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Alt 30. Jul 2008, 12:02 Uhr   #280 (Permalink)
Parker
wäre ein toller Moorgraf
 
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Zitat von dichterDenker Beitrag anzeigen
Hmm, du willst damit behaupten, dass der Kranke von seinen Hormonen kontrolliert wird, du aber umgekehrt deine Hormone kontrollierst?
Das meinte ich vorher mit schwacher Empirie.
Empirisch kannst du es sogar durchaus als bestätigt ansehen, dass Hormone einen unkontrollierbaren Einfluss auf normale Menschen haben. Was ist z.B. wenn du dich verliebst, oder wenn dich jemand auf der Straße trotz roter Ampel schneidet? Die Liebeshormone sind da, das Adrenalin ist da, die Wut ist da - ganz ohne dein Zutun.
Das die Körperchemie anders ist, will ich nicht bestreiten, das ist ja durchaus empirisch bestätigt. Aber anders bedeutet auch eben garnichts, dass sollte man nicht in metaphysische Dimensionen aufblasen und dann damit als Begründung die Willensäußerung der Betroffenen ignorieren.
Selbstverständlich können die Wenigsten von uns ihre Hormonausschüttung willentlich beeinflussen. Ich halte es aber für einen relevanten Unterschied, ob ich bei einem entsprechenden Anlaß in eine traurige Stimmung gerate, oder diese Stimmung auch ohne Anlaß und vor allem ohne sich wieder zu verabschieden auftritt. Das nämlich bedeutet das und metaphysisch ist da nix.

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Zitat von dichterDenker Beitrag anzeigen
Hmm, da nähern wir uns dann doch demselben Punkt nur von zwei verschiedenen Seiten.
Wenn du behauptest, dass jeder krank ist ist das prinzipiell dasselbe, wie wenn ich behaupte, dass jeder gesund ist. Der einzige Unterschied (von ein paar taktischen Überlegungen mal abgesehen) besteht aus den Folgerungen die man daraus dann zieht - s.o.
Stimmt. Obwohl ich hier nicht unbedingt von 'krank' sprechen wollte. Wir sind halt alle die Summe unserer Macken. Krankheitswertig wird das, wenn der Faktor Leid auf die eine oder andere Weise dazukommt.

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Zitat von dichterDenker Beitrag anzeigen
Das kommt jetzt zwar vielleicht überraschend, aber das ist genau der Punkt auf den ich mit diesem Beispiel herauswollte.
Du kannst nicht wissen ob sie Recht haben, und ändern würde es dann letztlich auch nichts.
Wenn du behauptest, dass Homosexualität eine Krankheit ist, heißt das nicht, dass du alle Schwulen auch gegen ihren Willen "heilen" musst.
Leid ist der Punkt. Homosexualität ist da tatsächlich interessant, um so mehr, da das Thema vollkommen der politischen Korrektheit unterworfen ist und einfach nix Pathologisches sein DARF. Würde jetzt jemand den lupenreinen Beweis aus der Tasche ziehen, daß es sich dabei um eine Persönlichkeitsstörung oder auch einen Gendefekt handelte, würde diese Erkenntnis ihm vermutlich wenig mehr einbringen, als die Degradierung zum fundamentalistischen Reaktionär. Besonders deutlich wird das bei Transsexuellen, wo man sich lieber darauf einläßt, da sei jemand buchstäblich im falschen Körper geboren und man tatsächlich eine sozialpädagogische Diplomarbeit über die Existenz von mehr als 2 Geschlechtern abliefern kann, für die man auch bestens benotet wird. (Ich las diese Arbeit.)


Alles Weitere muß jetzt leider warten. Spätestens morgen schreibe ich weiter. Tschuldigung.
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