Zitat:
Zitat von Der Unschlüssige
Dem Glauben steht ja die sekuläre Idee der wissenschaftlichen Methode, im weitesten Sinne, entgegen: Nach dieser kann man nur als richtig annehmen, was bewiesen ist. Entweder empirisch belegte Gesetzmäßigkeiten (war 100 Mal so, dann wirds beim 101. Mal vermutlich auch wieder so sein), oder logisch deduzierte Annahmen. Nach dieser Weltsicht muss man auch Nichtwissen ertragen können. Man kann nicht immer alles gleich erklären, insbesondere wenn es um größere Zusammenhänge geht. Da braucht man dann Theorien, die nicht den Anspruch erheben, für ewig gültig zu sein, sondern ggf. durch bessere Theorien erweitert oder verworfen zu werden. Deswegen ist ein so fundierter Atheismus kein Glaube -- sondern das Eingeständnis, ständig offen für neue Erklärungen sein zu müssen.
Warum ich das schreibe? Weil ich auf den Punkt hinauswill, dass Glaube vermutlich aus dem Bedürfnis geboren wird, etwas ganz unverrückbar genau zu wissen, bzw. weil es einem unerträglich ist, Nichtwissen hinzunehmen.
Wer glaubt, erträgt es nicht, mal etwas nicht genau zu wissen.
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Dem kann man im Großen und Ganzen zustimmen, außer, dass in der Wissenschaft etwas widerlegbar sein muss und nicht unbedingt bewiesen.
Als Ergebnis müssen wir uns häufig einfach mit Wahrscheinlichkeiten zufrieden geben.
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“Religion is an insult to human dignity. With or without it, you’d have good people doing good things and evil people doing bad things, but for good people to do bad things, it takes religion.”
Steven Weinberg, Nobel Laureate in physics.
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