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Alt 28. Jul 2008, 15:45 Uhr   #16 (Permalink)
Gaucho
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Zitat von Parker Beitrag anzeigen
Deshalb habe ich meine Probleme mit westlichen Buddhisten und Neoheiden und bin fast außerstande, deren vorgebliche Religiosität ernstzunehmen.
Ich auch! Und ich bin richtig froh, dass das mal jemand thematisiert und dass es besprochen werden kann, ohne dass wir uns jetzt zu den Wurzeln eines jeden Glauben runtergraben müssen. Es ist mehr ein psychologisches Problem.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass man seinen Glauben nicht wechseln, sondern nur ablegen kann. Soll heißen, ich kann nicht sagen, die Sache mit Jesus kommt mir ziemlich unwahrscheinlich vor, aber der Buddhismus, der hat was, daran will ich lieber glauben. Etwas glauben wollen, beinhaltet bereits, dass man es nicht wirklich glaubt - was ja im Übrigen der tagtägliche Sprachgebrauch schon hergibt, wenn die Ehefrau zum Ehemann sagt "Also gut, dass Du die Nacht über im Büro warst, das will ich Dir jetzt mal glauben!"

Glauben wollen heißt: Nicht glauben.
Nun könnte es ja sein, dass einer sich schon lange über die Sache mit den Seelen in Richtung Formenwandler nachdenkt, und plötzlich erscheint ihm die Essenz des Buddhismus als logisch und völlig richtig und wahr. Dann, aber nur dann, mag ich ihm glauben, dass er ein Buddhist ist. Sonst nie und nimmer.
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