren wenn ein Maler seine Bilder als seine Kinder sieht. Vielleicht sogar ein Fabrikant seinen Konzern als "sein" Kind betrachtet und somit für sich selber auf ein "sinnvolles" Leben zurück schaut. Aber hier drehen wir uns wieder in dem Kreislauf dass dies doch eher die Art und Weise betrifft wie das Individuum seine Zeit auf dieser Welt gestaltet. Am Sinn des Lebens ändert das nichts, wie alle Eltern wissen (sollten)

Das Spinnenmännchen das sich zu vermehren sucht und danach gefressen wird - das Spinnenweibchen das seinem Nachwuchs als erste Mahlzeit dient - sind in im wörtlichen Sinn näher am Sinn des Lebens als der Kinderlose Maler.
Ich werte das nicht, ich stelle das nur fest.

Auch der ach so clevere Delfin oder Affe hat nur Vermehtrung im Kopf und ordnet diesem Ziel alles unter - nicht nur die Bakterie - ihnen fehlt gleichermaßen die Vernunftbegabung die ihnen Alternativen ermöglichen würde.

Zitat:

Aber selbst wenn es so wäre. Ich für meinen Teil würde abstreiten, dass Fakten, Naturgesetze, usw. Sinn sind.
Jetzt wird's semantisch?

Zitat:
Ein Computervirus ist z.B. eine Maschine die darauf programmiert ist sich zu vermehren. Der wird dem vielleicht auch alles unterordnen, aber das ist nur Code. Der Sinn ist ein anderer - Schaden anrichten, Zugang ermöglichen, whatever.
Ein Computervirus ist nicht einmal eine Maschine sondern eher sowas wie ein moderner Lochstreifen, der eine Maschine schaltet.

Vermehrung ist hier nicht ideel sondern mathematisch zu betrachten. Eine Firewall soll ja auch keine echten Flammen stoppen.
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Die Geschichte lehrt die Menschen dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.
[i](Mahatma Gandhi - Pazifist und Menschenrechtler, 1869-1948)

Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.
(Ingeborg Bachmann - Schriftstellerin, 1926-1973)
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